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Fussball

Hertha BSC - TSG Hoffenheim 3:0: Befreiungsschlag auch ohne Magath: Berlin feiert ersten Sieg nach drei Monaten

Von SID
Hertha BSC, TSG Hoffenheim

Auch ohne Felix Magath an der Seitenlinie gewinnt Hertha BSC das erste Spiel unter dem neuen Cheftrainer und stoppt mit dem 3:0 gegen die TSG Hoffenheim die Talfahrt.

 

"Oh wie ist das schön", schallte es durch das Olympiastadion. Die Berliner Fans feierten ihre Spieler, die den ersten Sieg des Jahres mit großer Erleichterung bejubelten. Nach monatelanger Tristesse und Verzweiflung ist mit "Quälix" Felix Magath bei Hertha BSC die Freude am Fußball zurückgekehrt - obwohl er gar nicht dabei war.

"Bei uns hat's unter der Woche klick gemacht nach dem Trainerwechsel", sagte Mittelfeldspieler Marco Richter nach dem erlösenden 3:0 (1:0) gegen die TSG Hoffenheim bei Sky und verriet, das der neue Chefcoach sein Team vor dem Spiel und in der Halbzeitpause per Facetime eingestimmt hatte.

Der mit dem Coronavirus infizierte Trainer verfolgte im Hotelzimmer das Spiel. Sein Assistent Mark Fotheringham gab an der Seitenlinie lautstark und gestenreich die Anweisungen, hüpfte herum wie ein Gummiball und herzte nach dem Schlusspfiff seine neuen Schützlinge ausgiebig.

"Der ist Wahnsinn", sagte Niklas Stark über den schottischen Co-Trainer und resümierte: "Es ist eine brutale Erleichterung für die Fans und für uns. Man merkt, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht."

Nach fünf Niederlagen in Folge stoppte Hertha die Talfahrt und verließ die direkten Abstiegsränge. Für die in Sachen Taktik und Einstellung deutlich verbesserten Berliner trafen Stark (39.), Ishak Belfodil (63.) sowie der Hoffenheimer David Raum mit einem Eigentor (74.) - jeweils nach einer Standardsituation.

Hertha trifft aus dem Nichts zum 1:0

Die Hoffenheimer enttäuschten vor rund 25.000 Zuschauern und mussten nach fünf Spielen ohne Niederlage wieder einen Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze einstecken.

Auf beiden Seiten sorgte Corona für kurzfristige Ausfälle. Während bei den Hoffenheimern Pavel Kaderabek, Florian Grillitsch und Ihlas Bebou wegen positiver Tests die Reise nach Berlin nicht antreten konnten, fiel bei Hertha neben Magath auch Mittelfeldspieler Vladimir Darida aus.

Die Berliner stemmten sich gegen den Negativtrend und begannen druckvoll und aggressiv. Damit zwangen sie die Hoffenheimer zu Fehlern - so wie beim katastrophalen Fehlpass von Jacob Bruun Larsen, der zur ersten guten Torchance für Hertha durch Richter führte (8.).

Mit zunehmender Spieldauer konnten sich die Gäste jedoch etwas besser freispielen, vor allem über die linke Seite mit Nationalspieler Raum liefen gefährliche Angriffe. In der 25. Minute hätte Larsen für die TSG treffen müssen, doch dem Dänen versagten aus fünf Metern freistehend vor dem Tor die Nerven.

Als das Spiel etwas dahinzuplätschern drohte, sorgte Stark mit seinem Kopfballtor nach einer Ecke für großen Jubel im Stadion. Der Linienrichter hatte zunächst auf Abseits entschieden, dank des VAR wurde der Treffer mit etwas Verzögerung aber zu Recht anerkannt.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Hoffenheimer zwar den Druck, doch ihnen fiel es schwer, sich gegen die gut gestaffelte Hertha-Abwehr Torchancen herauszuspielen. TSG-Trainer Sebastian Hoeneß reagierte und brachte nach einer Stunde in Munas Dabbur einen weiteren Offensivspieler. Doch die weiteren Tore schossen die Berliner, die sich im Zweikampf oft cleverer anstellten.

Hertha - Hoffenheim: Die Aufszellungen

Berlin: Schwolow - Pekarik, Boyata, Kempf, Plattenhardt - Stark - Richter (82. Kade), Tousart (90.+1 Dardai), Ascacibar (90.+1 Gechter), Serdar (68. Mittelstädt) - Belfodil (81. Selke). - Trainer: Fotheringham

Hoffenheim: Baumann - Posch, Vogt, Akpoguma (77. Che) - Bruun Larsen, Stiller, Geiger (62. Dabbur), Raum (88. John) - Baumgartner (88. Nordtveit) - Rutter (77. Bischof), Kramaric. - Trainer: Hoeneß

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