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Fussball

Eintracht Frankfurt - VfL Bochum 2:1: Europapokal-Plätze in Sicht! SGE dreht Rückstand

SID
Frankfurt gewann gegen Bochum.

Nach vier Heimpleiten hat Eintracht Frankfurt wieder zu Hause gewonnen. Beim 2:1 gegen den VfL Bochum drehten die Hessen im zweiten Durchgang das Spiel.

Als die Frankfurter sich auf die Ehrenrunde machten, sangen die Fans schon wieder vom Europacup. Der Arbeitssieg in der Bundesliga war schnell abgehakt, die Freude auf den nächsten Höhepunkt in der Europa League groß. "Die Leichtigkeit und das Selbstvertrauen sind zurück", sagte Eintracht-Mittelfeldspieler Djibril Sow nach dem 2:1 (0:1) gegen den VfL Bochum bei DAZN: "Jetzt kommen geile Spiele."

Vor dem Achtelfinalrückspiel gegen Betis Sevilla beendete Frankfurt die Serie von vier Heimpleiten, mit einem Doppelschlag innerhalb von sechs Minuten - nach 381 Minuten im eigenen Stadion ohne Tor. Ein Eigentor von Bochums Erhan Masovic (46.) und der Treffer von Daichi Kamada (52.) drehten das Spiel zugunsten der Hessen, die den Schwung vom starken 2:1 in Sevilla mitnahmen.

"Wir haben wieder die Kaltschnäuzigkeit an den Tag gelegt", meinte Sow, "wir machen die Tore wieder im richtigen Moment." Als Neunter bleibt Frankfurt zumindest in Lauerstellung auf die Europacup-Plätze.

Beim VfL war der Ärger, die Führung durch Sebastian Polter (19.) so schnell verschenkt zu haben, groß. "Wir haben zehn Minuten nach der Halbzeit schlecht verteidigt und zwei Tore kassiert, da waren wir gar nicht da", gab Bochums Kapitän Anthony Losilla zu.

Frankfurt verschläft erste Hälfte

Nach dem Tod ihres Ehrenspielführers Jürgen Grabowski liefen die Frankfurter mit Trauerflor auf, zudem wurde vor dem Anpfiff eine Schweigeminute eingelegt. Trainer Oliver Glasner hatte angekündigt, an einem emotionalen Nachmittag "mit einem Sieg einen letzten Gruß nach oben" an den Weltmeister von 1974 schicken zu wollen.

Dafür vertraute der Eintracht-Coach derselben Elf, die in Sevilla überzeugt hatte. Und die startete mit dem gefährlichen Abschluss von Kamada (2.) vor 24.000 Fans druckvoll, verlor aber nach gutem Beginn den Schwung. Offensiv fehlte die Präzision, defensiv die Stabilität.

Dazu versetzte Bochum den Gastgebern durch den Kopfballtreffer von Polter nach einem Freistoß von Konstantinos Stafylidis einen Schlag. Das Team von Thomas Reis, das einige Coronafälle verkraften musste, setzte dagegen mit seinen schnellen Angreifern immer wieder Akzente.

Die Eintracht wirkte verunsichert, Torhüter Kevin Trapp rettete mit einem starken Reflex gegen Takuma Asano (24.). Erst kurz vor der Pause startete Frankfurt eine kurze Drangphase, verpasste bei einer Rettungsaktion des Bochumers Armel Bella Kotchap (40.) und einem Kopfball von Martin Hinteregger (45.+2) aber knapp den Ausgleich.

Eintracht Frankfurt kommt gut aus der Halbzeit

Im zweiten Durchgang knüpften die Hessen gleich daran an. Masovic unterlief nach Jesper Lindströms Abschluss das Eigentor zum Ausgleich, Kamada vollendete nur wenig später aus kurzer Distanz zur Führung - auch hier war der starke Lindström beteiligt.

Im Anschluss an die furiose Phase nach der Pause übernahm Frankfurt die Kontrolle. Bochum bemühte sich zwar um eine Antwort, kam zunächst aber kaum zu zwingenden Abschlüssen - die beste Chance hatte kurz vor Schluss der eingewechselte Christopher Antwi-Adjei (89.). Die Eintracht blieb mit ihren Kontern über den schnellen Filip Kostic gefährlich.

Eintracht Frankfurt - VfL Bochum: Die Aufstellungen

Frankfurt: Trapp - Tuta, Hinteregger, Ndicka - Knauff, Jakic (87. Hrustic), Sow, Kostic (80. Hauge) - Lindström (72. Lenz), Kamada - Borre (87. Paciencia)

Bochum: Riemann - Bockhorn, Masovic, Bella Kotchap, Stafylidis - Losilla - Rexhbecaj (77. Löwen), Osterhage (60. Pantovic) - Asano (60. Antwi-Adjei), Polter, Holtmann (60. Locadia)

 

 

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