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Fussball

Hertha BSC - Eintracht Frankfurt 1:4: Debakel für Alte Dame! SGE vergrößert Berliner Abstiegssorgen

Von SPOX/SID
Jesper Lindström traf für die Eintracht in Berlin.

Hertha BSC taumelt dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga entgegen. Gegen Eintracht Frankfurt verloren viel zu fehleranfällige Berliner nach schwacher Leistung mit 1:4 (0:1).

Die Fans warfen Bierbecher und machten ihrem Ärger lautstark Luft, die Profis von Hertha BSC nahmen die Büßerrolle nach dem nächsten bitteren Rückschlag im Abstiegskampf an. "Da müssen wir uns stellen, da müssen die Fans auch mal Dampf ablassen", sagte Stürmer Davie Selke bei Sky nach dem schmerzhaften 1:4 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt.

Die Alte Dame geht am Stock und taumelt auf dem Relegationsplatz dem Abstieg aus der Bundesliga entgegen. "Ich weiß gar nicht, wie ich das zuordnen soll. Jeder weiß, dass das zwei Ticken zu wenig waren. Ich weiß nicht, ob manche nicht verstanden haben, dass wir im Abstiegskampf sind", sagte Innenverteidiger Marc Oliver Kempf.

Und der Winterneuzugang vom VfB Stuttgart redete sich seinen ganzen Frust von der Seele. "Ich bin jetzt seit ein paar Wochen hier und wir haben noch kein Spiel gewonnen. Das kotzt mich übertrieben an. Da muss jeder hier angekotzt genug sein, um sich den Arsch aufzureißen und drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Das muss jeder verstehen und nicht nur larifari hier rumlaufen und sich wieder 4:1 wegschießen lassen", schimpfte Kempf.

Trainer Tayfun Korkut verschwand nach dem nächsten Nackenschlag schnell in der Kabine, auch für ihn könnte die Luft allmählich dünn werden. Sein Team ist in diesem Jahr weiterhin ohne Sieg.

"Wir müssen die Sachen klar ansprechen. Das geht so nicht. Wir müssen uns alle im Team auch mal hinterfragen", sagte Selke, dem der Ehrentreffer gelang (61.). Ansgar Knauff (17.), Tuta (48.), Jesper Lindström (56.) und Rafael Borre (63.) sicherten den Hessen derweil den ersten Erfolg nach drei Niederlagen in Serie ohne eigenen Treffer.

Hertha BSC: Achtes Ligaspiel ohne Sieg

Für die Berliner wird es in den nächsten Wochen nicht einfacher. Nach nun acht Ligaspielen ohne Sieg heißen die nächsten drei Gegner Borussia Mönchengladbach, TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen.

Vor 25.000 Zuschauern im Olympiastadion wollten beide Teams Wiedergutmachung für die jüngsten Leistungen betreiben, aber nur die Gäste setzten das Vorhaben um.

Immer wieder kamen die Frankfurter hinter die Linien der Berliner. Zunächst rettete Hertha-Torwart Marcel Lotka (15.), der nach seinem starken Debüt beim 0:3 beim SC Freiburg wieder Alexander Schwolow (Corona) vertrat.

Der Deutsch-Pole nahm nach einem Stellungsfehler von Berlins Kapitän Dedryck Boyata dem heranstürmendem Lindström den Ball im Strafraum gerade so vom Fuß.

Zwei Minuten später dribbelte sich Filip Kostic gekonnt auf der linken Seite durch und flankte punktgenau auf Knauff, der gegen die Laufrichtung einköpfte.

Die Gastgeber waren defensiv äußerst anfällig, durch Fehlpässe im Spielaufbau boten sie Frankfurt mehrere Chancen. Gleichzeitig sah Korkut, der Suat Serdar fast auf gleicher Höhe mit Stürmer Stevan Jovetic aufgestellt hatte, im ersten Durchgang keine einzige eigene Großchance - die Zuschauer quittierten dies mit einem Pfeifkonzert zur Pause.

Nach der Halbzeit wurde es jedoch kaum besser. Tuta drückte den Ball nach einem geklärten Eckball über die Linie, ehe Lotka folgenschwer patzte. Der Schlussmann eilte nach einem langen Frankfurter Schlag aus seinem Kasten und klärte direkt vor die Füße von Lindström, der aus mehr als 30 Metern den Ball ins Tor hob.

Danach währte der Jubel über das schöne Volley-Tor des eingewechselten Selke nur kurz - quasi direkt im Gegenzug stellte Borre den alten Abstand wieder her. Das Berliner Publikum sang ironisch: "Oh, wie ist das schön." Und am Ende flogen Bierbecher in Richtung der Spieler.

Hertha BSC - Eintracht Frankfurt: Die Aufstellungen

  • Hertha: Lotka - Pekarik, Boyata, Kempf, Mittelstädt - Darida (56. Selke), Tousart - Lee (56. Kevin-Prince Boateng), Serdar, Richter (56. Belfodil) - Jovetic
  • Frankfurt: Trapp - Tuta, Hinteregger, Ndicka - Knauff (83. Chandler), Jakic, Sow (88. Ilsanker), Kostic - Lindström (72. Hauge), Kamada (83. Hrustic) - Borre (72. Lammers)
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