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Fussball

Augsburg beendet Wolfsburgs Serie

Von Dominik Geißler
Augsburg verdiente sich den Sieg

Der FC Augsburg hat den VfL Wolfsburg am 13. Spieltag der Bundesliga mit 2:1 (0:1) besiegt. Der FCA sorgte damit für die erste Niederlage der Wölfe unter Trainer Martin Schmidt.

Das Spiel war von einem frühen Platzverweis gegen den VfL geprägt. Während die Gäste in Unterzahl ihren Fokus entsprechend auf die Defensive setzten, war es Augsburg, das die Initiative übernahm, ohne dabei aber zunächst gefährlich zu werden.

Auch wenn die zehn Wolfsburger sich nach einer guten halben Stunde etwas präsenter zeigten, kam die VfL-Führung völlig aus dem Nichts. FCA-Torhüter Marwin Hitz patzte bei einem 25-Meter-Schuss folgenschwer.

Von dem unglücklichen Rückstand ließ sich der FCA aber nicht beeindrucken. Nach der Halbzeitpause suchte man konsequenter den Weg in die Spitze, sorgte mit Kontern immer wieder für Gefahr und traf letztlich verdient zum Ausgleich. Spätestens jetzt hatte Augsburg seinen Gegner komplett im Griff, bis Alfred Finnbogason schließlich das Spiel drehte.

Für die Wölfe endet damit eine Serie von acht Partien ohne Niederlage. Für Augsburg war es der erste Sieg nach zwei Spielen ohne Dreier.

Die Daten zum Spiel

Tore: 0:1 Didavi (40.), 1:1 Gregoritsch (51.), 2:1 Finnbogason (78.)

Rote Karte: Arnold (11., Wolfsburg/Notbremse)

  • Die Rote Karte für Arnold war die früheste der laufenden Bundesliga-Saison. Für den einmaligen Nationalspieler war es der erste Platzverweis seit August 2013 (0:2 damals gegen Hannover 96).
  • In allen zehn Pflichtspielen unter Martin Schmidt trafen die Wölfe mindestens ein Mal. Torlos blieben sie zuletzt im letzten Spiel unter Andries Jonker (0:1 in Stuttgart am 4. Spieltag).
  • Zuvor drehte Augsburg in seiner Bundesliga-Historie nur ein einziges Heimspiel nach Halbzeitrückstand - beim 3:1 gegen den HSV vor knapp drei Jahren. Wolfsburg verlor im Gegensatz dazu nach einer Pausenführung im Oberhaus zuletzt vor fast einem Jahr.

Der Star des Spiels: Michael Gregoritsch

Hatte zwar nicht die ganz großen Spielanteile, war aber immer da, wenn es heiß wurde. Feuerte die meisten Torschüsse aller Akteure ab und belohnte sich schließlich mit seinem sechsten Saisontreffer. Vor dem zurückgenommenen Elfmeter spielte er den entscheidenden Pass auf Caiuby.

Der Flop des Spiels: Mario Gomez

Blieb über 90 Minuten blass. Seine einzig nennenswerte Aktion war eine gute Flanke in Richtung Origi, die letztlich aber ohne Erfolg blieb. Setzte keinen einzigen Torschuss ab und schaffte es auch nicht, durch clevere Laufwege Platz für seine Mitspieler zu schaffen.

Der Schiedsrichter: Tobias Stieler

Geriet nach nicht einmal zehn Minuten in den Mittelpunkt, als er Maximilian Arnold zunächst die Gelbe und nach Begutachtung der Videoaufnahmen die Rote Karte wegen einer vermeintlichen Notbremse zeigte. Eine fragwürdige Meinungsänderung, da die Wolfsburger wohl noch die Chance gehabt hätten, Finnbogason abzufangen. In der zweiten Halbzeit nahm er einen Elfmeterpfiff gegen Koen Casteels zurück, nachdem der Videoassistent ihm ansagte, dass der VfL-Keeper zuerst den Ball gespielt und dann den vermeintliche gefoulten Caiuby berührt hatte.

Reaktionen der Trainer:

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): "Es war ein extrem schwieriges Spiel für uns, wir waren in de ersten Halbzeit nicht zielstrebig genug, das Positionsspiel hat mir nicht gefallen. In der zweiten Halbzeit haben wir es extrem gut gemacht, einen Angriff auf den nächsten folgen lassen und absolut verdient gewonnen. Ich bin richtig stolz auf die Jungs, dass sie auch mal eine andere Situation gegen zehn Gegner und eine Mannschaft wie Wolfsburg meistern konnten."

Martin Schmidt (Trainer VfL Wolfsburg): "Es ist ein bisschen seltsam, überall redet man nur über die zwei Szenen (mit dem Videobeweis). Es wurde so bewertet, einmal ist man der Baum und einmal der Hund. Das hat der Herr Götze zuletzt gesagt, das hat mir gefallen. Es bringt ja nichts, wenn ich an der Linie den Hampelmann mache, es hat noch nie ein Schiedsrichter eine Rote Karte zurückgenommen. Das könnte nur ein Alibi geben für eine Niederlage, aber es hat ein Fehler zur Situation geführt, daran müssen wir arbeiten, dass das gar nicht erst passiert."

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