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Fussball

"Ob Arsenal, Chelsea oder Manchester ist egal"

Von Für SPOX in Stuttgart: Stefan Rommel
Matthieu Delpierre spielt seine sechste Saison für die Schwaben
© Getty

Ex-Trainer Markus Babbel machte ihn in einer seiner letzten Amtshandlungen zum neuen VfB-Kapitän: Matthieu Delpierre. Der französische Innenverteidiger spricht im SPOX-Interview über die erste turbulente Woche im neuen Amt, seine Wunschgegner für das Champions-League-Achtelfinale und die Art seines neuen Trainers Christian Gross.

SPOX: Matthieu Delpierre, wie schwer war diese Partie nach den Vorkommnissen der vergangene Tage für die Mannschaft?

Matthieu Delpierre: Vor dem Spiel macht man sich schon Gedanken, was sein wird. Aber wir wussten, dass wir unter die letzten 16 in Europa kommen konnten und dass wir aggressiv sein mussten.

SPOX: Sie sind seit gut einer Woche der neue Kapitän - wie haben Sie die turbulenten letzten Tage erlebt?

Delpierre: Es waren sehr sehr schwierige Tage, wie ich sie in Stuttgart noch nicht erlebt habe. Es war auch für mich eine Zeit mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen, die ich erstmal verarbeiten musste.

SPOX: Wie hat der neue Trainer die Mannschaft auf dieses wichtige Spiel eingestellt?

Delpierre: Er war sehr selbstbewusst und hat uns das auch spüren lassen. Und er hat uns davon auch etwas abgeben können. Er war in der Ansprache aber sehr vorsichtig, nicht aggressiv oder so. Er hat die richtigen Worte und den richtigen Ton gefunden. Heute hat wieder jeder für den anderen gekämpft.

SPOX: Können Sie Christian Gross beschrieben?

Delpierre: Das ist schwer. Nur so viel: Gross legt auf jeden Fall sehr viel Wert auf Disziplin.

SPOX: Nach dem Sieg gegen Glasgow dachten schon viele an die Trendwende, danach gab es ein 0:4 in Leverkusen. Was muss diesmal anders werden?

Delpierre: Wir brauchen am Sonntag in Mainz dieselbe Einstellung und Bereitschaft wie gegen Unirea. Mainz hat einen Lauf und zu Hause noch gar nicht verloren. Die haben sehr viel Selbstvertrauen. Wir stehen dagegen auf dem Relegationsplatz. Da kann es nur heißen, um jeden Zentimeter und um jeden Punkt zu kämpfen. Weil wir brauchen jeden Punkt. Und egal, wie es läuft: Die Mannschaft muss immer alles geben und aggressiv sein.

SPOX: Wo würden Sie die Stimmung innerhalb der Mannschaft ansiedeln?

Delpierre: Ein bisschen ein Auf und Ab. Das Erfolgserlebnis in der Champions League ist ein positives Signal. Nur müssen wir jetzt auch fokussiert bleiben. Wir brauchen jetzt in der Liga auch so eine Mentalität, dann kommt die Freude irgendwann auch wieder von allein.

SPOX: War Urziceni auch der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt?

Delpierre: Es war ein Endspiel, für beide Mannschaften. Und die hatten wohl weniger zu verlieren als wir. Wir haben vieles richtig gemacht, vor allem in der ersten Halbzeit. Also waren wir gut - und nicht die so schwach.

SPOX: Wie sehen Sie jetzt das Verhältnis zu den Fans?

Delpierre: Den Unmut konnte man verstehen. Es war heute ein Stück Annäherung mit den Fans. So ein Spiel kann einiges wieder zurück bringen. Es ist noch nicht so wie früher. Aber jetzt müssen wir, die Mannschaft, so weitermachen. Wir brauchen die Fans.

SPOX: Im Achtelfinale wartet so oder so ein ganz großer Gegner. Haben Sie einen Wunsch, Ihre Landsleute aus Bordeaux vielleicht?

Delpierre: Auf gar keinen Fall. Die sind so unangenehm zu spielen. Mir gefallen die britischen Stadien, die Fans und die Atmosphäre, also würde ich gerne gegen eine englische Mannschaft spielen. Ob es dann Arsenal, Chelsea oder Manchester wird, ist mir egal.

Matthieu Delpierre im Steckbrief

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