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Fussball

"Europa League belohnt Versagen"

Von Constantin Eckner
Arsene Wenger hält das System der Champions- und Europa League nicht für richtig
© getty

Arsene Wenger hat das Europapokal-System der UEFA kritisiert. Der Trainer des FC Arsenal hält es für falsch, dass die UEFA die Drittplatzierten der Champions-League-Gruppenphase mit einer Teilnahme an der Europa League belohnt.

Im Finale der Europa League standen mit dem FC Chelsea und Benfica Lissabon zwei Teams, die zuvor als Gruppendritte aus der Champions League ausgeschieden waren und deshalb ins Sechzehntelfinale der Europa League rutschten.

"Man hat zwei Teams im Finale gesehen, die in der Champions League waren. Ihr Ziel zu Beginn der Saison war die Champions League, nicht der Gewinn der Europa League", sagte Wenger am Samstag. "Wir haben die Fragen schon des Öfteren bei der UEFA aufgeworfen: Ist es richtig, Teams auf diese Weise quasi für ihr Versagen zu belohnen?"

Wenger: Wettbewerb wird verzerrt

Der Franzose sieht einen Nachteil für die Vereine, die ins Champions-League-Achtelfinale einziehen, dann ausscheiden und somit überhaupt keine Chance mehr auf eine Trophäe haben. "Wenn man im Achtelfinale ausscheidet, wird man nicht die Europa League versetzt", merkte Wenger an. "Wenn man sich aber nicht dafür qualifiziert, bekommt man die Chance auf den Sieg in der Europa League."

"Viele Teams starten in der Europa League und kämpfen ums Weiterkommen. Und dann, mitten im Wettbewerb, stoßen einige plötzlich dazu und sind potentielle Titelanwärter", so der 63-Jährige.

Er gratuliere dem Rivalen Chelsea, betonte der Arsenal-Coach. "Es schaut noch fantastischer aus, weil sie die Champions League und die Europa League in zwei Spielzeiten nacheinander gewonnen haben", so Wenger, "aber normalerweise darf das nicht passieren."

Arsene Wenger im Steckbrief

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