Fussball

VfL Wolfsburg - 1. FC Köln 2:1: Wölfe souverän - Köln hadert mit nicht gegebenem Elfer

SID
Maximilian Arnold bejubelt seinen sehenswerten Treffer zum 1:0 gegen den 1. FC Köln.

Maximilian Arnold und Wout Weghorst haben ihrem Trainer Oliver Glasner ein perfektes Bundesliga-Debüt beim VfL Wolfsburg beschert. Aufsteiger Köln haderte nach dem Abpfiff mit einem nicht gegebenem Elfmeter.

Der 1. FC Köln erlebte ein Deja-vu: Zum Saisonstart fühlten sich die Profis des Aufsteigers nach dem 1:2 (0:1) beim VfL Wolfsburg durch Schiedsrichter Sven Jablonski (Bremen) benachteiligt. Im ersten Durchgang wurde den Geißböcken nach einem Foulspiel von Josuha Guilavogui an Dominick Drexler (32.) ein möglicher Elfmeter versagt.

Der VAR in Köln sah keinen Grund für einen Strafstoß. "So eine Grätsche ist ein klarer Elfmeter", wetterte der neue FC-Coach Achim Beierlorzer bei Sky. Es schien sich in Wolfsburg gleich die unglücklichen Bewertungen der Unparteiischen und der Videoassistenten aus der Vergangenheit für Köln fortzusetzen. Der FC und der Videobeweis - eine Story für sich.

"Die Bilder sprechen für sich, das war ein klarer Elfmeter", äußerte auch Drexler, "aber es geht weiter." Der neue VfL-Coach Oliver Glasner hielt sich hingegen mit einer Bewertung zurück: "Ich will mich bei Schiedsrichter-Entscheidungen am besten bis zum Ende der Saison zurückhalten. Ich hoffe, das gelingt mir, wenn auch der VfL mal betroffen sein sollte."

Arnold und Weghorst bescheren Glasner Traumdebüt

Arnold (16.) hatte die Niedersachsen zum Saisonauftakt gegen den 1. FC Köln mit einem Volley-Traumtor früh in Führung gebracht, Weghorst (60.) machte mit seinem Treffer zum 2:0 den Erfolg gegen den Aufsteiger und den ersten Dreier der Spielzeit perfekt.

Simon Terodde (90.+1) gelang nur das Anschlusstor für die Rheinländer. Köln hielt gegen den Europa-League-Teilnehmer lange Zeit gut mit, am Ende musste das Team von Neu-Coach Beierlorzer aber ein bisschen Lehrgeld zahlen.

Die 25.099 Zuschauer in Wolfsburg sahen von Beginn an eine muntere Partie. "Köln wird uns sofort unter Druck setzen und nicht lange fackeln", hatte Glasner vor der Partie gesagt. Doch dann war es das Team des Österreichers, der mit Xaver Schlager und Joao Victor zwei Zugänge in die Startelf beorderte, das im neuen 3-4-3-System offensiv sofort Akzente setzte.

Maximilian Arnold gelingt Traumtor aus 20 Metern

Arnold nutzte gleich die erste Drangphase zur Führung, aus über 20 Metern schoss der U21-Europameister von 2017 den Ball per Direktabnahme sehenswert und unhaltbar für Timo Horn ins rechte Eck.

So gut die Ansätze in der Offensive auch waren, in der Rückwärtsbewegung präsentierten sich die Wölfe immer wieder auch wacklig - wie schon vor fünf Tagen beim mühsamen Erfolg in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Halleschen FC. Und so kamen Anthony Modeste (11.), Kingsley Schindler (23.) und Dominick Drexler (25.) zu guten Möglichkeiten aus der Distanz. Der mutige Aufsteiger, der ohne den rotgesperrten Jhon Cordoba auskommen musste, zeigte sich vom Rückstand jedenfalls unbeeindruckt.

Wolfsburgs Defensive lässt wenig zu

Köln schaffte es trotz der immer mal wieder agilen Schindler, Drexler und Florian Kainz aber lange nicht, sich echte Möglichkeiten im Strafraum zu erspielen. Die VfL-Hünen um John Anthony Brooks präsentierten sich in der Wölfe-Abwehr ziemlich kompromisslos.

Doch Köln investierte weiter alles und versuchte einen Wolfsburger Patzer irgendwie zu erzwingen. Die Hausherren beschränkten sich mit zunehmender Spielzeit hingegen darauf, vor allem sicher zu stehen und nach Ballgewinnen über schnelle Konter gefährlich zu werden. Auf beiden Seiten nahmen aber auch die Fehler zu, einige Bälle gingen zu leicht verloren.

Doch dann zeigte Weghorst noch einmal seine Klasse, als er sich an der Strafraumgrenze gegen Rafael Czichos durchsetzen und noch platziert ins lange Eck abschließen konnte. Vorausgegangen war ein Ballverlust von Kölns Drexler.

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