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Fussball

FC Augsburg - VfB Stuttgart 4:1: FCA atmet auf! Deutlicher Sieg im Schwaben-Derby

SID
Augsburg hat mit 4:1 gegen Stuttgart gewonnen.

Der FC Augsburg hat in einem flotten Schwaben-Derby gegen den VfB Stuttgart seine Comeback-Qualitäten bewiesen und Trainer Markus Weinzierl Luft verschafft. Nach vier Spielen ohne Sieg gelang mit dem 4:1 (1:1) endlich der zweite Saisonsieg in der Bundesliga - es kam am 10. Spieltag einem Befreiungsschlag gleich. Zuvor hatte Augsburg in keinem Ligaspiel mehr als ein Tor erzielt.

Markus Weinzierl war nicht alleine. Der Schlusspfiff ging im Jubelgebrüll der erleichterten Fans unter, und der viel kritisierte Trainer des FC Augsburg riss die Arme in die Luft. Dann spurtete Weinzierl los, mitten auf dem Rasen hielt er noch eine Ansprache an seine Derby-Helden - dieses 4:1 (1:1) im Schwaben-Duell mit dem VfB Stuttgart hatte Kräfte freigesetzt.

"Das entscheidende sind die Art und Weise, wie wir gespielt haben und die Stimmung hier im Stadion", sagte Stefan Reuter bei DAZN, auch der FCA-Manager war zuletzt kritisch hinterfragt worden: "Wir sind sehr glücklich. Das müssen wir jetzt mitnehmen, wir dürfen keinen Millimeter zurückweichen."

Am zehnten Spieltag der Bundesliga also endlich der zweite Saisonsieg, und was für einer - es kam einem Befreiungsschlag gleich. Zuvor hatte Augsburg in keinem Ligaspiel mehr als ein Tor erzielt.

Mislintat: "Von Anfang an gesagt, dass wir gegen den Abstieg spielen"

Chris Führich (7.) hatte die Stuttgarter mit seinem ersten Bundesligator in Führung gebracht. Doch zwei Eckbälle drehten das Spiel für die Weinzierl-Elf: Erst traf Reece Oxford (30.) zum Ausgleich, dann war Innenverteidiger-Kollege Jeffrey Gouweleeuw (53.) ebenfalls per Kopf erfolgreich. Joker Florian Niederlechner (72.) und Alfred Finnbogason (81.) machten dann alles klar.

Damit liegen die Augsburger zwar weiter auf Relegationsplatz 16, haben mit neun Punkten aber wieder den Anschluss an das hintere Tabellenmittelfeld hergestellt. Für die ersatzgeschwächten Stuttgarter um Trainer Pellegrino Matarazzo war es nach dem Pokal-K.o. gegen den 1. FC Köln (0:2) und zuvor vier Ligaspielen ohne Niederlage der nächste Rückschlag.

"Wir haben von Beginn an gesagt, dass wir gegen den Abstieg spielen", sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat: "Heute haben wir eine große Möglichkeit nicht genutzt, noch stehen wir aber über dem Strich."

VfB-Seuche geht weiter: Wieder zwei Verletzte

Zu Beginn des Spiels hatte der VfB vor 17.500 Zuschauern in der ausverkauften Arena das Kommando übernommen und belohnte sich mit der frühen Führung: Führich zog vom rechten Flügel ins Zentrum und traf aus etwa 18 Metern genau ins kurze Eck.

Während die Augsburger danach etwas besser ins Spiel kamen und durch Konterangriffe gefährlich wurden, wuchs die sowieso schon lange Verletztenliste des VfB weiter an. Torschütze Führich musste durch Tanguy Coulibaly (22.) ersetzt werden, wenig später konnte auch Innenverteidiger Marc Oliver Kempf (39.) verletzungsbedingt nicht weitermachen.

Niederlechner und Finnbogason machen alles klar

Nach einer halben Stunde belohnte sich der FCA nach einer kurzen Druckphase. Erst scheiterte Finnbogason aus guter Position noch an Fabian Bredlow, bei der folgenden Ecke hatte der Keeper beim Kopfball des starken Oxford aber das Nachsehen.

Nach dem Seitenwechsel drückten die Augsburger angefeuert von ihren Fans auf die Führung. Gouweleeuw brachte das Stadion in der 53. Minute zum Beben, Bredlow sah beim Kopfball des FCA-Kapitäns etwas unglücklich aus.

Niederlechner, der wegen einer Operation mehrere Wochen ausgefallen war, belohnte sich nur drei Minuten nach seiner Einwechslung mit einem Tor aus kurzer Distanz. Finnbogason traf von der Strafraumgrenze.

FC Augsburg - VfB Stuttgart: Die Aufstellungen

  • FCA: Gikiewicz - Gumny, Gouweleeuw, Oxford, Pedersen (85. Framberger) - Arne Maier (69. Dorsch), Strobl (61. Gruezo) - Caligiuri (61. Hahn), Vargas (69. Niederlechner) - Zeqiri, Finnbogason
  • VfB: Bredlow - Anton, Ito (67. Stenzel), Kempf (39. Mola) - Endo - Didavi (46. Förster), Mangala - Führich (22. Coulibaly), Sosa - Al Ghaddioui, Klimowicz (67. Faghir)
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