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Fussball

FC Augsburg - FC Bayern München 0:1: FCB gewinnt "Elfmeterschießen" beim FCA

War mit der Leistung seiner Mannschaft nur teilweise einverstanden. Joshua Kimmich.

Der FC Bayern München hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und am 17. Spieltag der Bundesliga zum Abschluss der Hinrunde mit 1:0 (1:0) beim FC Augsburg gewonnen (die Highlights im Video). Da der erste Verfolger RB Leipzig Union Berlin besiegte, beträgt der Vorsprung an der Tabellenspitze weiterhin vier Punkte.

Robert Lewandowski brachte den FC Bayern per Elfmeter in Führung (13.) und baute damit seinen Hinrunden-Torrekord auf 22 Treffer aus. Augsburgs Alfred Finnbogason verpasste in der 76. vom Punkt den Ausgleich. Nach einer überzeugenden ersten Halbzeit hatte der FC Bayern nach dem Seitenwechsel stark nachgelassen.

"Wie so oft, wenn wir in Führung geraten, kriegen wir es nicht hin, souverän weiter zu spielen. Wir mussten in der zweiten Halbzeit fighten, spielen nicht auf das zweite und dritte Tor", analysierte Joshua Kimmich.

"Wir waren uns zu sicher in der Halbzeit und hatten nicht mehr die Selbstverständlichkeit in unserem Spiel. Das war ein bisschen zu wenig. Wir mussten mit Mann und Maus kämpfen, um die Null zu halten", sagte Kapitän Manuel Neuer.

Erstmals seit dem 5:0 gegen Eintracht Frankfurt am 5. Spieltag blieb die Mannschaft von Trainer Hansi Flick in der Bundesliga ohne Gegentor. Bayern-Keeper Manuel Neuer behielt damit seine 196. Weiße Weste und egalisierte Oliver Kahns Bundesligarekord. Neuer brauchte dafür aber nur 422 Spiele, Kahn 557.

Lewandowski wurde Mitte der zweiten Halbzeit mit muskulären Problemen ausgewechselt. "Er hat heute morgen schon gesagt, dass er etwas in der Oberschenkelmuskulatur gespürt hat. Er kann das gut steuern. Ich habe ihm gesagt: 'Sag bescheid wenn es nicht mehr geht.' Das hat er gemacht, dann haben wir ihn ausgewechselt", erklärte Flick.

FC Augsburg - FC Bayern: Die Stimmen

Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg): "In der ersten Halbzeit hat man gesehen, welche Qualität die Bayern haben, da haben sie uns immer wieder vor Aufgaben gestellt. In der Pause habe ich meine Mannschaft ermutigt, Fußball zu spielen - das hat sie gemacht. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Leider hat es nicht geklappt, das ist ärgerlich. Aber wenn wir mit der Mentalität spielen, werden wir auch wieder punkten."

Hansi Flick (Trainer FC Bayern): "Die zweite Halbzeit gibt uns Anlass, das Ganze kritisch zu sehen - aber auch die erste, da mussten wir das Spiel für uns entscheiden. Wenn man was Positives rausziehen möchte: Die Mannschaft hat gefightet, die Null steht. Aber klar ist, dass wir in der zweiten Halbzeit zu viele Fehler gemacht haben und zu viele Ballverluste hatten."

FC Augsburg - FC Bayern: Die Analyse

Flick, der Roca und Choupo-Moting nicht in den Kader berief, änderte seine Startelf im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen Freiburg auf einer Position: Links hinten spielte Hernandez statt Davies. Ein Tausch, der sich direkt lohnen sollte: Hernandez holte den Elfmeter heraus, den Lewandowski zum 1:0 verwandelte (13.).

Die Führung war schon zu diesem frühen Zeitpunkt verdient. Der FC Bayern agierte von Beginn an sehr dominant und verzeichnete bereits in der Anfangsphase etliche Strafraumszenen und Ecken. Gut funktionierte auch das Pressing, etwa im Vorfeld der Elfmeterszene.

