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Fussball

Schalke fertigt desolate Werkself ab

Von Sebastian Schuch
Guido Burgstaller erzielte gegen Bayer Leverkusen seinen dritten Bundesliga-Doppelpack

Am 31. Spieltag der Bundesliga gewann Schalke 04 bei Bayer Leverkusen mit 4:1 (3:0). Mit dem Sieg dürfen die Königsblauen weiter auf die Qualifikation zur Europa League hoffen. Die Werkself steckt dagegen endgültig im Abstiegskampf fest.

Vor 30.210 Zuschauern in der BayArena brachte Guido Burgstaller die Königsblauen früh in Führung (6.), Benedikt Höwedes erhöhte nur vier Minuten später. Alessandro Schöpf sorgte für die Vorentscheidung (18.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte erzielte Burgstaller seinen achten Saisontreffer (50.), es war der dritte Doppelpack des Österreichers in der Bundesliga. Stefan Kießling konnte nur den Ehrentreffer für Bayer besorgen (69.).

Durch den Treffer von Höwedes haben in dieser Saison bereits 16 verschiedene Spieler für Schalke getroffen. Gleichzeitig war es Bayers zwölfter Gegentreffer nach einem Eckball. Das 4:0 war außerdem das 22. Gegentor nach einem Standard. Beides sind Liga-Höchstwerte.

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Für Schalke ist es erst der dritte Auswärtssieg in dieser Saison. Leverkusen dagegen muss bereits die sechste Heimniederlage hinnehmen.

Kevin Kampl absolvierte sein 50. Bundesligaspiel für Bayer. Jonathan Tah gab sein Comeback nach knapp zweimonatiger Verletzungspause.

Die Reaktionen:

Bayer Leverkusen - Schalke 04

Tayfun Korkut (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir sind natürlich alle sehr enttäuscht. Das war ein bitterer Abend und ein brutaler Spielverlauf. Wir wollen nichts schönreden. Das war zu wenig."

Markus Weinzierl (Trainer Schalke 04): "Wir haben die Anfangsphase nicht gut gestaltet. Bis zum Führungstreffer war Leverkusen definitiv besser. Ich bin sehr froh, dass wir endlich auch wieder ein Standardtor gemacht haben. Wir versuchen weiter Punkte zu holen, abgerechnet wird am Ende."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff:

Nach dem 1:2 gegen Freiburg wechselt Tayfun Korkut gleich auf fünf Positionen. Jedvaj, Henrichs, Aranguiz, Bellarabi und Kießling stehen für Chicharito, Baumgartlinger, Wendell (alle Bank), Havertz (Abitur-Vorbereitung) und Dragovic (nicht im Kader) auf dem Platz.

Weinzierl stellt nach dem 1:1 gegen Leipzig wieder von 4-4-2 auf 4-2-3-1 um. Meyer fällt verletzt aus, Huntelaar der Systemumstellung zum Opfer. Für das Duo rücken Goretzka und Schöpf in die Startelf.

1.: Erste Hundertprozentige der Partie. Nach einer furchbaren Ballannahme von Bentaleb kommt Bellarabi an den Ball und spielt perfekt links den Strafraum. Der eingerückte Brandt zieht direkt ab, scheitert aber an Fährmann.

6., 0:1, Burgstaller: Diesmal macht es Bentaleb besser und spielt in die Schnittstelle auf Goretzka. Der Nationalspieler ist im Zweikampf geschickter als Toprak und legt sieben Meter vor dem Tor quer, Burgstaller muss nur noch einschieben.

10., 0:2, Höwedes: Schöpf bringt von links eine Ecke an den Fünfer. Höwedes wird von Brandt nicht am Kopfball gehindert und nickt in die lange Ecke ein.

18., 0:3, Schöpf: Goretzka wird perfekt links in den Strafraum geschickt und versucht den Querpass auf Schöpf. Diesen kann Leno ebenso abwehren wie den Nachschuss, doch dann kommt der Ball zu Schöpf, der ihn über die Linie stochert.

46.: Wie in Hälfte eins hat Bayer die erste Chance. Nach zwölf Sekunden lässt Bellarabi rechts im Strafraum einen strammen Schuss ab, schießt aber Zentimeter links vorbei.

50., 0:4, Burgstaller: Schöpf bringt einen Freistoß aus 35 Metern links an den Fünfer. Burgstaller steht völlig blank und trifft per Direktabnahme.

52.: Schöpf flankt von rechts halbhoch in den Strafraum, Goretzka legt mit der Hacke ab. Burgstaller nimmt den Ball an, trifft ihn dann aber nicht richtig, sodass Leno keine Probleme bekommt.

60.: Kampl tankt sich in den Strafraum, über Umwege kommt der Ball zu Brandt. Mit Risiko nimmt er den Ball direkt, verzieht aber um gut einen Meter.

69. 1:4, Kießling: Brandt verlagert geschickt die Seite auf Bellarabi, der im Strafraum nach der Ballannahme in die Mitte spielt. Kießling ist etwas schneller als Badstuber und köpft ein.

Fazit: Schalke nutzte die Sorglosigkeit in der Leverkusener Defensive eiskalt aus und musste so nicht annähernd an das Leistungsmaximum.

Der Star des Spiels: Alessandro Schöpf. Kam mit seinem Tor sowie zwei Vorlagen erstmals auf drei Torbeteiligungen in der Bundesliga. Brachte ganze sechs Flanken ins Zentrum und führte die meisten Zweikämpfe aller Akteure auf dem Platz (30), von denen er 43,3 Prozent gewann - starker Wert für einen Offensivspieler. Ebenfalls stark: Burgstaller und Goretzka.

Der Flop des Spiels: Tin Jedvaj. Steht hier stellvertretend für die gesamte Bayer-Defensive. Gewann nur etwa ein Drittel seiner Zweikämpfe und sah vor allem beim dritten und vierten Gegentreffer nicht gut aus. Leistete sich zudem einige unnötige Ballverluste.

Der Schiedsrichter: Marco Fritz. Erwischte durch die klaren Verhältnisse eine dankbare Partie. Lag mit der Zweikampfbewertung nahezu ausnahmslos richtig und bewies auch bei den Karten Fingerspitzengefühl.

Das fiel auf:

  • Leverkusen begann stark und spielte auch nach den Gegentoren weiter nach vorne. Dabei vernachlässigte die Werkself die Defensive teilweise haarsträubend und ließ Schalke so Platz zum Kontern. Das nutzten die Knappen vor allem beim 3:0 gnadenlos aus.
  • Schalke wiederum spielte aus einer gut gestaffelten Defensive und ließ so, mit Ausnahme der ersten Minute, in der ersten Halbzeit keine gefährliche Aktion von Bayer zu.
  • Königsblau zeigte sich äußerst effizient. Drei der ersten vier Schüsse fanden den Weg ins Netz. Einzig Goretzkas Abschluss vor dem Treffer von Schöpf blieb erfolglos.
  • Das 4:0 steht stellvertretend für den gesamten Auftritt der Bayer-Defensive. Gleich drei Schalker standen bei Burgstallers Treffer näher zum Tor als der erste Leverkusener.

Leverkusen - Schalke: Die Statistik zum Spiel

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