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Fussball

VfL Bochum - VfB Stuttgart 0:0: VAR-Wirbel und wenig Offensiv-Power - VfL und VfB treten auf der Stelle

Von SID
VfL Bochum, VfB Stuttgart

Aufsteiger VfL Bochum musste sich gegen den VfB Stuttgart mit einer Nullnummer begnügen und steckt im Tabellenkeller fest.

Leon Goretzka klatschte auf der Tribüne Beifall, doch Thomas Reis stapfte mit ernster Miene über den Rasen.

Nach dem 0:0 gegen den VfB Stuttgart steckt Rückkehrer VfL Bochum schon früh im Tabellenkeller der Bundesliga fest. Die Fans munterten die Spieler acht Tage nach der 0:7-Rekordpleite bei Bayern München aber ebenso wie der Ex-Bochumer Goretzka auf. Mit nur vier Punkten aus den ersten sechs Spielen steht der VfL auf einem Abstiegsplatz.

Die Schwaben, die nur zwei Zähler aus den letzten fünf Partien holten, haben lediglich einen Punkt mehr auf dem Konto. Zumindest konnten beide Teams vor 15.300 Zuschauern ihre Gegentorflut der letzten Wochen stoppen.

VfB-Sportdirektor Mislintat: "Wir müssen das 0:0 nehmen"

Offensiv läuft wenig: Ohne den verletzten Stürmer Simon Zoller, der an allen bisherigen vier Toren beteiligt war, fehlt Bochum die Durchschlagskraft. Auch Stuttgart vermisst die Angreifer Sasa Kalajdzic und Silas Katompa Mvumpa schmerzlich. "Wir müssen das 0:0 nehmen", sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat: "Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht."

Nach der höchsten Bundesliga-Niederlage in der Vereinsgeschichte hatte Bochums Trainer Reis auf vier Positionen umgestellt - vor allem in der Defensive. Sein VfB-Kollege Pellegrino Matarazzo konnte Abwehrspieler Waldemar Anton nach abgesessener Rotsperre wieder einsetzen, tauschte gegenüber dem 1:3 gegen Bayer Leverkusen insgesamt drei Spieler aus und stellte auf Viererkette um.

"Die Gegenspieler aufzufressen im Strafraum", forderte Matarazzo vor dem Anpfiff bei DAZN von seinen Spielern in der Defensive, nachdem er schon unter der Woche nach zwölf Gegentoren in den ersten fünf Partien die "absolute Konsequenz im Verteidigen" angemahnt hatte. Reis wollte von seinem Team "wieder ein anderes Gesicht" sehen.

VfL Bochum aggressiv - Tor für VfB Stuttgart aberkannt

Auch wenn Stuttgart durch einen Kopfball von Konstantinos Mavropanos die erste Chance hatte (4.), war der Willen zur Wiedergutmachung beim VfL unter den Augen des Ex-Bochumers Leon Goretzka zu spüren. Vor allem über den linken Flügel mit dem schnellen Gerrit Holtmann kamen die Bochumer immer wieder hinter die VfB-Kette, doch wie schon beim 1:3 gegen Hertha BSC fehlte den Flanken die Genauigkeit.

Die spielerisch deutlich besseren Stuttgarter hatten mit der Aggressivität der Gastgeber Probleme. Die erste wirklich gelungene Offensivkombination brachte der VfL zustande, doch Eduard Löwen scheiterte an Keeper Florian Müller (18.). Es blieb die einzige in der ersten Halbzeit, trotz immer größerer Spielanteile der Bochumer.

Matarazzo reagierte und brachte zur zweiten Hälfte in Chris Führich und Erik Thommy zwei neue Offensivkräfte. Führich leistete prompt die Vorarbeit zur vermeintlichen Führung, doch der Treffer von Mavropanos wurde nach Videobeweis wegen Handspiels zurückgenommen (55.). Plötzlich häuften sich die Chancen auf beiden Seiten, der Unterhaltungswert stieg.

VfL Bochum - VfB Stuttgart: Die Aufstellungen

  • VfL Bochum: Riemann - Bockhorn, Bella Kotchap, Masovic, Soares - Losilla (84. Stafylidis), Rexhbecaj - Antwi-Adjei (71. Asano), Löwen (78. Tesche), Holtmann (84. Blum) - Polter
  • VfB Stuttgart: Müller - Anton, Karazor, Mavropanos (85. Kempf) - Klimowicz (45. Führich), Mangala (85. Didavi), Endo, Sosa - Al Ghaddioui (45. Thommy), Marmoush, Coulibaly (85. Massimo)
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