Augsburg versprühte aus einem defensiven 5-4-1-System dagegen keine Gefahr - auch aufgrund einer konzentrierten Abwehrleistung des FC Bayern, der wie schon gegen Freiburg keine Probleme mit Steilpässen offenbarte. Auffallend: Der körperlich robustere Goretzka nahm anders als gewohnt zumeist den defensiveren Part der Doppelsechs ein, Kimmich stand dann deutlich höher.

Auch nach der Führung blieb der FC Bayern spielbestimmend und kam regelmäßig zum Abschluss. Am gefährlichsten Lewandowski, der in der 43. am Aluminium scheiterte. Belege der Dominanz: Der FC Bayern schloss bis zur Pause 15 Mal ab (Bestwert der Saison) und ließ gleichzeitig erstmals seit November 2019 keinen Torschuss zu.

Augsburg kam deutlich mutiger aus der Kabine und holte den ersten Abschluss bereits in der 46. nach. Das Spiel wurde offener und gleichzeitig auch härter. Der FC Bayern ließ immer mehr nach, woraufhin Flick mit Tolisso und Sane für Gnabry und Lewandowski zwei neue Kräfte brachte (67.). Der Pole laborierte offenbar an muskulären Problemen.

Bei Augsburg kam Finnbogason, der kurz nach seiner Einwechslung einen von Pavard verschuldeten berechtigten Handelfmeter an den linken Pfosten (76.) schoss. Anschließend rettete der nun wackelige FC Bayern das 1:0 ins Ziel.

FC Augsburg - FC Bayern: Die Aufstellungen

Augsburg: Gikiewicz - Oxford, Gouweleeuw, Uduokhai - Caligiuri, Khedira (46. Strobl), Gruezo, Iago - Hahn (72. Niederlechner), Richter (72. Finnbogason), Vargas (72. Jensen). - Trainer: Herrlich

FC Bayern: Neuer - Pavard, Jerome Boateng, Alaba, Hernandez - Kimmich, Goretzka - Gnabry (66. Leroy Sane), Thomas Müller (89. Martinez), Coman (80. Musiala) - Lewandowski (67. Tolisso). - Trainer: Flick

Die Daten des Spiels FC Augsburg gegen FC Bayern München

  • Tor: 0:1 Lewandowski (13./FE)
  • Bes. Vorkommnis: Finnbogason verschießt Handelfmeter (76./Augsburg)

  • Beim FC Bayern standen Müller und Neuer bei jedem Spiel der Bundesliga-Hinrunde in der Startelf.
  • Lewandowski baute mit seinem 22. Treffer seinen neu aufgestellten Hinrunden-Torrekord weiter aus.

Der Star des Spiels: Lucas Hernandez (FC Bayern)

Kehrte als Linksverteidiger in die Startelf zurück und rechtfertigte das in ihn gesteckte Vertrauen. Hernandez ließ sich im Defensivspiel nichts zuschulden kommen, ging aggressiv in die Zweikämpfe, setzt auch offensive Akzente und holte den Elfmeter raus. Kein Spieler des FC Bayern bestritt mehr direkte Duelle als er.

Der Flop des Spiels: Rani Khedira (FC Augsburg)

Verschuldete früh den Elfmeter und kam in der Folge nie ins Spiel. Als defensiver Mittelfeldspieler in der ersten Halbzeit lediglich 16 Mal am Ball und mit einer verheerenden Zweikampfquote von nur knapp 17 Prozent. Gelb vorbelastet wechselte ihn Augsburg-Trainer Herrlich zur Pause für Strobl aus.

Der Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck

Entschied nach Khediras Einsteigen gegen Hernandez zurecht auf Elfmeter für den FC Bayern. Richtig war es auch, auf der anderen Seite Hernandez' Handspiel (26.) nicht mit einem Elfmeter zu ahnden und Pavards (76.) schon.

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