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Fussball

Arminia Bielefeld - VfL Wolfsburg 2:2: Kohfeldt-Lauf beendet! Wolfsburg rettet Punkt in Bielefeld

SID
Arminia Bielefeld, VfL Wolfsburg

Torschütze Wout Weghorst verließ mit blutigen Fersen den Platz, sinnbildlich für das mühsam erkämpfte 2:2 des VfL Wolfsburg bei Arminia Bielefeld.
 

Mit blutigen Fersen, aber doch mit einem erleichterten Lächeln schlich Wout Weghorst vom Platz. Auch dank eines Treffers des niederländischen Torjägers blieb der VfL Wolfsburg im vierten Spiel unter Trainer Florian Kohfeldt ungeschlagen, doch mehr als ein 2:2 (0:1) bei Arminia Bielefeld war für den Champions-League-Teilnehmer nicht drin.

"Es war ein extrem intensives Spiel", sagte Weghorst am Sky-Mikrofon auf seine geschundenen Füße angesprochen. Sein Teamkollege Maximilian Arnold lobte die Moral der Niedersachsen: "Auch nach dem 0:2 war der Glaube an den Punktgewinn noch da."

Masaya Okugawa (11.) und Fabian Klos (54./Foulelfmeter) brachten Bielefeld verdient in Führung. Weghorst (62.) und Jung-Nationalspieler Lukas Nmecha (63.) glichen für lange uninspirierte Wolfsburger aus.

"Es war phasenweise nicht so, wie wir es uns vorstellen", sagte VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer auch mit Blick auf Dienstag, dann gastieren die Norddeutschen in der Königsklasse beim FC Sevilla.

Wolfsburg wieder mit Dreierkette

Die Wolfsburger Defensive mit der unter Kohfeldt etablierten Dreierkette musste zunächst mit dem Schwung der Bielefelder zurechtkommen. Nach dem ersten Saisonsieg vor der Länderspielpause in Stuttgart zeigte sich der Tabellenvorletzte vor 19.801 Zuschauern sichtlich beflügelt, spielte nach Ballgewinn schnörkellos nach vorne und ging immer wieder hinterher.

Das zahlte sich aus. Bei einem Konter wartete Patrick Wimmer, der nach Gehirnerschütterung und Nasenbeinbruch mit einer Gesichtsmaske spielte, den richtigen Moment ab und bediente Okugawa per Lupfer in die Schnittstelle. Der Japaner schloss direkt ab - und erzielte das erste Pflichtspieltor des DSC gegen Wolfsburg nach mehr als zehn Stunden.

Bielefeld fand nun noch mehr Räume vor, Alessandro Schöpf erdribbelte sich eine weitere gute Abschlusschance (17.). Auf der Gegenseite suchte Nmecha, zuletzt Wolfsburgs Bester, die Bindung zum Spiel. Die Niedersachsen hatten zwar mehr Ballbesitz, drangen aber selten in den gegnerischen Strafraum vor. Und wenn, dann verteidigten die Bielefelder leidenschaftlich.

Kohfeldt stellte nach dem Seitenwechsel um

Nach dem Seitenwechsel stellte Kohfeldt um, Maximilian Philipp anstelle von Renato Steffen sollte mehr Druck erzeugen. Die Ansätze waren sehenswert, Nmecha kam nach einer schönen Kombination frei zum Abschluss (48.). Auf der Gegenseite dribbelte Schöpf in den Strafraum, Kevin Mbabu kam zu spät - aus der eigentlich ungefährlichen Situation entstand ein Foulelfmeter für Bielefeld. Sturmrecke Klos verwandelte flach zu seinem dritten Saisontor.

Nach dem 0:2 setzte der VfL voll auf die Offensive, in Dodi Lukebakio kam ein weiterer Angreifer. Der bereitete den Anschlusstreffer vor - und nur 85 Sekunden später traf Wolfsburg erneut.

Arminia Bielefeld - VfL Wolfsburg: Stimmen

Frank Kramer (Trainer Arminia Bielefeld): "Wie die Mannschaft sich nach dem 2:2 dagegengestemmt hat, ist ein Kompliment wert. Insgesamt war das eine richtig gute Leistung und ein Teilerfolg, den wir auch gerne mitnehmen."

Florian Kohfeldt (Trainer VfL Wolfsburg): "Leider haben wir erst in der zweiten Halbzeit die Intensität gehabt, die Bielefeld das ganze Spiel über hatte. Wenn man nach 60 Minuten 0:2 hinten liegt, muss man mit einem Punkt eigentlich zufrieden sein."

Arminia Bielefeld - VfL Wolfsburg: Die Aufstellungen

  • DSC: Ortega - Brunner, Pieper, Nilsson, Laursen (66. de Medina) - Prietl, Vasiliadis (66. Kunze) - Wimmer (30. Fernandes), Schöpf, Okugawa (83. Robin Hack) - Klos (83. Lasme)
  • VfL: Casteels - Mbabu (61. Lukebakio), Brooks, Bornauw - Baku, Arnold, Gerhardt, Paulo Otavio (25. Roussillon) - Steffen (46. Philipp), Nmecha - Weghorst
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