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FC Bayern München - Borussia Dortmund 4:0: Einseitiges Topspiel! FCB schießt BVB ab

Robert Lewandowski setzte seine Torserie gegen Borussia Dortmund fort.

Interimstrainer Hansi Flick hat auch sein zweites Spiel mit dem FC Bayern München gewonnen. Das Topspiel gegen Borussia Dortmund am 11. Spieltag der Bundesliga endete 4:0 (1:0). Damit zog der FC Bayern in der Tabelle an Dortmund vorbei und ist jetzt Dritter.

"Es hat sich am Mittwoch schon angedeutet, dass die Mannschaft die Initiative ergreifen will. Wir waren von der ersten Minute an aggressiv und haben heute auch gezeigt, welchen Fußball wir nach vorne zelebrieren können", sagte Flick.

Und Lucien Favre meinte: "Bayern war viel besser als wir. Tempo, Ballannahme, Technik, Pässe, Bewegung - in all diesen Belangen waren wir nicht gut. Viele Spieler waren nicht da. Wir waren nicht ängstlich, sie waren besser. Sie waren sehr gut im Ballbesitz und wir haben sehr viele Bälle verloren, das war der Unterschied. Es war wirklich sehr schwach von uns. Wir haben viel zu tun."

Beide Trainer setzen auf Eingespieltheit

Beide Trainer ließen die Startformationen von den siegreichen Champions-League-Spielen (FC Bayern 2:0 gegen Piräus, Dortmund 3:2 gegen Inter) beginnen und setzten somit auf den Faktor Eingespieltheit. Es entwickelte sich zu Beginn ein schnelles Spiel, beide Mannschaften versuchten nach Ballgewinn, zügig an den gegnerischen Strafraum zu gelangen.

Beim FC Bayern wurde es immer dann gefährlich, wenn Lewandowski an den Ball kam. In der 17. Minute verwertete er eine Pavard-Flanke per Kopf zum 1:0, Witsel hatte ihn im Strafraum ziehen lassen. Lewandowski traf somit an jedem der ersten elf Bundesligaspieltage. Das gelang vor ihm keinem.

Nach der Führung kam von bis dahin ebenbürtigen Dortmundern immer weniger. Götze war an vorderster Front nicht im Spiel, daran änderten auch gelegentliche Rochaden mit Brandt und Hazard nichts. Etliche frühe Ballverluste verhinderten ein geregeltes Angriffsspiel. Bereits in der 36. Minute reagierte Dortmund-Trainer Favre und brachte Guerreiro für den fehlerhaften und ideenlosen Sancho.

69 Sekunden nach Wiederanpfiff verwertete Gnabry eine Müller-Hereingabe und erhöhte auf 2:0. Wenig später vergab er die Riesenchance auf das 3:0. Der FC Bayern dominierte die Partie fortan nach Belieben und erspielte sich weitere Chancen, die jedoch ungenutzt blieben.

In der 61. nahm Favre Weigl und Götze runter und brachte dafür Alcacer und Reus, der sich direkt die Gelbe Karte abholte. Dortmund wurde mit den beiden neuen Offensivspielern zwar etwas aktiver, jedoch nicht wirklich zwingend. Die beste Chance vergab Alcacer in der 69. Minute.

Bayern-Trainer Flick brachte in der Schlussphase Coutinho, Thiago und Perisic - das Tor zum 3:0 erzielte aber erneut Lewandowski. Den Schlusspunkt zum 4:0 setzte der ehemalige Bayern-Spieler Hummels per Eigentor (80.)

Die Daten des Spiels FC Bayern gegen BVB

  • Tore: 1:0 Lewandowski (17.), 2:0 Gnabry (47.), 3:0 Lewandowski (76.), 4:0 Hummels (80., Eigentor)
  • Goretzka machte sein 150. Bundesligaspiel und sein 50. Pflichtspiel für den FC Bayern.
  • Dortmund trat mit der im Schnitt jüngsten Bundesliga-Startelf in dieser Saison an: 25 Jahre und 298 Tage.
  • Kein anderer Bundesligaverein kassierte im Jahr 2019 so viele Gegentore per Kopf wie Dortmund (elf).
  • Lewandowski traf im vierten Bundesligaspiel in Folge gegen Dortmund mindestens doppelt.

Der Star des Spiels: Robert Lewandowski (FC Bayern)

Vor allem in der ersten Halbzeit ein ganz starker Auftritt von Lewandowski. Er glänzte nicht nur mit seinem Treffer zum 1:0, sondern auch mit guter Ballbehandlung und einer tollen Außenristflanke. In der 76. legte er zum 3:0 nach. Es war sein 16. Tor in dieser Bundesligasaison. So viele Treffer hatte in der Bundesligahistorie zuvor noch kein Spieler nach elf Spieltagen auf dem Konto (Rekord zuvor: Gerd Müller mit 15, 1968/69).

Der Flop des Spiels: Jadon Sancho (BVB)

Schaffte es trotz Zerrung in die Startelf, doch das sollte sich nicht lohnen. Unmittelbar vor dem 0:1 ging Sancho unnötigerweise an der Außenlinie ins Dribbling - und blieb nach dem Ballverlust stehen. Nach 36 Minuten wurde er ausgewechselt. Bis dahin verzeichnete er bei 26 Ballaktionen 13 Ballverluste und war an keinem Torschuss beteiligt.

Der Schiedsrichter: Felix Zwayer

Zwayer hatte mit der fair geführten Partie keine Probleme. Richtig war es, Gnabrys vermeintliches Tor zum 2:0 in der 38. wegen einer Abseitsstellung nicht gelten zu lassen. Gnabrys Treffer zum 2:0 in der 47. gab Zwayer wegen einer vermeintlichen Abseitstellung von Müller im Vorfeld zunächst nicht, revidierte seine Entscheidung nach Rücksprache mit dem VAR aber.

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