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Fussball

VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 1:1: Stuttgart muss um den Klassenerhalt zittern

Von SID
VfB Stuttgart, VfL Wolfsburg

Der VfB Stuttgart taumelt weiter dem vierten Bundesliga-Abstieg entgegen. Die Schwaben sicherten sich dank des späten Treffers von Chris Führich (89.) beim 1:1 (0:1) gegen den nun auch rechnerisch geretteten VfL Wolfsburg zwar einen Punkt, das rettende Ufer allerdings ist zwei Spieltage vor Schluss vier Punkte weg. Der Treffer zum Ausgleich entsprang einer Joker-Kooperation, denn Flanke kam von Youngster Enzo Millot.

Pellegrino Matarazzo klatschte sichtlich geschlaucht mit Sven Mislintat ab, doch zum Durchatmen war beim VfB Stuttgart keine Zeit: "Nie mehr 2. Liga", gab die Cannstatter Kurve die Richtung vor, aber den Schwaben droht weiter der vierte Bundesliga-Abstieg.

Das 1:1 (0:1) gegen den geretteten VfL Wolfsburg, das Joker Chris Führich mit seinem späten Treffer (89.) sicherte, half kaum. "Im Abstiegskampf ist jeder Punkt wichtig, das gute Gefühl nehmen wir mit", sagte Führich bei Sky, doch Sasa Kalajdzic meinte: "In unserer Situation ist es zu wenig."

Das rettende Ufer ist zwei Spieltage vor Schluss vier Punkte weg, der Vorsprung auf die Abstiegsränge für den seit fünf Spielen sieglosen VfB mit zwei Zählern sehr dünn. Das Restprogramm hat es mit Spielen bei Meister FC Bayern und gegen Europacup-Aspirant 1. FC Köln in sich.

Der Ausgleich entsprang einer Kooperation der Eingewechselten, nach der Flanke von Youngster Enzo Millot vollstreckte Führich am langen Pfosten. Der starke John Anthony Brooks (13.) entledigte die Wölfe mit seinem Tor vor 52.230 Fans der letzten Abstiegssorgen.

Geschäftsführer Jörg Schmadtke sagte nach dem erreichten "Minimalziel" bei Sky, dass Wolfsburg mit Trainer Florian Kohfeldt (Vertrag bis 2023) in die kommende Saison gehen wolle. Dass die Spielzeit "nicht zufriedenstellend" verlaufen sei, sei nicht allein dem Coach anzulasten: "Er hat die Mannschaft dahin geführt, wo wir sie am Ende hin haben wollten."

Der VfB zeigte viel Einsatz, spielerisch aber gelang der auf drei Positionen veränderten Elf wenig bis nichts. Nationalspieler Lukas Nmecha vergab eine gute Gästechance (10.), ehe Brooks zu seinem ersten Saisontor kam: Er lief bei einem Eckball von Maximilian Arnold völlig unbehelligt durch den Strafraum und köpfte nach leichtem Schubser gegen Waldemar Anton aus fünf Metern ein.

VfB Stuttgart: Kalajdzic bekommt zu wenig Bälle

Wolfsburg, das kurzfristig auf Verteidiger Sebastiaan Bornauw (Rücken) verzichten musste, ließ Stuttgart bald mehr Räume. Die Schwaben schienen von dem Fakt, nun plötzlich das Spiel machen zu müssen, aber überfordert. Erst zum Ende der ersten Hälfte kamen sie stärker auf, Kapitän Wataru Endo (39.) und Tiago Tomas (42.) verpassten den Ausgleich.

Auch nach dem Seitenwechsel überließ der VfL den Hausherren meist den Ball - es drohte ja kaum Gefahr. Das blieb auch Matarazzo nicht verborgen, der in Chris Führich und Philipp Förster zwei frische Offensivkräfte brachte (57.).

Das einzige Rezept bestand aber weiter aus Flanken von Borna Sosa, die viel zu selten ein Ziel fanden. Der vielfach umworbene Stürmer Sasa Kalajdzic bekam wenige Bälle und hielt fast keinen.

In einer Kopie der Gästeführung hätte Brooks erneut per Kopf nach einer Ecke beinahe auf 2:0 erhöht (65.). Es war einer der immer selteneren VfL-Ausflüge in den gegnerischen Strafraum, auch Max Kruse war in seinem 300. Bundesligaspiel kein Faktor.

VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg: Die Stimmen

Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Wir haben uns den Mut und die Entschlossenheit erarbeiten müssen im Laufe des Spiels, da gab es mehrere Schwachstellen. Aber wir sind besser geworden, auch mit den Wechseln. Der Ausgleich war verdient. Nur ein Punkt, das tut ein bisschen weh, aber wir machen weiter und versuchen, in München anzugreifen."

Florian Kohfeldt (Trainer VfL Wolfsburg): "Wenn zu Beginn der Saison jemand gesagt hätte, dass wir am drittletzten Spieltag den Klassenerhalt perfekt machen, wäre niemand in Wolfsburg zufrieden gewesen - und insgesamt war es auch nicht zufriedenstellend. Aber das ist eine Leistung, die ich nicht kleinrede, wir waren alle sehr angespannt in den letzten Wochen und fliegen mit einem guten Gefühl nach Haue."

VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg: Die Aufstellungen

Stuttgart: Florian Müller - Mavropanos, Anton, Ito - Tiago Tomas, Endo, Karazor (84. Millot), Sosa - Marmoush (57. Förster), Kalajdzic, Thommy (57. Führich). - Trainer: Matarazzo

Wolfsburg: Casteels - Baku, Lacroix, Brooks, Roussillon (80. van de Ven) - Arnold - Schlager, Gerhardt (72. Vranckx) - Kruse (90.+2 Philipp) - Wind, Lukas Nmecha (73. Felix Nmecha). - Trainer: Kohfeldt

Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)

Tore: 0:1 Brooks (13.), 1:1 Führich (89.)

Zuschauer: 52.230

Gelbe Karten: Sosa (4), Endo (4), Karazor (6) - Schlager (2), Lukas Nmecha (3)

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