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Fussball

FC Augsburg - BVB 1:1: Borussia Dortmund lässt Rückstand auf Bayern weiter anwachsen

FC Augsburg, Borussia Dortmund

Borussia Dortmund hat nach dem enttäuschenden Ausscheiden aus der Europa League einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Der BVB kam zum Abschluss des 24. Spieltags der Bundesliga nur zu einem 1:1 (1:0) beim FC Augsburg.

Der BVB ging in Halbzeit eins durch Thorgan Hazard in Führung (35.), nach der Pause gleich der eingewechselte Noah Sarenren Bazee für die Fuggerstädter aus (78.). Der Rückstand auf den FC Bayern beträgt für Dortmund somit nun acht Punkte.

"Ich habe eine Mannschaft gesehen, die heute unter den Umständen viel probiert, aber nicht alles richtig gemacht hat", sagte Dortmunds Trainer Marco Rose nach dem Spiel bei DAZN. "Wir hatten trotzdem viel Kontrolle über das Spiel. Augsburg wirkte verunsichert, in der Phase hätten wir das zweite Tor machen müssen."

Dass die Hausherren in der zweiten Halbzeit aufkamen und den Ausgleich erzielten, erklärte Rose so: "In der zweiten Halbzeit war klar, dass wir ein paar Kräfte verlieren. Augsburg ist besser ins Spiel gekommen, beim Gegentor waren wir unaufmerksam. Wir hätten dieses Spiel gerne knapp gewonnen, dann wäre die Welt wieder in Ordnung gewesen, so ist es unglücklich. Bei uns werden kleine Fehler bestraft und vorne müssen wir immer viel Aufwand betreiben, um Tore zu schießen, hinten bekommen wir sie teilweise zu leicht."

Zu einer ähnlichen Einschätzung kam auch Emre Can. "Wir haben uns heute eigentlich wieder viel vorgenommen. Die erste Halbzeit war ordentlich, nach der Pause war es dann nicht mehr so gut. Wir waren nicht mehr aktiv genug mit dem Ball. Wir müssen lernen, unser Spiel 90 Minuten lang durchzuziehen", sagte der Defensivmann. Sein ernüchterndes Fazit: "Es bringt uns auch nichts, wenn wir sagen, dass wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht haben. Ich stehe hier und sage gefühlt immer das Gleiche."

Der FCA dagegen steht nun erstmals seit dem 20. Spieltag nicht mehr auf dem Relegationsplatz. "Wir haben gut gearbeitet und waren gut organisiert", sagte Coach Markus Weinzierl, der von einem "Punktgewinn" und einem "schönen Blick auf die Tabelle" sprach.

FC Augsburg gegen BVB: Die Analyse

Beide Teams bauten mit einer Dreierkette auf, wobei sich der FCA gegen den Ball vor allem darauf konzentrierte, das Zentrum kompakt zu schließen. Das gelang in der ersten Halbzeit weitestgehend ordentlich, die Hausherren waren aggressiv und verteidigten die Dortmunder Tiefenläufe gut. Um diesem Zugriff zu entgehen, blieb der BVB im Angriffsdrittel sehr variabel. Es wurde sich dort enorm viel bewegt, so dass auch Bellingham auf den Flügel oder Guerreiro in die Mitte auswichen.

Augsburgs Defensivtaktik leitete die Gäste häufig auf die Außen, der BVB kam meist über links - wenngleich das Führungstor über die rechte Seite fiel. Durch die stete Bewegung schaffte sich die Borussia immer wieder Räume, rund um den Strafraum agierte man allerdings eher zu umständlich und nicht klar genug im Passspiel. Auch im Aufbau unterliefen Dortmund einige vermeidbare Fehlpässe.

An diesen Begebenheiten änderte sich im zweiten Abschnitt zunächst nichts - Dortmund kam aber mit Druck und mehr offensiver Zielstrebigkeit aus der Kabine. Malen scheiterte gleich zweimal am Aluminium (Latte 51., Pfosten 55.). Augsburg dagegen blieb offensiv lange bieder und kam kaum zu Abschlüssen, weil trotz Tempo und Läufen ins letzte Drittel die Konsequenz vor dem Tor fehlte.

Das änderte sich nach etwas mehr als einer Stunde, nachdem die Hausherren frische Beine einwechselten, höher schoben und gerade im Mittelfeld präsenter waren. Dortmund war nun oft zweiter Sieger in den direkten Duellen und reagierte zu unentschlossen auf zweite Bälle. Folgerichtig waren mit Gruezo und Torschütze Sarenren Bazee auch zwei Einwechselspieler entscheidend am nicht unverdienten Ausgleich beteiligt. Der BVB wurde in Ballbesitz zudem viel zu statisch und kombinierte nicht mehr so sicher wie zuvor, weil auch die Abstände zueinander zu groß wurden.

FC Augsburg gegen BVB: Die Aufstellungen

Augsburg: Gikiewicz - Oxford, Gouweleeuw, Uduokhai - Caligiuri, Maier, Dorsch (59. Gruezo), Pedersen (70. Iago) - Vargas (89. Günther), Gregoritsch (70. Sarenren Bazee), Pepi (59. Niederlechner).

Dortmund: Kobel - Can, Hummels, Pongracic - Hazard, Witsel, Guerreiro - Brandt (68. Wolf), Dahoud (82. Reinier), Bellingham - Malen (68. Moukoko).

FC Augsburg gegen BVB: Die Daten des Spiels

Tore: 0:1 Hazard (35.), 1:1 Sarenren Bazee (78.)

  • Mit 25 Jahren und 301 Tagen absolvierte Dortmunds Julian Brandt sein bereits 250. Bundesligaspiel und ist der drittjüngste Spieler der BL-Historie, der diese Marke zu diesem Zeitpunkt erreichte.
  • Innenverteidiger Soumaila Coulibaly, der im Sommer zum BVB wechselte, stand erstmals im Kader der Profis.
  • Der FCA kassierte gegen keinen anderen Verein so viele BL-Tore wie gegen Dortmund (54).

Der Star des Spiels: Emre Can (BVB)

Stand defensiv sehr stabil, kam zu einigen guten Ballgewinnen und strahlte eine positive Aggressivität aus. In der Dreier- fühlt er sich deutlich wohler als in der Viererkette.

Der Flop des Spiels: Ricardo Pepi (FC Augsburg)

Der Augsburger Rekord-Einkauf stand zum dritten Mal in der Startelf, ließ aber jegliche Durchschlagskraft vermissen. Der US-Amerikaner kam nur auf 16 Ballaktionen und spielte fünf seiner zehn Pässe zum Gegner. Musste nach einer guten Stunde runter.

Der Schiedsrichter: Deniz Aytekin

In seinem 196. Bundesligaspiel mit einem souveränen Auftritt und der gewohnt ruhigen Körpersprache. Wählte eine etwas längere Linie und zog diese konsequent durch.

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