Fussball

Hertha BSC - FC Augsburg 2:0: Labbadia feiert dritten Sieg im vierten Spiel

Von SID/SPOX
Labbadia hat erneut mit Hertha gewonnen.

Hertha BSC hat den Aufwärtstrend unter Trainer Bruno Labbadia fortgesetzt und darf auf der Zielgeraden einer chaotischen Saison vorsichtig auf die Europapokal-Plätze blicken. Gegen den FC Augsburg gewannen die Berliner am Samstag 2:0 (1:0), es war der dritte Sieg im vierten Spiel unter dem neuen Coach.

Als Krzysztof Piatek das Zittern im Olympiastadion beendet und auch Bruno Labbadia erlöst hatte, wusste der Trainer von Hertha BSC gar nicht mehr, wohin mit seinen Emotionen. Euphorisch bejubelte Labbadia seine runderneuerte Mannschaft beim 2:0 (1:0) gegen den FC Augsburg an der Seitenlinie. Die Frage war: Geht da sogar noch mehr?

Das Restprogramm ist schwierig, ja: Dortmund, Leverkusen, Mönchengladbach. Dennoch kann die Hertha mit zehn Punkten aus vier Spielen seit der Corona-Zwangspause Richtung Europacupplätze schauen. Javairo Dilrosun (23.) sorgte in einer bis dahin umkämpften Begegnung sehenswert für die Führung, Piatek (90.+3) machte nicht nur zu Labbadias Erleichterung kurz vor Schluss alles klar. "Der Tank war am Ende komplett leer", sagte der Trainer bei Sky, "aber wir sind unfassbar glücklich. Wir mussten echt leiden."

Dilrosun sorgte per Lupfer für die Entscheidung

Mit nun 38 Punkten hat Hertha den Abstiegskampf hinter sich gelassen. FCA-Coach Heiko Herrlich, der wie Labbadia nach der Corona-Pause sein Debüt bei seinem neuen Klub gegeben hatte, muss sich mit Augsburg mit 31 Zählern weiter nach unten orientieren. "Das Ergebnis geht in Ordnung", sagte er.

Labbadia musste auf den zuletzt formstarken Matheus Cunha verzichten, der wie Linksverteidiger Marvin Plattenhardt mit einer leichten Gehirnerschütterung ausfiel. Für das Duo rückten Dilrosun und Maximilian Mittelstädt in die Startelf.

Augsburg spielte zu Beginn mutig auf und setzte Berlin mit frühem Pressing unter Druck. Die Hertha dagegen wirkte trotz der jüngsten Erfolgserlebnisse anfangs nervös, das Aufbauspiel war fehlerhaft, das Fehlen von Kreativspieler Cunha deutlich zu erkennen.

Labbadia griff an der Seitenlinie immer wieder lautstark korrigierend ein, vor allem mit der Leistung von Flügelspieler Dodi Lukebakio war der Coach offenbar nicht zufrieden.

Weniger auszusetzen hatte Labbadia am Auftritt Dilrosuns. Der Niederländer lupfte nach einem Abpraller gefühlvoll über Augsburgs Felix Uduokhai und traf zur Führung, die sich Hertha in der Folge auch verdiente.

Der Treffer gab Hertha merklich mehr Sicherheit. Die Gastgeber kombinierten fortan gut, verlorene Bälle wurden schnell und im Kollektiv zurückerobert, die weit aufrückenden Außenverteidiger sorgten mit scharfen Hereingaben für viel Gefahr. Kapitän Vedad Ibisevic und (27./36./38.) und Lukebakio (32.) ließen weitere gute Chancen ungenutzt.

Während sich Hertha die mangelhafte Chancenverwertung vorwerfen lassen musste, hatte Augsburg nach der starken Anfangsphase nur wenig zu bieten.

Herrlich reagierte, er brachte Florian Niederlechner und Marco Richter. Die Maßnahme zeigte Wirkung. Der FCA wurde aktiver und kam zu Möglichkeiten, unter anderem zielte Niederlechner knapp daneben (59.). Letztlich belohnte sich Augsburg aber nicht, Richter traf nur die Latte (89.). Im Gegenzug fiel die Entscheidung.

Hertha BSC - FC Augsburg: Aufstellungen

  • Berlin: Jarstein - Pekarik, Boyata, Torunarigha, Mittelstädt - Grujic, Skjelbred (59. Arne Maier) - Lukebakio (64. Piatek), Darida, Dilrosun (90.+1 Klünter) - Ibisevic (65. Leckie). - Trainer: Labbadia
  • Augsburg: Luthe - Lichtsteiner (74. Framberger), Suchy, Uduokhai, Iago - Khedira (62. Baier), Gruezo - Vargas, Löwen (46. Richter), Sarenren-Bazee (81. Teigl) - Cordova (46. Niederlechner). - Trainer: Herrlich
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