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Fussball

SC Freiburg - Borussia Mönchengladbach 3:3: Später Dämpfer für Freiburgs CL-Träume

Von SID
Vincenzo Grifo traf für Freiburg per Elfmeter gegen Gladbach.

Der SC Freiburg musste sich trotz einer Aufholjagd mit einem 3:3 (0:2) gegen Borussia Mönchengladbach begnügen. Im Kampf um die Königsklasse war es ein bitterer Rückschlag.

Die Spieler sanken nach dem Abpfiff enttäuscht zu Boden, Trainer Christian Streich versuchte sich als Tröster: Vier Tage nach ihrem Finaleinzug haben die Pokalhelden des SC Freiburg im Kampf um ihre erstmalige Teilnahme an der Champions League einen Rückschlag erlitten. Der Last-Minute-Treffer von Lars Stindl (90.+3) beim 3:3 (0:2) bei Borussia Mönchengladbach schmerzte.

"Es ist extrem bitter, dass wir in der letzten Minute das Spiel herschenken", sagte Kapitän Christian Günter im SWR-Radio: "Aber es hilft nichts, wir müssen weitermachen. Wir haben immer noch alles zu gewinnen in dieser Saison. Aber heute ist natürlich ein Wermutstropfen dabei." Der Rückstand auf den begehrten vierten Platz beträgt drei Spieltage vor Saisonende in der Fußball-Bundesliga zwei Punkte.

Vincenzo Grifo per Foulelfmeter (49.), Günter (61.) und Philipp Lienhart (80.) drehten nach dem schnellen Rückstand durch Ramy Bensebaini per Handelfmeter (3.) und Breel Embolo (13.) die Begegnung. Doch dann traf der eingewechselte Stindl zum Ausgleich. Die Borussen konnten damit immerhin teilweise Wiedergutmachung für die Klatsche im Hinspiel (0:6) und die zurückliegende Derby-Niederlage gegen den 1. FC Köln (1:3) betreiben.

Die 34.700 Zuschauer im ausverkauften Freiburger Stadion - inklusive Ex-Bundestrainer Joachim Löw - sahen bereits nach elf Sekunden die erste strittige Szene. Als Folge eines Handspiels von Nicolas Höfler entschied Schiedsrichter Benjamin Brand (Unterspiesheim) nach Videostudium auf Strafstoß für die Gäste. Bensebaini ließ sich die Chance vom Punkt nicht nehmen.

Zehn Minuten später wurden die um den Ausgleich bemühten Freiburger ausgekontert. Nach einem Ballverlust von Woo-Yeong Jeong setzte Jonas Hofmann geschickt Embolo ein. Der Schweizer schüttelte den mit Borussia Dortmund in Verbindung gebrachten deutschen Nationalspieler Nico Schlotterbeck ab und überwand SC-Torwart Mark Flekken.

Freiburg dreht die Partie

Die Gastgeber, die ohne Nils Petersen, Manuel Gulde, Yannik Keitel und Kevin Schade auskommen mussten, ließen sich den Schock der schnellen Gegentore nur kurz anmerken. Der Ex-Borusse Grifo hatte den Anschlusstreffer auf dem Fuß (15.).

In der Folge verteidigten die Gladbacher, bei denen Matthias Ginter, Laszlo Benes und Marvin Friedrich fehlten, geschickt die Führung. Torwart Yann Sommer musste kaum brenzlige Situationen überstehen.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte Streich in Lucas Höler und Noah Weißhaupt zwei neue Offensivkräfte. Nur Sekunden später gab es erneut einen strittigen Strafstoß nach Videobeweis - diesmal für den SC nach Foul von Stefan Lainer an Höfler. Grifo verwandelte souverän.

Nach dem Treffer drängten die Freiburger auf den Ausgleich. Das Tor von SC-Kapitän Günter aus der Distanz schien allerdings nicht unhaltbar. Lienhart sorgte nach einer Ecke für die Führung, es war bereits das 23. Standard-Tor der Freiburger in dieser Saison - doch dann traf Joker Stindl zum Ausgleich.

SC Freiburg - Borussia M'gladbach: Die Daten zum Spiel

Freiburg: Flekken - Kübler (85. Schlotterbeck), Lienhart, Schlotterbeck, Günter - Maximilian Eggestein, Höfler - Sallai (89. Haberer), Grifo - Jeong (46. Weißhaupt, 55. Schmid), Demirovic (46. Höler). - Trainer: Streich

Mönchengladbach: Sommer - Beyer (85. Herrmann), Elvedi, Bensebaini - Lainer (69. Scally), Kone, Netz - Hofmann, Neuhaus (69. Noß) - Embolo, Plea (73. Stindl). - Trainer: Hütter

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Unterspiesheim)

Tore: 0:1 Bensebaini (3. Handelfmeter nach Videobeweis), 0:2 Embolo (13.), 1:2 Grifo (49. Foulelfmeter nach Videobeweis), 2:2 Günter (61.), 3:2 Lienhart (80.), 3:3 Stindl (90.+3)

Gelbe Karten: Maximilian Eggestein (2) - Plea (4), Kone (9), Stindl (8), Bensebaini (6)

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