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Fussball

Mit Schweini gegen den Katzenretter

Von Tim Noller
Pep Guardiola und Thomas Müller starten mit den Bayern die Mission Titelverteidigung
© getty

Europa blickt gespannt auf das erste Spiel des Titelverteidigers. Im Auftaktmatch der Champions League trifft der FC Bayern auf den russischen Meister und Pokalsieger ZSKA Moskau (Di., 20.30 Uhr im LIVE-TICKER). Nach den Diskussionen um die Kritik von Sportvorstand Matthias Sammer soll der Fokus wieder auf das Sportliche gerichtet werden.

In Gruppe D misst sich der deutsche Rekordmeister am ersten Spieltag mit ZSKA Moskau. Der härteste Konkurrent um den Gruppensieg ist jedoch aller Voraussicht nach Manchester City. Schon am zweiten Spieltag steigt das Topduell in Manchester. Der tschechische Meister Viktoria Pilsen komplettiert die Gruppe.

Die letzten Informationen zum Spiel:

Guardiolas Geschichte: Bayern-Trainer Pep Guardiola verbindet keine schönen Erinnerungen mit dem russischen Meister. In der Saison 1992/93 verlor er als Spieler mit dem amtierenden Titelträger FC Barcelona in der zweiten Runde der Champions League mit 2:3 gegen die Russen und verpasste so den Einzug in die Gruppenphase.

"Wir wurden ausgekontert und konnten nicht reagieren, traurig", so der Bayern-Coach zum damaligen Spiel.

Tierfreund Slutski: ZSKA-Trainer Leonid Slutskiy musste seine aktive Karriere als Torhüter schon mit 19 Jahren beenden. Eine schwere Knieverletzung machte ihn nach nur 13 absolvierten Spielen zum Sportinvaliden. Grund für die Verletzung: Der heute 42-Jährige wollte die Katze seines Nachbars von einem Baum retten und stürzte dabei unglücklich.

Deutsch-russisches Lazarett: Bayern fehlen zum Champions-League-Auftakt vier Mittelfeldspieler aufgrund von Verletzungen (Thiago, Götze, Martinez, Hojbjerg). Jedoch muss auch Moskau auf viele Leistungsträger verzichten. Neben Alan Dzagoev, Seydou Dumbia, Mark Gonzalez und Mario Fernandes fällt auch Mittelfeldspieler Rasmus Elm aus. Der Schwede dürfte den deutschen Fans noch bestens bekannt sein. Er erzielte den 4:4-Ausgleich in der 93. Minute des denkwürdigen WM-Quali-Spiels Deutschland gegen Schweden.

Mission Titelverteidigung: Sportdirektor Matthias Sammer hat wie gewohnt hohe Ansprüche an den Rekordmeister: "Wir starten nicht in einen Wettbewerb, um Teilnehmer zu sein. Wir wollen das Höchstmögliche erreichen, dementsprechend, wenn möglich, den Titel verteidigen", erklärte er im "Kicker". Sollte den Münchner der erneute Triumph in der Königsklasse gelingen, wären sie die erste Mannschaft, die den Champions-League-Titel erfolgreich verteidigt.

Auftaktsieg ist Pflicht: Noch nie gelang Moskau zum Auftakt der Champions League ein Sieg: Bei bislang sechs Starts gab es drei Remis und drei Niederlagen. Zudem verlor erst einmal ein Titelverteidiger sein Auftaktmatch (1994 der AC Milan mit 0:2 gegen Ajax). Statistik, die Dritte: Alle letzten neun Auftaktpartien in der Königsklasse gewann der deutsche Rekordmeister, sieben dieser Spiele sogar ohne Gegentreffer.

Noch mehr Statistik: Die Bayern haben in sieben Heimspielen gegen russische Teams drei Mal gewonnen, drei Mal unentschieden gespielt und einmal verloren (0:1 gegen Lokomotive Moskau 1995). Die Russen haben auf deutschem Boden zwei Spiele ausgetragen und beide verloren (HSV und Wolfsburg). Zum Duell FC Bayern gegen ZSKA kommt es zum ersten Mal.

Spielt er oder spielt er nicht? Bastian Schweinsteiger saß gegen Hannover am vergangenen Samstag 90 Minuten auf der Bank. Fehlt dem Regisseur also noch die nötige Fitness nach seiner Sprunggelenksverletzung? Wahrscheinlicher ist, dass Pep Guardiola seinen Mittelfeldstrategen in der Bundesliga geschont hat. Das würde bedeuten, dass Philipp Lahm auf seine Lieblingsposition als Rechtsverteidiger zurückkehrt und Schweinsteiger die Sechserposition in Guardiolas 4-1-4-1-System bekleidet. "Basti geht es besser", deutete der Bayern-Coach eine Nominierung für die Startelf an.

Doppelter Favorit: Der FC Bayern geht nicht nur als haushoher Favorit in das Auftaktmatch gegen Moskau, viele Buchmacher sehen sie nach dem überzeugenden Titelgewinn 2013 auch als Topanwärter auf den Gesamtsieg 2014. Dicht gefolgt vom FC Barcelona, Real Madrid und Jose Mourinhos FC Chelsea.

Das SPOX-Power-Ranking zur Champions-League

Prallgefüllte Geldtöpfe: Den Vereinen in der Champions League winken auch in dieser Saison wieder lukrative Einnahmen. In der Gruppenphase bringt jeder Sieg eine Million Euro ein, plus die Antrittsprämie von 8,6 Mio. Euro. Für das Erreichen des Achtelfinals erhalten die Klubs 3,5 Mio. Euro, Viertel-und Halbfinale spülen bereits 3,9 bzw. 4,9 Mio. Euro in die Kassen. Im Finale stehen dem Verlierer "nur" 6,5 Mio. Euro zu, während der Gewinner 10,5 Mio. Euro kassiert. Durch dieses hochdotierte Prämiensystem der UEFA verdiente der FC Bayern in der vergangenen Saison 55 Mio., der BVB 54,1 Mio. Euro.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

FC Bayern: Neuer - Lahm, Boateng, Dante, Alaba - Schweinsteiger - Robben, Müller, Kroos, Ribery - Mandzukic

ZSKA Moskau: Akinfeev - Nababkin, V. Berezutskiy, Ignashevich, Shchennikov - Wernbloom, Cauna - Zuber, Honda, Vitinho - Musa

Schiedsrichter: Gianluca Rocchi (Italien)

Die Gruppe D auf einen Blick

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