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Fussball

RB Leipzig nur noch Mittelmaß: "Sind kein Topteam"

SID
Bei RB Leipzig läuft es derzeit noch nicht nach Plan.

RB Leipzig lässt mit dem 1:1 gegen Eintracht Frankfurt mal wieder leichtfertig Punkte liegen. Trainer Jesse Marsch fällt ein knallhartes Urteil.

Die Gedanken an den nahenden Königsklassen-Kracher mit Lionel Messi, Neymar und Kylian Mbappe konnten Jesse Marsch nicht trösten. Mit versteinerter Miene hisste der Trainer von RB Leipzig im Titelrennen nach nur zehn Spieltagen die weiße Fahne. "Wir sind keine Mannschaft, die bereit ist, um die Meisterschale zu kämpfen", sagte der 47-Jährige tief enttäuscht nach dem unglücklichen 1:1 (1:0) bei Eintracht Frankfurt.

Erst wieder der eigene Chancenwucher, dann der Last-Minute-Schock mit dem Kopfballtreffer von Tuta (90.+4) - das alles veranlasste Marsch zu einem knallharten Urteil. "Wir sind noch kein Topteam in dieser Liga", sagte der US-Amerikaner im ZDF: "Wir müssen stark bleiben in unserem Prozess. Ich habe vor Wochen gesagt, dass es für mich viel zu langsam geht. Dieses Spiel ist ein Beispiel."

Statt erstmals in dieser Saison auf einen Champions-League-Platz zu springen, stecken die Sachsen im Mittelfeld der Tabelle fest. Der Rückstand auf Bayern München beträgt bereits zehn und auf Borussia Dortmund neun Punkte. "Dass wir in der letzten Minute der Nachspielzeit das Tor kassieren, ist extremst bitter und fühlt sich nicht wie ein Unentschieden, sondern eine heftige Niederlage an", konstatierte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff.

In den vergangenen Wochen ist ein ebenso stetiger wie zäher Aufwärtstrend erkennbar, doch noch längst greifen nicht alle Rädchen ineinander. Königstransfer Andre Silva sucht seine Rolle, dazu kämpft der Vizemeister mit wiederkehrenden Problemen. "Wir sind nicht scharf und konsequent genug vor dem Tor und machen hinten zu viele einfache Fehler", mäkelte Marsch: "Das ist derzeit unser Charakter."

Leipzig vergibt die Vorentscheidung mehrfach

Nach dem Führungstreffer von Yussuf Poulsen (35.) fackelte RB beim Angstgegner aus Frankfurt zwar bei Weitem kein Feuerwerk ab, hatte aber dennoch ein halbes Dutzend bester Einschussmöglichkeiten. Emil Forsberg (88.) vollbrachte gar das Kunststück, den Ball aus fünf Metern weit über das verwaiste Tor zu jagen.

"Wir hätten heute drei Punkte mit nach Hause nehmen müssen. Es war viel mehr drin", haderte Torhüter Peter Gulacsi. Es gehe nun darum, endlich "konstanter" zu werden. "Wir müssen positiv bleiben in unserem Glauben an unseren Prozess und unsere Gruppe", ergänzte Marsch: "Es ist traurig für unsere Gruppe, dass die Belohnungen gerade nicht so einfach kommen."

Schon am Mittwoch (21 Uhr im Liveticker) soll sich das gegen das Starensemble von Paris St. Germain ändern. Seine Mannschaft müsse bis dahin nach der "tiefen Enttäuschung" vom Samstag wieder eine "positive" Einstellung finden, sagte Marsch: "Es ist ein Topspiel für die Fans und für uns. Wir müssen gewinnen. Wir werden sehr begeistert für dieses Spiel sein."

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