Fussball

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 1:2: "Brutal wichtig" - Kamada und Silva schießen SGE aus der Ergebniskrise

Von SID/SPOX
Führungstreffer vom Punkt: Andre Silva erzielt gegen den VfL Wolfsburg das 1:0 per Elfmeter von Eintracht Frankfurt.

Tiefes Durchatmen bei Eintracht Frankfurt: Das Team von Trainer Adi Hütter hat sich mit einem Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg dringend benötigte Luft im Abstiegskampf verschafft.

Der Abpfiff wirkte wie eine Befreiung für Adi Hütter: Nach sechs Spielen ohne Sieg und einer tiefen Ergebniskrise von Eintracht Frankfurt gelang durch das 2:1 (1:0) beim VfL Wolfsburg der ersehnte Befreiungsschlag. Sichtlich erleichtert klatschte Hütter mit den Spielern ab.

"Das war brutal wichtig, dass wir gewonnen haben", sagte Torwart Kevin Trapp bei Sky und wies schon auf das Nachholspiel am Mittwoch bei den wiedererstarkten Kickern von Werder Bremen hin. Da der SV Werder auf Schalke gewann, war der Sieg bei den Wölfen doppelt bedeutsam.

Für den Keeper war entscheidend, dass der Defensivverbund wieder zurück zu seiner alten Form gefunden hat: "Zum Start der Rückrunde haben wir das gezeigt, mit Mann aus Maus verteidigt. Das haben wir intern besprochen."

Kamada entscheidet Spiel für die SGE

Andre Silva brachte die Eintracht per Foulelfmeter in der 27. Spielminute in Führung. Der Portugiese war zuvor nach einer Flanke von Wölfe-Verteidiger Marin Pongracic umklammert und zu Fall gebracht worden. Der starke Kevin Mbabu traf in der zweiten Halbzeit per Kopf zum Ausgleich (58.).

Der Japaner Daichi Kamada (85.) entschied die Begegnung zugunsten der Hessen auf Kopfballvorlage des Ex-Wolfsburgers Bas Dost. "Ich hatte keinen einzigen Ball auf dem Fuß, sondern konnte nur mit dem Kopf den Ball spielen. Ich freue mich, dass ich mit meinem Assist zum Sieg beitragen konnte", kommentierte der Niederländer seine Torvorlage. Frankfurts Lucas Torro (90.+5) sah noch die Gelb-Rote Karte.

Auch die Wölfe hatten sich nach zuletzt überzeugenden Auftritten mehr erhofft, das Team von Trainer Oliver Glasner bleibt mit 42 Zählern als Sechster aber auf Kurs Europacup. Den spielerisch überlegenen Gastgebern fehlte die nötige Durchschlagskraft vor dem Eintracht-Tor, um mehr als ein Unentschieden zu holen.

Beide Mannschaften lieferten sich viele Zweikämpfe im Mittelfeld, es dauerte bis zur ersten Torchance. Doch die hatte es dann direkt in sich: Wolfsburgs Josip Brekalo zog freistehend im Strafraum mit links ab, Trapp rettete im Frankfurter Tor in größter Not (20.).

Spätestens in der 42. Spielminute hätte das Glasner-Team treffen müssen, als Torjäger Wout Weghorst aus dem Gewühl an Trapp hängenblieb. Zuvor besaß jedoch die Eintracht auch eine exzellente Gelegenheit zum 2:0 - Mijat Gacinovic verzog nach Flankenlauf von Filip Kostic und ärgerte sich lautstark im leeren Stadion (40.).

Fünf Minuten nach dem Ausgleich hatte der zuletzt treffsichere Pongracic freistehend aus kurzer Distanz die Wölfe-Führung auf dem Fuß, schoss aber über das Tor (63.), bevor Eintracht-Stürmer Gacinovic zu Beginn der umkämpften Schussphase an Koen Casteels scheiterte (74.).

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt: Die Aufstellungen

  • Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Pongracic, Brooks, Roussillon - Schlager, Arnold - Steffen, Brekalo, Joao Victor (61. Mehmedi) - Weghorst (75. Ginczek). - Trainer: Glasner
  • Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - Kohr (77. Torro), Rode (77. Fernandes) - Chandler, Kostic - Gacinovic (84. Sow), Kamada (89. de Guzman) - Silva (77. Dost). - Trainer: Hütter
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