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Fussball

"Götze-Ausfall schwächt uns nicht"

Von Tomas Gaber
Jürgen Klopp hat seit dem Madrid-Spiel nicht mit einem Götze-Einsatz gerechnet
© getty

Trainer Jürgen Klopp von Borussia Dortmund sieht seine Mannschaft im Finale der Champions League gegen den FC Bayern am Samstagabend als Außenseiter. Der Druck liege beim Gegner aus München, wovon der BVB profitieren könne. Hummels denkt, dass Dortmund auch in Zukunft auf europäischer Ebene mitreden kann.

"Wenn man nicht der Favorit ist - und das sind wir offensichtlich nicht - ist man der Außenseiter. Und wenn man als Außenseiter den gleichen Druck spüren würde, wie der Favorit, wie dumm ist das denn?", fragte Klopp bei der Pressekonferenz am Freitag.

Trotz der Position als Außenseiter habe der BVB jedoch die Chance, den Titel zu gewinnen und müsse versuchen, diese Chance zu nutzen: "Wir wären nicht die ersten Außenseiter, die den Titel holen. Es haben auch schon Leute den Mount Everest bestiegen und mussten drei Meter vor der Spitze umdrehen, aber sie haben es trotzdem versucht."

"Richtige Entscheidung im richtigen Moment"

Wenn die Mannschaft ihre Fähigkeiten abrufe, könne es ein enges Spiel werden, das in einer einzigen Situation entschieden werden könne

"Es kommt nicht darauf an, wer in welchem Bereich stärker ist. Es geht um die richtige Entscheidung im richtigen Moment. Beide Mannschaften sind sehr stark. Zwei starke Mannschaften spielen gegeneinander, die ganze Welt guckt sich das an und das ist doch für alle schön", sagte Klopp.

Dass er am Samstag auf Mittelfeldspieler Mario Götze verzichten muss, der gegen seinen zukünftigen Klub verletzt ausfällt, wird auf das Spiel keine Auswirkungen haben, betonte der Trainer:

"Es schwächt uns nicht, weil wir nicht damit gerechnet haben, dass er spielt. Seit drei Wochen bereiten wir uns darauf vor, dass er nicht spielt."

Dortmund will Bayern auf das eigene Niveau runterziehen

Klopp äußerte sich trotz der Sticheleien unter den Verantwortlichen der Vereine in den vergangenen Wochen sehr respektvoll über den Gegner und bekräftigte, dass der BVB spielerisch nicht auf Augenhöhe mit den Bayern agiert: "Es ist nicht unser Ziel, so gut zu spielen wie die Bayern. Es ist nach wie vor unser Plan, dass unsere taktischen Möglichkeiten den FC Bayern München auf unser Niveau runterziehen."

In Anspielung auf den verspäteten Beginn der Pressekonferenz wegen eines Staus in London hatte der Dortmunder Trainer schließlich noch einen Wunsch für die Polizeieskorte auf dem Weg zum Spiel. "Wenn wir morgen pünktlich zum Spiel kommen sollen, müssen die auch die Lichter anmachen, dann können wir andere Autos überholen. Sonst fahren nur drei Motorräder vor uns her", sagte Klopp mit einem breiten Grinsen.

Hummels: "Einmalige Gelegenheit"

"Ich glaube nicht, dass es die letzte Möglichkeit für uns ist, das Ding jemals zu gewinnen. Das ist jetzt für uns keine letzte Chance, die Bayern zu schlagen, das wird immer wieder kommen", sagte Hummels auf der Pressekonferenz am Freitag.

Trotzdem hätte der Verteidiger nichts dagegen, mit einem Sieg bereits am Samstag ein Zeichen für die Entwicklung der Mannschaft zu setzen: "Es wäre eine großartige Sache, wenn wir es jetzt schaffen und den Spielern, die vielleicht gehen, zu zeigen, dass unsere Mannschaft ganz in Ordnung ist."

"Ich habe keine Probleme"

Für seinen eigenen Einsatz gab der Verteidiger Entwarnung: "Ich bin zum Glück nicht ganz mit dem Schrecken, sondern mit etwas mehr davongekommen, aber so dass ich spielen kann. Ich habe keine Probleme und denke, dass ich spielen kann."

Dortmunds Kapitän Kehl erwartet eine enge Begegnung gegen den vertrauten Rivalen. "Die Partie wird insgesamt durch Kleinigkeiten entschieden. Es wird keine großen Überraschungen geben, auch personell nicht. Vielleicht gewinnt der, der am meisten Mut hat. Ich glaube, da haben wir ein paar Vorteile und deshalb bin ich guten Mutes", erklärte der Mittelfeldspieler.

Trotz der Rivalität mit den Münchnern wollen die BVB-Spieler auf sich selbst und ihren eigenen Erfolg achten, betonte Hummels: "Es geht nicht darum, den Bayern etwas zu zerstören. Wir wollen den großen Henkelpott gewinnen, unabhängig davon, was der Gegner verlieren könnte."

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