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Fussball

"Wir haben die Erwartungen nicht erfüllt"

SID
© Getty

München - Zwei Niederlage und ein Unentschieden. Der vierte Champions-League-Spieltag verlief aus deutscher Sicht alles andere als erfolgreich. Die Stimmung bei Stuttgart, Schalke und Werder Bremen war nach den Spielen trotzdem grundverschieden.

Premiere hat Stimmen zu den Spielen der deutschen Teams gesammelt: 

Olympique Lyon - VfB Stuttgart 4:2

Horst Heldt (Manager VfB): "Die Art und Weise der Niederlage war nicht notwendig. Hätte Hitzlsperger den Elfmeter verwandelt, wäre es anders ausgegangen. Wir haben aber hinten zu viele Fehler gemacht. Das Ergebnis ist für uns enttäuschend und zeigt, dass wir nicht konkurrenzfähig waren. Wir wollen die letzten beiden Spiele noch positiv gestalten, weil wir uns nicht ohne Punkt aus der Champions League verabschieden wollen."

Armin Veh (Trainer VfB): "Wir haben nach vorne gut gespielt, das hat gut ausgesehen. Wir haben uns in den Zweikämpfen nicht so verhalten, wie das in der CL notwendig ist und haben das Spiel hinten verloren. Der eine hat sich auf den anderen verlassen."

"Wir haben sehr gute Spieler aber bei allen fehlt noch ein Stück. Wir sind nicht in Lyon ausgeschieden, sondern in den Spielen zuvor. Da waren wir deutlich schlechter. Natürlich kann es eine Frage der Qualität sein, wenn wir wie in Glasgow die entscheidenden Zweikämpfe verlieren."

Mario Gomez (VfB Stuttgart): "Die Enttäuschung ist natürlich sehr groß. Es war unsere letzte Chance und wir haben wieder verloren. Nach vorne haben wir guten Fußball geboten, aber hinten haben wir uns zu einfach ausspielen lassen. Wenn man vier Mal in der Champions League verliert, kann man nicht davon sprechen, dass es nur unglücklich war. Es fehlt einfach auch die Klasse und Erfahrung."

Raphael Schäfer (VfB Stuttgart): "Es ist sehr deprimierend. Wir haben uns das alles ganz anders vorgestellt. Jeder in Deutschland ist enttäuscht vom VfB. Wir haben die Erwartungen nicht erfüllt und müssen daraus lernen. Wir haben aber eine junge Mannschaft, die noch viel Potential nach oben hat."

Schalke 04 - FC Chelsea 0:0

Mirko Slomka (Trainer Schalke): "Im Grunde waren wir die bessere Mannschaft und hätten den Sieg verdient gehabt. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, leidenschaftlich um jeden Ball gekämpft und die deutlich besseren Chancen herausgespielt. Wir haben unseren Kritikern gezeigt, dass unsere Mannschaft lebt und einen guten Charakter hat."
Über Schalkes Chancen aufs Weiterkommen: "Minimalziel muss nun sein, in Valencia einen Punkt zu holen und zu Hause Trondheim zu besiegen."

Andreas Müller (Manager Schalke): "Kompliment an die Mannschaft für das tolle Spiel, sie hat einen großen Kampf gegen Chelsea geliefert. Ich habe Leidenschaft, Disziplin und ein sehr gutes Zweikampfverhalten auf dem Platz gesehen. Uns haben das nötige Glück und eine bessere Effektivität vor dem Tor gefehlt, das sind unsere Probleme. Der Ausgang in der Gruppe bleibt weiterhin sehr offen, wir haben noch alle Möglichkeiten. Wenn die Mannschaft an die Leistung gegen Chelsea anknüpft, haben wir eine sehr gute Chance in der Champions League weiterzukommen. Wir müssen aber auch in der Bundesliga an diese Leistung anknüpfen, dann ist mir überhaupt nicht bange."

Heiko Westermann (Schalke): "Wir haben alle ein Riesenspiel geliefert. Leider haben wir das entscheidende Tor nicht gemacht. Aber ich denke, dass wir uns mit dieser Leistung vor niemandem verstecken brauchen. Wir können aus diesem Spiel viel mitnehmen und haben uns den Ärger von der Seele gespielt."

Lazio Rom - Werder Bremen 2:1

Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen): "Es ist schade, dass wir es Lazio Rom so einfach gemacht haben. Wir haben in 90 Minuten nicht zu unserer Leistung gefunden und zu viele Fehler gemacht. Der Motor ist einfach nicht angesprungen, wir haben keine Ruhe und Ballsicherheit gezeigt. Wir dürfen jetzt aber nicht den Fehler machen und sagen, dass durch dieses Spiel etwas furchtbar Schreckliches passiert ist."

Über den Platzverweis von Diego: "Er muss sich erst einmal selbst darüber ärgern, dass er beim Höhepunkt gegen Real Madrid nicht dabei ist. Sicherlich war seine Aktion nicht gut, dass er gegen die Bande getreten hat. Aber auf der anderen Seite muss man festhalten, dass der Gegner während der 90 Minuten Diego zehnmal vom feinsten abrasiert hat."

Über Bremens Chancen aufs Weiterkommen: "Wir brauchen nicht groß rechnen, wir müssen nur gewinnen! Wir haben schon oft erlebt, dass alles möglich ist. Daran glauben wir, ganz sicher!"

Tim Borowski (Bremen): "Die Leistung ist damit begründet, dass wir nicht umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen haben. Das Weiterkommen ist aber immer noch möglich." 

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