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Fussball

VfB Stuttgart - TSG Hoffenheim 2:0: Schwaben setzen Aufwärtstrend fort - Europa in Sicht

SID
Sasa Kalajdzic zeigte gegen Hoffenheim erneut seinen Torriecher.

Der VfB Stuttgart besiegt im Derby die TSG Hoffenheim mit 2:0 (1:0) und hat Europa vor Augen (hier geht's zu den Highlights).

Erst umarmte Serientäter Sasa Kalajdzic überglücklich Trainer Pellegrino Matarazzo, dann stürmte der Torjäger des VfB Stuttgart auf die leere Tribüne. Dort verschenkte der Österreicher sein Trikot an einen Mitarbeiter. "Das ist unser Corona-Typ", berichtete Kalajdzic nach dem 2:0 (1:0) gegen die TSG Hoffenheim bei Sky, "er macht unsere Tests. Er hat mir so oft geholfen, das ist das Mindeste, was ich zurückgeben kann."

Der 23-Jährige hatte allen Grund, spendabel zu sein. Mit seinem Tor zum 2:0 (64.) hatte der Stürmer nicht nur den Sieg der Stuttgarter gesichert, sondern auch den Klubrekord von Fredi Bobic aus der Saison 1995/96 eingestellt: Er traf im siebten Spiel in Folge. "Ich bin wunschlos glücklich", sagte Kalajdzic, "es kann gerne so weitergehen."

Mit dem dritten Sieg in den letzten vier Spielen, den ein frühes Eigentor von Verteidiger Kasim Adams (15.) begünstigte, hat sich der Aufsteiger aus Schwaben in den Kampf um die internationalen Startplätze eingeschaltet. Neun Spieltage vor Saisonende liegen die Stuttgarter mit 36 Punkten auf Tabellenplatz acht - in Schlagdistanz zu Union Berlin (38) und Bayer Leverkusen (40). "Wir wollen das Maximale herausholen. Wenn wir am Ende da oben stehen, werden wir uns freuen", sagte Kapitän Gonzalo Castro.

Die mit Europacup-Ambitionen in die Saison gestarteten Hoffenheimer um Trainer Sebastian Hoeneß mussten dagegen einen bitteren Rückschlag einstecken. Für die Kraichgauer war es die erste Pleite nach vier Spielen ohne Niederlage. Mit 30 Zählern steckt die TSG auf Rang elf im Liga-Mittelfeld fest. "Wir haben ein bisschen nach oben geschielt", meinte Florian Grillitsch: "Aber wenn wir hier nicht gewinnen, wird's damit nichts."

Stuttgart - Hoffenheim: Eigentor und Konter reichen VfB

In einer ausgeglichenen Anfangsphase gelang dem VfB mit dem ersten gelungenen Angriff die Führung. Silas Wamangituka brach nach einer Viertelstunde am rechten Flügel durch, seine flache Hereingabe verlängerte Adams unglücklich ins eigene Tor. Kurz darauf scheiterte Castro, der wieder in die Startelf zurückgekehrt war, mit einem Distanzschuss an TSG-Torhüter Oliver Baumann.

Die Gäste aus Hoffenheim hatten zunächst Schwierigkeiten, die gut gestaffelte Defensive der Stuttgarter zu knacken. Die größte Chance auf den Ausgleich in der ersten Spielhälfte hatte Torjäger Andrej Kramaric, der mit einem wuchtigen Kopfball aus elf Metern aber an Gregor Kobel scheiterte (37.).

Nach dem Seitenwechsel verstärkten die Hoffenheimer den Druck, das Tor wollte aber nicht gelingen. Bei einem Distanzschuss von Florian Grillitsch (55.) musste sich Kobel mit einer Glanzparade auszeichnen, zwei Minuten später verzog der glücklose Kramaric (57.) knapp.

Ganz anders die Matarazzo-Elf, die nach einem Konter eiskalt zuschlug. Wieder zündete der starke Wamangituka über rechts den Turbo, den Querpass verwertete Kalajdzic sicher zu seinem 13. Saisontor.

VfB Stuttgart - TSG Hoffenheim: Die Stimmen

Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Wir haben ein gutes Spiel von uns gesehen. Wir sind gut reingekommen und haben das Spiel kontrolliert. Auch nach dem 2:0 waren wir sehr abgezockt und haben bis zum Schluss einen sehr reifen Fußball gespielt. Unter dem Strich haben wir verdient gewonnen."

Sebastian Hoeneß (Trainer TSG Hoffenheim): "Wir haben 16 Torschüsse in Stuttgart, das muss einfach reichen für Tore. Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, es hat einfach die Effektivität gefehlt. Natürlich haben wir uns die Hoffnung gemacht, punktetechnisch näher ranzurücken und in einer Position zu sein, um zu jagen. Du brauchst Punkte, um in der Jagdposition zu sein, aber die werden wir uns wieder erspielen."

VfB Stuttgart - 1899 Hoffenheim: Die Aufstellungen

Stuttgart: Kobel - Mavropanos, Anton, Kempf - Endo - Wamangituka (88. Stenzel), Mangala (43. Ahamada), Sosa - Castro (88. Massimo), Förster (61. Coulibaly) - Kalajdzic. - Trainer: Matarazzo

Hoffenheim: Baumann - Adams, Grillitsch, Richards - Kaderabek, Samassekou (82. Rutter), Sessegnon (59. Skov) - Rudy, Baumgartner (48. Dabbur) - Bebou (82. Adamyan), Kramaric. - Trainer: Hoeneß

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