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SC Paderborn 07 - 1. FSV Mainz 05 1:2: Auch ohne Trainer Schwarz - Mainz für Paderborn eine Nummer zu groß

SID
Der SC Paderborn muss weiter auf den ersten Dreier warten.

Aufsteiger SC Paderborn hat auch die kurzzeitige "Trainerlosigkeit" des FSV Mainz 05 nicht zum ersten Saisonsieg nutzen können. Im Kellerduell mit den Elfmeterspezialisten aus Rheinhessen, die ohne ihren gesperrten Chefcoach Sandro Schwarz auskommen mussten, verlor die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart mit 1:2 (1:2) und bleibt mit einem einzigen Punkt nach sieben Spielen klares Schlusslicht.

Reaktionen zu SC Paderborn - FSV Mainz 05

  • Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Das war ein verdienter Sieg der Mainzer. Was gegen uns spricht, ist die zu hohe Fehlerquote im Aufbauspiel. Beide Tore geben wir her, zum wiederholten Male. Unsere Fehlerquote ist zu hoch, um in der Bundesliga bestehen zu können. Wenn du nach sieben Spielen einen Punkt hast, musst du dich hinterfragen. Ich muss das Spiel erst mal sacken lassen, um Lösungen zu finden."
  • Jan-Moritz Lichte (Co-Trainer FSV Mainz 05): "Wir sind sehr froh über die drei Punkte. Es war ein verdienter Sieg. Wir haben nach dem 1:0 allerdings einige Probleme gehabt mit der Spielweise des Gegners. Wir hatten relativ gute Torchancen, dann wäre die zweite Halbzeit vielleicht nicht so spannend geworden. Mit der Elfmetersituation hätte das Ganze noch kippen können."

SC Paderborn - FSV Mainz 05: Der Spielbericht

Der FSV unter Ersatzcoach Jan-Moritz Lichte verschaffte sich hingegen vor der Länderspielpause durch seinen zweiten Saisonsieg, den Robin Quaison (8.) und Daniel Brosinski (32., Foulelfmeter) herausschossen, etwas Luft im Abstiegskampf. Die 05er verwandelten dabei ihren 25. Strafstoß nacheinander und sind nun alleiniger Bundesliga-Rekordhalter vor dem VfL Bochum.

Für die zu Hause weiterhin punktlosen Paderborner traf Ben Zolinski (14.) vor 14.217 Zuschauern. Der eingewechselte Jamilu Collins (79.) vergab bei einem Handelfmeter die Chance zum 2:2.

"Ein Punkt nach sechs Spielen ist auch für unsere Ansprüche zu wenig", hatte Baumgart vor der richtungweisenden Partie gesagt. Um das zu ändern, nahm der 47-Jährige drei Wechsel in der Startelf vor.

Quaison bringt Mainz in Führung

Der lange verletzte Aufstiegstorwart Leopold Zingerle spielte anstelle des Ex-Mainzers Jannik Huth. Zudem hat nach Kapitän Christian Strohdiek in Uwe Hünemeier offenbar der nächste "ewige" Paderborner vorläufig ausgedient: Für den Routinier lief Sebastian Schonlau in der Innenverteidigung auf. Im Angriff erhielt Kai Pröger, Torschütze beim 2:3 gegen Bayern München, seine Chance von Beginn an.

Aufseiten der Mainzer gab es zwei Veränderungen auf dem Rasen, doch gesprochen wird seit Tagen nur über den Wechsel auf der Bank. Schwarz hatte in der Vorwoche als erster Trainer der Ligageschichte Gelb-Rot gesehen, sein etatmäßiger Assistent Lichte (39) schlüpfte erstmals in die Chefrolle. "Es sind ganz normale Abläufe, wir sind alle gefragt - auch heute ohne Sandro", forderte FSV-Manager Rouven Schröder bei Sky.

Schwarz hatte angekündigt, das Spiel nicht auf der Tribüne zu verfolgen, den genauen Ort aber nicht verraten. Was er zunächst sah, dürfte ihm gefallen haben. Eine Flanke aus dem Halbfeld von Levin Öztunali hebelte die Paderborner Abwehr aus und fand den Schweden Quaison, der Zingerle aus spitzem Winkel überwand.

Elfmeter: Collins versagen die Nerven

Der SCP allerdings kam nur sechs Minuten später mit seiner ersten Gelegenheit gegen eine passive 05-Defensive durch Zolinski zum verdienten Ausgleich. Paderborn spielte in der Folge gewohnt gefällig nach vorne, Sven Michel (29.) und der auffällige Cauly Oliveira Souza (31.) scheiterten knapp.

Auf der Gegenseite foulte Jamilu Collins nach einem Mainzer-Konter Öztunali unbeholfen im Strafraum, Brosinski verlud Zingerle vom Punkt. Paderborn verlor nun sichtlich den Faden, Mainz hatte durch Pierre Kunde (43.) und Quaison (44./45.+2) weitere hochkarätige Torchancen.

Mainz war auch nach dem Seitenwechsel aktiver, Quaison (75.) hatte die Entscheidung auf dem Kopf. Paderborn kam nach einem Brosinski-Handspiel zur Ausgleichschance vom Elfmeterpunkt, doch Collins versagten die Nerven gegen Robin Zentner.

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