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Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 1:3: Pleas Blitzstart bringt Fohlen bei harmloser SGE auf die Siegerstraße

SID
Gladbach setzte sich ohne Probleme in Frankfurt durch.

Das erste Tor nach 36 Sekunden, das zweite nur sechs Minuten später: Borussia Mönchengladbach hat mit einem Blitzstart seine Champions-League-Ambitionen auch beim Re-Start der Bundesliga bekräftigt. Am 26. Spieltag gewann die Mannschaft von Trainer Marco Rose bei Eintracht Frankfurt am Ende mit 3:1 (2:0)

Dadurch verbesserten sich die Fohlen in der Tabelle auf Rang drei. Die Gladbacher haben nur eines der vergangenen acht Ligaspiele verloren. "Das haben wir sehr, sehr gut hingekriegt", sagte Mitspieler Jonas Hofmann nach dem souveränen 3:1 (2:0) Sieg bei der Eintracht, die zum vierten Mal in Folge den Platz als Verlierer verlassen musste.

"Wir haben die ersten paar Minuten ein bisschen verschlafen. Gladbach ist richtig gut reingekommen, das hat denen natürlich in die Karten gespielt. Unser 3:1 war leider zu spät", sagte der Frankfurter Martin Hinteregger, der einen vierten Treffer der Gäste durch Hofmann vereiteln konnte (85.), weil sich der Gladbacher offensichtlich beim Schuss auf das Tor zu sicher fühlte und fahrlässig vergab. "Das war schon recht peinlich", sagte Hofmann bei Sky.

Zuvor hatte Alassane Plea einen Abstimmungsfehler der Eintracht-Defensive zum zweitschnellsten Treffer der Gladbacher Bundesliga-Historie (1.) genutzt, die nächste Unsicherheit in der Frankfurter Hintermannschaft bestrafte Marcus Thuram gnadenlos (7.). Ramy Bensabaini verwandelte später mit viel Glück einen Foulelfmeter (73.). Der eingewechselte Andre Silva konnte für die Gastgeber nur noch verkürzen (81.). Jonas Hofmann vergab danach fahrlässig einen vierten Gladbacher Treffer (85.).

Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach: Die Stimmen

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Ich muss Gladbach zum verdienten Sieg gratulieren. In der Anfangsphase haben wir den Sieg verpasst, wir sind schläfrig ins Spiel gegangen. Ich habe aber auch viele Dinge gesehen, die gepasst haben. Wir müssen aber die Dinge klar ansprechen."

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir sind auf einem guten Weg. Das war wichtig und eine sehr ordentliche Leistung von uns. Wir wussten nicht so richtig, wo wir stehen. Es kam uns natürlich der Blitzstart zugute. Wir haben es gut zu Ende gefightet, wir hätten vielleicht das eine oder andere Tor mehr machen können."

Gladbach nach frühem Doppelschlag ohne Probleme bei SGE

Nach den frühen Toren zogen sich die Gäste zurück, setzten vornehmlich auf Gegenstöße - und waren damit über die gesamte Spielzeit trotzdem gefährlicher als die uninspirierten und verkrampften Frankfurter. Plea hätte mit einem Distanzschuss (21.) beinahe nachgelegt für die Gladbacher, die vor allem durch ihr präzises Spiel in der ersten halben Stunde überzeugten.

Ähnliche Lichtblicke suchte man aufseiten der Gastgeber vergebens. Die knapp 70 Tage ohne Partie inklusive zweiwöchiger Quarantäne wegen positiver Coronatests hatten der Eintracht offensichtlich nicht gut getan, das schon vor der Zwangspause ideenlose Offensivspiel lahmte. Ein Freistoß von Filip Kostic (23.), den Gladbachs Keeper Yann Sommer problemlos entschärfte, blieb im ersten Durchgang die gefährlichste Aktion.

Eintracht Frankfurt: Auswechslung von Dost bleibt wirkungslos

Frankfurts Trainer Adi Hütter musste reagieren und dem völlig wirkungslosen Bas Dost in der Spitze eine Unterstützung zur Seite stellen. Da Goncalo Paciencia wegen einer Muskelverletzung nicht zur Verfügung stand, war der portugiesische Nationalspieler Silva die einzige Option. Aber auch die Hereinnahme des 24-Jährigen verpuffte bis zu dessen spätem Anschlusstreffer.

Die Gäste mussten sich freilich zunächst den Vorwurf gefallen lassen, nicht entschlossen genug auf das dritte Tor und die Entscheidung zu gehen. Die nötige Absicherung brachte erst der schwach geschossene Foulelfmeter von Bensebaini, den Eintracht-Torhüter Kevin Trapp beinahe abgewehrt hätte.

Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach: Die Aufstellungen

Frankfurt: Trapp - Toure, Abraham (74. Hasebe), Hinteregger, Ndicka (83. Kohr) - Ilsanker (74. Chandler) - Sow (46. Silva), Rode - Kamada (78. Gacinovic), Kostic - Dost. - Trainer: Hütter

Mönchengladbach: Sommer - Lainer, Ginter, Elvedi, Bensebaini (78. Wendt) - Neuhaus (90. Benes), Strobl - Hofmann, Embolo (78. Stindl), Thuram (66. Herrmann) - Plea (90. Jantschke). - Trainer: Rose

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