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1. FSV Mainz 05 - Union Berlin 1:2: Awoniyi dreht Partie im Alleingang - Kohr fliegt spät

SID
1. FSV Mainz 05, Union Berlin

Union Berlin meistert den Tanz auf drei Hochzeiten hervorragend und knüpft in der Bundesliga an seine starke Vorsaison an. Dank eines Doppelschlags von Taiwo Awoniyi (69./73.) an alter Wirkungsstätte gewannen die Köpenicker mit 2:1 (0:1) beim FSV Mainz 05 und kletterten auf Platz sieben.

Drei Tage nach dem Sieg gegen Maccabi Haifa (3:0) in der Conference League brach Union auch seinen Auswärtsfluch in der Liga und holte erstmals seit Februar wieder einen Dreier in der Fremde.

Mit zwölf Punkten aus sieben Spielen ist die Mannschaft von Trainer Urs Fischer genauso gut unterwegs wie in der erfolgreichen vergangenen Spielzeit. Die Mainzer (10 Punkte), die durch den von Union ausgeliehenen Marcus Ingvartsen (39.) in Führung gegangen waren, müssen nach ihrem überzeugenden Saisonstart hingegen endgültig abreißen lassen und rutschten nach dem dritten Spiel in Folge ohne Sieg auf Platz neun ab. In der Schlussphase sah Dominik Kohr (90.+2) zudem die Gelb-Rote Karte.

"Für uns sind die drei Punkte am wichtigsten. Mein erstes Tor, hat mir am besten gefallen. Es war ein guter Kampf von beiden Teams, am Ende haben wir unsere Chancen genutzt", sagte Awoniyi. FSV-Sportdirektor Martin Schmidt sagte: "Wir haben uns mit zwei Kontern ausspielen lassen, das ist sehr ärgerlich. Heute haben die ehemaligen Spieler gegen die Ex-Klubs getroffen, leider hat der Ex-Mainzer zweimal getroffen."

St. Juste scheidet verletzt aus

Mainz-Coach Bo Svensson hatte zwischen den Konkurrenten viele Parallelen ausgemacht und vor allem das "körperlich intensive" Spiel hervorgehoben. Genau so gingen beide Teams auch zu Werke - weil sich Mainz und Union aber zunächst weitgehend neutralisierten, entwickelte sich vor 16.000 Zuschauern eine umkämpfte Partie, die erst in der zweiten Hälfte Fahrt aufnahm.

Schon nach 17 Minuten musste der Mainzer Innenverteidiger Jeremiah St. Juste verletzt vom Feld - eine weitere Schwächung für die ohnehin schon stark ersatzgeschwächte Abwehr um Jubilar Stefan Bell, der als zweiter Spieler nach Nikolce Noveski die Marke von 200 Bundesligaeinsätzen für den FSV knackte.

Mainz: Ingvartsen trifft bei Startelfdebüt gegen Ex-Klub

Bis zu den ersten guten Gelegenheiten dauerte es lange. Awoniyi (23.) schlug aus guter Position über den Ball, auf der Gegenseite ging Anderson Lucoquis Schuss (27.) weit vorbei. Kurz darauf wurde Union dann aber vom alten Bekannten Ingvartsen geschockt, der sein Startelfdebüt in Mainz gab und nach Vorarbeit von Karim Onisiwo freistehend einschob.

Nach der Pause kam Union deutlich schwungvoller zurück aufs Feld, bei der Doppelchance durch Julian Ryerson (48.) wurden aber beide Schüsse geblockt. Svensson ärgerte sich an der Seitenlinie heftig über die Unkonzentriertheiten seiner Defensive. Und er sah immer stärkere Gäste, Awoniyi (60.) und Max Kruse (61.) verzogen nur hauchdünn.

Dann schlug die große Stunde von Awoniyi, der die Bundesliga-Treffer 100 und 101 für Union erzielte. Awoniyi hatte in der Saison 2019/20 noch in Mainz gespielt - nach der Leistungssteigerung durchaus verdient, auch wenn Mainz in einer hektischen Schlussphase nochmal alles nach vorne warf.

Mainz - Union: Die Aufstellungen

Mainz: Zentner - Widmer, Bell, St. Juste (20. Nemeth) - Brosinski (76. Niakhate), Barreiro (76. Stöger), Kohr, Lucoqui - Burkardt (67. Stach), Ingvartsen (67. Boetius) - Onisiwo. - Trainer: Svensson

Berlin: Luthe - Friedrich, Knoche, Jaeckel - Khedira - Ryerson, Gießelmann - Prömel, Haraguchi (62. Behrens) - Awoniyi (82. Voglsammer), Kruse (82. Möhwald). - Trainer: Fischer

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