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Fussball

VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen 1:3: Dank Blitzstart und Wirtz! Zehn Leverkusener gewinnen in Stuttgart

SID
VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen

Eine Stunde in Überzahl, trotzdem nicht gewonnen: Der VfB Stuttgart unterliegt Bayer Leverkusen mit 1:3 (1:2), weil die beeindruckend robuste Werkself unter anderem einen Florian Wirtz in ihren Reihen hat.

Nach 90 hitzigen Minuten fehlte den zehn verbliebenen Spielern von Bayer Leverkusen fast die Kraft zum Jubeln. Eine Stunde lang hatte die robuste Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane beim VfB Stuttgart in Unterzahl bestehen müssen, doch nicht zuletzt der herausragende Jung-Nationalspieler Florian Wirtz sorgte dafür, dass die Werkself mit einem verdienten 3:1 (2:1) die Heimreise antrat - wie eigentlich immer in den vergangenen Jahren, wenn die Rheinländer nach Schwaben fuhren.

Bayer-Torhüter Lukas Hradecky sprach nach Schlusspfiff von "einer hässlichen Leistung" seiner Mannschaft. "Es tut mir fast schon leid, wie wir in der zweiten Hälfte gespielt haben, aber so muss man mit einem Mann weniger spielen", sagte der Slowake am DAZN-Mikrofon.

Innenverteidiger Jonathan Tah lobte derweil Wirtz, der vor den Augen von Bundestrainer Hansi Flick mit einem Tor und einem Assist überzeugte. "Mich hat fasziniert, wie er vorne für die Mannschaft gearbeitet hat", sagte Tah über seinen Teamkollegen.

Wirtz setzte mit seinem Treffer in der 70. Minute bereits den Schlusspunkt in einer Partie, in der Leverkusen durch Robert Andrich nach 90 Sekunden und Patrik Schick (19.) schnell geführt hatte, und die nach dem Platzverweis für Andrich nach einem brutalen Foul an Tanguy Coulibaly (32.) aber noch zugunsten des VfB zu kippen drohte.

Wirtz bei Bayer 04 wieder im Fokus

Ehe Wirtz nach einer unwiderstehlichen Balleroberung ein Solo mit dem dritten Tor für Bayer abschloss, hatte der 18-Jährige mit großem Einsatz, schnellem Antritt und großer Übersicht bereits Schick das zwischenzeitliche 2:0 aufgelegt. Mit seiner siebten direkten Torbeteiligung in dieser Saison nahm er den stürmischen, aber planlos angreifenden Stuttgartern vollends den Wind aus den Segeln.

Dabei hatte Stuttgart vor 23.450 Zuschauern nach einem schwachem Beginn beste Chancen zum Sieg, schlussendlich mangelte es der Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo allerdings an der fehlenden Durchschlagskraft.

Die Schwaben sind damit seit dem 5:1 am ersten Spieltag gegen Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth sieglos. Bayer hält sich dagegen weiter in der Spitzengruppe der Bundesliga.

Leverkusens Trainer Gerardo Seoane hatte nach dem 2:1 in der Europa League gegen Ferencvaros Budapest gleich fünf Änderungen vorgenommen, die Hereinnahme von Andrich und Mitchel Bakker zahlte sich zunächst aus: Andrich köpfte eine Flanke von Bakker unhaltbar ins Tor.

Bayer war bissig, spielte mit mehr Tempo und Zug zum Tor - und legte nach. Nach dem Platzverweis war Stuttgart aber sofort hellwach und kam zügig zum Ausgleich: Mangala staubte ab, nachdem Hradecky einen Kopfball von Konstantinos Mavropanos grandios pariert hatte.

Anschließend versuchte die Werkself meist mit Erfolg, dem Sturm und Drang des VfB mit Ruhe und Kontern zu begegnen.

Hier geht's zum Liveticker zum Nachlesen.

VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen : Die Trainer-Stimmen

Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Wir sind nicht ins Spiel reingekommen, bis zur Roten Karte war Leverkusen die bessere Mannschaft, wir haben wenig kreieren können. Nach der Roten Karte war es ein Stück weit ein anderes Spiel. In der zweiten Halbzeit haben wir uns allerdings schwer getan, Chancen zu kreieren. Leverkusen war sehr clever mit seinem Verhalten, den Rhythmus zu brechen und das Spiel zu beruhigen. Unter dem Strich bin ich sicher nicht zufrieden mit der Leistung, wir wollen mehr, wir können mehr, wir brauchen mehr Zielstrebigkeit."

Gerardo Seoane (Trainer Bayer Leverkusen): "Großes Kompliment an die Mannschaft für diese unglaubliche Solidarität in Unterzahl. In der ersten Halbzeit hatten wir erst eine gute Struktur, wir waren extrem effizient, wir waren immer wieder am Drücker. Nach der Roten Karte haben wir schwierige Momente erlebt. In den 60 Minuten danach war viel zu lernen. Wir mussten kompakt stehen, gemeinsam verteidigen, das ist nicht das, was wir machen wollen, aber wir haben das sehr gut umgesetzt, auch die Offensivspieler haben sehr gut verteidigt."

VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen: Die Aufstellungen

  • Stuttgart: F. Müller - Mavropanos, Ito , Kempf - Karazor , Sosa, Massimo , W. Endo, Mangala , Coulibaly - Marmoush
  • Leverkusen: Hradecky - Frimpong , Kossounou, Tah, Bakker - Andrich , C. Aranguiz , Bellarabi , Wirtz , Diaby - Schick
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