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Fussball

Hertha BSC - RB Leipzig 1:6: Nkunku und Olmo zaubern erneut! Bullen stürzen Berlin weiter in die Krise

SID
Leipzigs Christopher Nkunku trug sich in Berlin zweimal in die Torschützenliste ein.

Für Hertha BSC wird die Lage im Abstiegskampf immer bedrohlicher. Gegen RB Leipzig gingen die Berliner mit 1:6 (0:1) unter.

Trainer Tayfun Korkut verfolgte die letzten Minuten der Demütigung mit leerem Blick an der Seitenlinie, seine Spieler hatten sich da schon lange aufgegeben. Hertha BSC schlittert nach dem Wirbel um Investor Lars Windhorst durch die bittere 1:6 (0:1)-Pleite gegen RB Leipzig in Unterzahl auch sportlich immer tiefer in die Krise.

Nach nun sechs Spielen ohne Sieg in der Fußball-Bundesliga wird der Druck im Abstiegskampf für die durch sechs weitere Coronafälle stark dezimierten Berliner auf Rang 15 immer größer.

"Wir können den Frust der Fans verstehen. Das war ein ganz bitterer Verlauf mit der Roten Karte. Danach haben wir uns abschießen lassen", sagte Hertha-Offensivspieler Marco Richter bei DAZN. Ähnlich ordnete Herthas Geschäftsführer Sport, Fredi Bobic, die Partie ein: "Wir sind brutal enttäuscht, das ist klar. Das Ergebnis ist wirklich Wahnsinn. Wir haben zwei verschiedene Spiele gesehen. Eins bis zum 2:1 und eins danach. Bis zur Roten Karte haben die Jungs alles rausgehauen."

Benjamin Henrichs (20.), Christopher Nkunku (64., Foulelfmeter/67.), Dani Olmo (74.), Amadou Haidara (82.) und Yussuf Poulsen (88.) trafen für Leipzig. Stevan Jovetic erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich (48.) für die Berliner, bei denen Marc Oliver Kempf (62., Notbremse) Rot sah.

RB mischt mit 37 Zählern weiter im engen Rennen um die Champions League mit und liegt punktgleich vor der TSG Hoffenheim und dem SC Freiburg auf dem begehrten Platz vier. Die Berliner trennt hingegen weiterhin nur ein Zähler von Relegationsrang 16.

Kurz vor der Partie musste Hertha erst einmal einen Corona-Schock verdauen: Jurgen Ekkelenkamp, Maximilian Mittelstädt, Kevin-Prince Boateng, Marvin Plattenhardt, Lukas Klünter und Dong-Jun Lee fehlten neben Niklas Stark und Suat Serdar aufgrund positiver Tests.

Hertha BSC: Kempf sieht Rot nach Notbremse

Für Unruhe hatte zuvor bereits Investor Windhorst mit seiner harschen Kritik an der Klubführung gesorgt. Korkut hatte vor der Partie jedoch betont, sich auf das Sportliche zu fokussieren: "Wenn wir mit guter sportlicher Leistung dazu beitragen können, dass sich das alles entspannt", sei er der "Erste, der vorausgeht".

Im Olympiastadion übernahm jedoch erst einmal Leipzig die Spielkontrolle. Die erste gefährliche Chance gehörte dann auch den Gästen. Nordi Mukiele schoss allerdings links am Tor vorbei (9.). Hertha machte es RB durchaus schwer, doch die Geduld von Leipzig zahlte sich aus. Henrichs traf zur Führung, den ersten Versuch parierte Alexander Schwolow, der Nachschuss saß.

Hertha versuchte direkt zurückzuschlagen, doch Ishak Belfodil nickte den Ball am Tor vorbei (23.). Wenig später brachte Josko Gvardiol Marco Richter zu Fall. Der anschließende Freistoß stellte für RB-Keeper Peter Gulacsi kein Problem dar (36.). Hertha war in der Folge um den Ausgleich bemüht, kam aber nicht zu platzierten Abschlüssen.

Die Berliner ließen sich durch den Rückstand nicht entmutigen und so gelang der Ausgleich durch Jovetic, der wenig später sogar zur Führung hätte treffen können, der Angreifer setzte den Schuss jedoch übers Tor (50.). Hertha spielte weiter mutig auf, beide Teams suchten den Weg nach vorne.

Dann sah Kempf allerdings Rot nach einer Notbremse an Nkunku, der den anschließenden Elfmeter verwandelte und die Führung wenig später ausbaute. Olmo legte nach, Hertha ging unter.

Hertha BSC - RB Leipzig: Die Aufstellungen

  • Berlin: Schwolow - Pekarik, Gechter, Kempf, Björkan - Ascacibar - Tousart, Darida - Richter (76. Selke), Jovetic (70. Maolida), Belfodil (76. Kade)
  • Leipzig: Gulacsi - Simakan (46. Klostermann), Orban, Gvardiol - Haidara - Mukiele, Henrichs (80. Adams) - Forsberg (60. Laimer), Szoboszlai (60. Olmo) - Poulsen, Nkunku (70. Silva)
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