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Fussball

RB Leipzig - FC Augsburg 4:0: RB schießt sich Europacup-Frust von der Seele

Von SID
Andre Silva bejubelt sein Tor für RB Leipzig beim Sieg gegen den FC Augsburg am 33. Spieltag der Bundesliga.

Die Königsklasse ruft! Angeführt von Christopher Nkunku hat RB Leipzig den Europapokal-Blues bravourös abgeschüttelt und sich vor dem Saisonfinale in die Pole Position im Champions-League-Rennen geschossen. Gegen den FC Augsburg gewann der Vizemeister am 33. Spieltag der Bundesliga letztlich eindrucksvoll mit 4:0 (1:0). Und dies nur drei Tage, nachdem er im Halbfinale der Europa League bei den Glasgow Rangers bitter ausgeschieden war.

Nachdem seine Mannschaft eindrucksvoll Wiedergutmachung für die Europa-League-Schmach betrieben hatte, versprach Peter Gulacsi den glückseligen Fans von RB Leipzig spontan Freibier für den Abend. "Wir haben noch zwei wichtige Spiele. Da zählen wir auf eure Unterstützung", sagte der Kapitän in Richtung der jubelnden Anhänger: "Wir wollen nächste Woche die Champions League klar machen, und dann haben wir ein großes Highlight in Berlin, wo wir den Pott nach Leipzig holen wollen."

Zuvor hatte Leipzig beim 4:0 (1:0) gegen den FC Augsburg die perfekte Antwort auf das bittere Aus im Europa-League-Halbfinale gegen die Glasgow Rangers gegeben. Der überragende Christopher Nkunku (48./57.) glänzte mit seinen Saisontreffern 19 und 20, während Andre Silva (40.) Leipzig im ersten Durchgang auf Kurs gebracht hatte. Später jubelte auch noch Emil Forsberg (64./Foulelfmeter nach Videobeweis).

Durch den Sieg sprang RB, das nach zwei Liga-Niederlagen wieder um das Königsklassen-Ticket hatte zittern müssen, in der Tabelle vor dem 34. Spieltag zurück auf Champions-League-Rang vier. Bei 57 Punkten steht RB zwei Zähler vor dem Fünften SC Freiburg. Zum Saisonfinale am kommenden Samstag (15.30 Uhr) liefern sich Leipzig und die Breisgauer, die auch im DFB-Pokalfinale am 21. Mai aufeinander treffen, ein Fernduell um Rang vier.

Kurz vor Schluss wechselte RB-Coach Domenico Tedesco sogar noch Ersatztorhüter Philipp Tschauner, der nach dieser Saison seine Karriere beenden wird, ein. "Wir haben richtig schlecht gespielt und auf den Sack bekommen. Hintenraus war es mir teilweise ein bisschen peinlich, dass sie den Ball rausspielen und den Torhüter auswechseln. Das war eine Art Vorführung", sagte Augsburgs Niklas Dorsch bei DAZN. Die Niederlage sei auch in der Höhe absolut verdient gewesen, meinte der Mittelfeldspieler.

Nach der ernüchternden Schottland-Reise unter der Woche hatte RB-Boss Oliver Mintzlaff sich am Sonntag im Sport1-Doppelpass zuversichtlich in Sachen Königsklasse gezeigt. "Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen werden", sagte er. Dafür wechselte Trainer Domenico Tedesco auf vier Positionen durch. Forsberg, der in Glasgow 90 Minuten auf der Bank gesessen hatte, begann unter anderem.

Doch Dampf machten zu Beginn die Gäste. Nach nur zwölf Sekunden durfte Augsburgs Mads Pedersen im Strafraum volley abziehen, RB-Torwart Peter Gulacsi wehrte zur Ecke ab. Die Gastgeber waren alarmiert und mühten sich, über Ballbesitz zu ihrer Sicherheit zu finden. Zu selten attackierte Leipzig zu Anfang die Tiefe so gefährlich wie in der sechsten Minute, als Silva eine Flanke von Nordi Mukiele völlig frei verstolperte.

RB Leipzig - FC Augsburg: Forsberg trifft vom Punkt

Augsburg investierte in dieser Phase kaum noch Energie in eigene Angriffe und RB kam besser durch. Es fehlte den Sachsen in den ersten 45 Minuten aber allgemein an der Konsequenz in der Offensive, ehe der Ball nach einer Verkettung unglücklicher Abwehraktionen der Augsburger bei Silva landete: Der Portugiese schloss aus 18 Metern zur erlösenden Führung ab. Und nach der Pause drehen Nkunku und Co. so richtig auf.

Zunächst brach Mukiele in den Strafraum durch und setzte Nkunku in Szene, der nur noch einschieben musste. Fast deckungsgleich fiel das 3:0. Wieder passte der aufgerückte Mukiele auf Nkunku und der französische Nationalspieler blieb eiskalt. Hatte in der Folge noch Silva (61.) die Chance zu erhöhen und schoss nur knapp daneben, zielte Forsberg genauer. Nachdem Mukiele bei einer Ecke zu Fall kam, zeigte Schiedsrichter Bastian Dankert nach Ansicht der Videobilder auf den Elfmeterpunkt - und Forsberg traf sicher links unten.

RB Leipzig - FC Augsburg: Die Stimmen

Domenico Tedesco (Trainer RB Leipzig): "Es war kein leichtes Spiel von Beginn an. Der Start war sehr holprig und nervös. In zwei, drei Situationen rutschen wir im Aufbau aus. Umso bemerkenswerter ist es, wie wir dann ins Spiel gefunden haben. Es war eine gute Reaktion. Ein Halbfinale im internationalen Wettbewerb verlierst du nicht alle Tage."

Markus Weinzierl (Trainer FC Augsburg): "Der Sieg geht natürlich in Ordnung. Über das Spiel will ich eigentlich gar nicht reden. Glückwunsch an meine Mannschaft für den geschafften Klassenerhalt durch das Ergebnis bei den Bayern."

RB Leipzig - FC Augsburg: Die Aufstellungen

Leipzig: Gulacsi (88. Tschauner) - Klostermann, Orban, Halstenberg - Mukiele, Laimer (71. Adams), Kampl, Henrichs - Forsberg (71. Szoboszlai), Nkunku (78. Olmo) - Silva (71. Poulsen). - Trainer: Tedesco

Augsburg: Gikiewicz - Gouweleeuw, Oxford, Uduokhai - Caligiuri (79. Gumny), Gruezo (46. Arne Maier), Dorsch, Günther - Niederlechner (57. Pepi), Gregoritsch (57. Hahn), Pedersen (79. Zeqiri). - Trainer: Weinzierl

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)

Tore: 1:0 Silva (40.), 2:0 Nkunku (48.), 3:0 Nkunku (57.), 4:0 Forsberg (64., Foulelfmeter)

Zuschauer: 37.029

Gelbe Karten: Forsberg (2), Tedesco (Trainer) - Gouweleeuw (9), Günther

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