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Fussball

Werder setzt Serie auch gegen Schalke fort

Von Sebastian Schuch
Theodor Gebre Selassie brachte Werder Bremen in Führung

Am 27. Spieltag der Bundesliga besiegte Werder Bremen Schalke 04 mit 3:0 (1:0). Damit bauen die Werderaner ihre Serie aus und überholen mit 35 Punkten Schalke in der Tabelle. Aus den letzten sieben Partien holte der SVW bärenstarke 19 Punkte.

Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion brachte Theodor Gebre Selassie die Werderaner Mitte der ersten Hälfte in Führung (24.). Mit seiner fünften Torbeteiligung in dieser Saison (drei Tore, zwei Vorlagen) stellte der Tscheche einen persönlichen Rekord auf.

In der Schlussphase besorgte Max Kruse per Foulelfmeter das 2:0 (76.) und legte nur Minuten später den Treffer von Maximilian Eggestein auf (80.). Kruse hat in zehn Spielen 2017 bereits sechs Tore auf dem Konto. Das sind doppelt so viele wie im kompletten Kalenderjahr 2016.

Seit sieben Spielen sind die Bremer nun ungeschlagen. Sechs davon konnten gewonnen werden. Die vergangenen drei Heimspiele endeten allesamt zu Null.

Werder konnte erstmals seit April 2008 ein Heimspiel gegen Schalke gewinnen. Schalke dagegen konnte seit dreieinhalb Jahren einen Pausenrückstand nicht mehr in einen Sieg verwandeln (vier Unentschieden, 21 Niederlagen).

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Daniel Caligiuri bestritt sein 200. Bundesligaspiel (93 für Freiburg, 97 für Wolfsburg und zehn für Schalke) und startete erstmals als Rechtsverteidiger.

Die Reaktionen:

Alexander Nouri (Trainer Werder Bremen): "Unser Glück war, dass wir vorne eine gewisse Effektivität hatten. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, das ganze Team macht unsere schöne Serie erst möglich und die Fans dürfen ein Stück weit abheben. Wir denken nun an das Spiel gegen Frankfurt am Freitag."

Markus Weinzierl (Trainer Schalke 04): "Eine solche Niederlage darf so nicht passieren. Am Anfang hatten wir alles im Griff, nach dem Rückstand war es gegen starke Bremer sehr schwer. In der zweiten Halbzeit gab es eine gute Phase, aber um noch eine Chance zu haben, hätten wir da irgendwann den Ausgleich erzielen müssen."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Nouri tauscht im Vergleich zum 5:2 gegen Freiburg auf drei Positionen. Bauer fehlt verletzt erstmals seit dem 11. Spieltag in der Startelf und wird von Garcia ersetzt. Eggestein und Bartels (beide Bank) weichen für den genesenen Junuzovic und Pizarro.

Weinzierl wechselt nach dem Remis im Derby gegen den BVB einmal weniger. Schöpf und Meyer erhalten den Vorzug gegenüber Bentaleb (10. Gelbe) und Coke (Bank).

12.: Schalke kontert über Meyer. Von links fliegt die Flanke in den Strafraum, Goretzka kommt bei der Ballannahme im Duell mit Garcia zu Fall. Schöpf bekommt die Chance zum Abschluss, trifft den Ball aber nicht richtig. Der zweite Versuch wird zur Ecke geblockt.

24., 1:0, Gebre Selassie: Schalke kann einen Junuzovic-Freistoß von rechts zunächst blocken, der Österreicher bekommt aber die zweite Chance. Am Fünfer stielt sich Gebre Selassie im Rücken von Höwedes davon und köpft rechts oben ein.

28.: Meyer zieht aus 23 Metern ab, der Schuss wird leicht abgefälscht. Wiedwald lässt nur klatschen, links im Strafraum bekommt Caligiuri den zweiten Versuch. Genau in die Arme von Wiedwald.

35.: Junuzovic bringt einen Freistoß scharf an den Fünfer, drei Schalker sind sich nicht einig, wer an den Ball soll. Gebre Selassie und Delaney kommen aber auch nicht ran und so kann sich Fährmann auf den Ball werfen.

47.: Moisander mit einem Horrorpass in die Füße von Schöpf. Der Österreicher geht in den Strafraum und kommt im Duell mit Moisander nahezu ohne Kontakt zu Fall. Hartmann lässt erneut weiterlaufen.

54.: Pizarro erobert tief in der eigenen Hälfte den Ball und über Kruse rollt der Konter. Der Stürmer spielt in den Lauf von Grillitsch, steckt aber ein My zu viel Kraft in den Pass. Fährmann kommt an der Strafraumgrenze gerade so ran.

76., 2:0, Kruse (FE): Grillitsch bringt den Ball von rechts flach in die Mitte, Höwedes trifft nur Bartels. Vom Punkt lässt sich Kruse die Chance entgehen, schickt Fährmann in die falsche Ecke und schiebt links ein.

80., 3:0, Eggestein: Bartels erobert am Mittelkreis den Ball von Stambouli und schickt Kruse auf die Reise. Der verzögert links im Strafraum geschickt und spielt dann hoch in die Mitte. Dort steht Eggestein völlig blank und köpft ein.

Fazit: Verdienter Sieg für die Bremer, die zwar optische Nachteile, dafür aber die gefährlicheren Chancen hatten. Zudem glänzte vor allem die Defensivreihe über weite Strecken und ließ kaum etwas zu.

Der Star des Spiels: Max Kruse. Initiierte vor allem im zweiten Durchgang einige gefährliche Situationen. Blieb beim Strafstoß eiskalt und legte kurz danach für Eggestein auf. Stark in Halbzeit eins: Gebre Selassie.

Der Flop des Spiels: Benedikt Höwedes. Der Schalker Kapitän machte auf den ersten Blick eigentlich kein schlechtes Spiel, war aber an beiden Toren beteiligt. Verlor erst Gebre Selassie im Rücken und foulte dann Bartels zum Strafstoß. Gewann zudem weniger als 40 Prozent der wenigen Zweikämpfe. Ebenfalls schwach: Stambouli.

Der Schiedsrichter: Robert Hartmann. Machte über weite Strecken der Partie eine gute Figur, hatte aber eine kurze Schwächephase. Richtig, in der 12. und 47. Minute nicht auf Strafstoß für Schalke zu entscheiden. Der Elfmeter für Bremen war dagegen alternativlos.

Das fiel auf:

  • Während Schalke offensiv und defensiv das 4-2-3-1 hielt, interpretierte Werder das 3-5-2 deutlich variabler. In der Defensive zogen sich die Außen zurück und bildeten so eine Fünferkette. Wurde Schalke angelaufen, schoben die Außen erkennbar nach vorne, sodass Werder beinahe mit vier Angreifern agierte.
  • Vor dem 0:1 war Schalke klar feldüberlegen, konnte sich aber keine klaren Chancen erarbeiten. Im Anschluss war der Rückschlag kurzzeitig spürbar, dann übernahm Königsblau wieder mehr und mehr die Kontrolle.
  • Nur drei Fouls in der 1. Halbzeit sind eingestellter Tiefstwert für Werder in dieser Bundesliga-Saison.
  • Auch im zweiten Durchgang hatte Schalke eindeutig mehr vom Spiel, ließ sich aber am laufenden Band auskontern. Zunächst bestraften die Bremer die Nachlässigkeiten nicht, schlugen dann aber gleich doppelt zu.

Bremen - Schalke: Die Statistik zum Spiel

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