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Fussball

1. FSV Mainz 05 - Hertha BSC 1:1: Rückkehr nach Quarantäne - schmeichelhafter Punkt für die Hertha

Von SID
Sami Khedira (r.) im Zweikampf mit Dominik Kohr.

Kaltstart mit Teilerfolg: Hertha BSC hat im ersten Auftritt nach zweiwöchiger Quarantäne einen schmeichelhaften Punktgewinn im Abstiegskampf gefeiert (die Highlights im Video!).

Nach dem gelungenen Quarantäne-Comeback rief Pal Dardai seine Mannschaft sofort zusammen. Im Mittelkreis schworen der Trainer von Hertha BSC und Sportdirektor Arne Friedrich ihre Spieler Arm in Arm auf weitere kraftraubende Wochen ein - mit dem großen Ziel Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga. Das 1:1 (1:1) beim FSV Mainz 05 war ein erster Schritt.

"Das war ein erarbeiteter Punkt. Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Respekt!", sagte Dardai bei Sky. "Wir sind sehr zufrieden. Für diesen Punkt waren wir hier." Sami Khedira berichtete: "Der Fitnesstrainer hat uns ganz schön durch die Wohnung gejagt."

Im Nachholspiel verkürzten die Berliner nach zweiwöchiger Corona-Isolation den Abstand auf den 1. FC Köln auf dem Relegationsplatz auf zwei Punkte. Als größten Trumpf gegenüber der Konkurrenz im Tabellenkeller hat die Hertha zwei weitere Nachholspiele in der Hinterhand.

Lucas Tousart (36.) bescherte der Hertha, die am Freitag auf den Trainingsplatz zurückgekehrt war, Schwung im Abstiegskampf. Schon am Donnerstag steht der nächste Nachholtermin gegen den SC Freiburg an. Mainz blieb durch ein Traumtor von Philipp Mwene (40.) im achten Spiel nacheinander ungeschlagen und liegt drei Spieltage vor Schluss sechs Punkte vor dem Relegationsplatz.

Mainz - Hertha: Berlin nach "Home Office" mit Problemen

Krzystof Piatek vergab für die Hertha die große Gelegenheit zum Siegtreffer (82.). "Beide Mannschaften hatten große Chancen und hätten gewinnen können", sagte Dardai.

Die Partie war für die Berliner das erste von sechs Spielen binnen 20 Tagen - ein Mammutprogramm. Vor allem, da die Profis zuletzt zwei Wochen lang nur im "Home Office" trainieren konnten. Die Konkurrenten punkteten währenddessen fleißig und reichten die Berliner auf den vorletzten Platz durch.

Für Dodi Lukebakio und Marvin Plattenhardt kam ein Einsatz nach ihren COVID19-Erkrankungen zu früh, dafür stand Khedira zum dritten Mal seit seinem Wechsel im Winter in der Startelf. Die Hertha begann abwartend, ließ Mainz kommen - und konnte von Glück reden, dass Jean-Paul Boetius erst aus kurzer Distanz den Ball unsauber traf (8.) und eine Minute später an der Latte scheiterte. Zudem vergab Adam Szalai (20.) freistehend zu lässig.

Den Gästen war die fehlende Matchpraxis anzumerken. Spielerisch gelang kaum etwas, vors Tor kam die Hertha nur durch Standards - und auf diese Weise erwischte Tousart die überlegenen Mainzer eiskalt. Die Gastgeber wirkten aber nur kurz schockiert, dann zirkelte Mwene den Ball traumhaft aus mehr als 20 Metern ins rechte obere Toreck.

Nach dem Seitenwechsel ließ Mainz die Berliner etwas mehr kommen, die taten sich nach vorne aber weiter schwer und leisteten sich zu viele Ballverluste. Matheus Cunha (65.) zwang Robin Zentner zu einer Flugeinlage, zuvor hatte Hertha-Torhüter Alexander Schwolow gegen Jeremiah St. Juste (60.) und Karim Onisiwo (62.) stark gerettet.

Mainz 05 - Hertha BSC: Die Stimmen

Bo Svensson (Trainer FSV Mainz 05): "Ich habe gemischte Gefühle. Wir haben gut angefangen und ein paar richtig große Chancen erarbeitet, durch die wir in Führung gehen müssen. In der zweiten Halbzeit war Hertha besser, da können wir mit unserer Leistung nicht zufrieden sein. Es ist insgesamt ein verdientes Unentschieden. Wir haben jetzt noch drei Spiele gegen Topgegner. Da müssen wir uns besser präsentieren als in der zweiten Halbzeit."

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Glückwunsch und großes Kompliment an die Mannschaft. In der Anfangsphase war Mainz klar besser, aber das haben wir überlebt. In der zweiten Halbzeit haben wir einiges korrigiert und ein besseres Spiel gemacht. Ich glaube, es ist ein verdientes Unentschieden. Wir haben das erarbeitet. Alle haben Respekt verdient. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, das war ein guter Start. Ich bin sehr zufrieden."

Mainz 05 - Hertha BSC: Die Aufstellungen

Mainz: Zentner - St. Juste, Bell (36. Alexander Hack), Niakhate - da Costa (84. Brosinski), Kohr, Mwene - Barreiro, Boetius (84. Latza) - Szalai (72. Glatzel), Onisiwo (84. Quaison). - Trainer: Svensson

Berlin: Schwolow - Klünter, Stark, Dardai - Zeefuik (61. Darida), Khedira (61. Boyata), Mittelstädt - Tousart (61. Ascacibar), Guendouzi - Cordoba (80. Piatek), Cunha (71. Radonjic). - Trainer: Dardai

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