Fussball

Hertha BSC - VfL Wolfsburg 0:3: Wölfe beißen sich in der Tabellenspitze fest

SID

Der VfL Wolfsburg hat sich unter seinem neuen Trainer Oliver Glasner in der Bundesliga-Spitzengruppe festgesetzt. Die Wölfe gewannen durch das 3:0 (1:0) bei Hertha BSC auch ihr zweites Spiel in dieser Saison und gehören damit einem Quintett an, das noch ohne Punktverlust die Tabelle vor Rekordmeister Bayern München anführt.

Hertha-Trainer Ante Covic diskutierte nach dem Abpfiff im Olympiastadion noch lange und aufgeregt mit Schiedsrichter Guido Winkmann. Der 45 Jahre alte Polizeibeamte aus Kerken war für den neuen Berliner Coach offenbar dafür mitverantwortlich, dass seine Heimpremiere gründlich in die Hose ging.

Doch am Sky-Mikrofon blieb Covic nach der 0:3 (0:1)-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg betont ruhig: "Es steht mir nicht zu, die Arbeit eines Schiedsrichters zu bewerten, das überlasse ich anderen. Wir haben drei, vier Hochkaräter nicht genutzt und gegen einen sehr effektiven Gegner verloren."

Die Wölfe gewannen in der Hauptstadt auch ihr zweites Saisonspiel und gehören so einem Quintett an, das ohne Punktverlust die Bundesliga-Tabelle vor Rekordmeister Bayern München anführt.

Weghorst erzielt bereits Saisontor Nummer drei

Bei hochsommerlichen Temperaturen um 30 Grad Celsius war es erneut der niederländische Stürmer Wout Weghorst, der den VfL mit einem verwandelten Foulelfmeter (9.) auf die Siegerstraße brachte. Wolfsburgs Top-Torjäger der Vorsaison (17 Ligatore) hat in den ersten drei Pflichtspielen schon dreimal getroffen. Joker Josip Brekalo (82.) und Jerome Roussillon (90.+1) sorgten kurz vor dem Ende für die Entscheidung.

Covic haderte seinerseits mit seiner verpatzten Heimpremiere. Sein Vorgänger Pal Dardai und die anderen 42.737 Zuschauer im Olympiastadion mussten mitansehen, wie die Berliner den unerwarteten Punktgewinn zum Ligastart bei Rekordmeister Bayern München (2:2) nicht "vergolden" konnten, wie es Covic im Vorfeld gefordert hatte.

VfL-Trainer Glasner lobt Schiedsrichter Winkmann

Im Mittelpunkt stand zu Beginn Schiedsrichter Winkmann. Der Unparteiische zeigte bereits nach wenigen Sekunden auf den Elfmeterpunkt, nachdem VfL-Kapitän Josuha Guilavogui den Herthaner Ondrej Duda zwar zu Fall gebracht, zuvor aber den Ball gespielt hatte.

Nach einem Kontakt mit dem Videoschiedsrichter und dem Studium der TV-Bilder nahm Winkmann seine Entscheidung zurück. "Kompliment an den Schiedrichter, Hut ab", sagte VfL-Trainer Oliver Glasner zu dieser Situation.

Nur sieben Minuten später pfiff der Schiedsrichter auf der Gegenseite für Wolfsburg Strafstoß, weil Karim Rekik im Zweikampf zu ungestüm gegen Felix Klaus agiert hatte. Die Herthaner beschwerten sich lautstark wegen eines Sekunden zuvor nicht geahndeten Fouls von Vorlagengeber Xaver Schlager an Nationalspieler Niklas Stark. Weghorst war die Aufregung egal, der Niederländer verwandelte sicher zum 1:0.

Hertha mit zu wenig Durchschlagskraft - Wolfsburg eiskalt

Die Berliner erholten sich aber schnell von dem Rückstand und ließen eine Angriffswelle nach der nächsten aufs Wolfsburger Tor folgen. Doch Salomon Kalou per Kopf (12.) und Marko Grujic (21.) mit einer Doppelchance scheiterten knapp. Danach gelang es den Gästen, das Spiel ein wenig zu beruhigen und die Berliner vom eigenen Tor fernzuhalten.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Wolfsburger einen etwas größeren Offensivdrang, ohne sich zunächst entscheidend durchsetzen zu können.

Auf der anderen Seite reagierte Hertha-Trainer Covic und brachte nach einer Stunde in Davie Selke einen weiteren Stürmer. Doch mit dem früheren U21-Europameister kam auch nicht viel mehr Schwung auf den Rasen. Brekalo, der erst in der 77. Minute eingwechselt worden war, raubte Hertha dann die letzte Hoffnung, ehe Roussillon noch den dritten VfL-Treffer ertielte.

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