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Fussball

Wieder 4:0! BVB jetzt Spitzenreiter

Dortmund bleibt nach dem Sieg in Ingolstadt weiter ohne Gegentor in der Bundesliga
© Getty

Der FC Ingolstadt 04 hat das erste Bundesliga-Heimspiel seiner Vereinshistorie verloren. Gegen Borussia Dortmund unterlagen die Schanzer am 2. Spieltag der Bundesliga mit 0:4 (0:0). Der BVB übernimmt damit die Tabellenführung.

Vor 15.100 Zuschauern im ausverkauften Audi-Sportpark ging der BVB durch Matthias Ginter in Führung (55.) - für den Weltmeister war es der erste Pflichtspieltreffer im Trikot der Schwarzgelben.

Nur fünf Minuten später legte Marco Reus per Foulelfmeter das 2:0 nach. Kurz vor dem Ende markierte Shinji Kagawa Tor Nummer drei für die Borussia (84.). In der Nachspielzeit traf Pierre-Emerick Aubameyang zum Endstand.

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Dortmund feiert damit im sechsten Pflichtspiel unter Trainer Thomas Tuchel den sechsten Sieg.

Die Reaktionen:

Ralph Hasenhüttl (Trainer FC Ingolstadt): "Wir haben in unserer besten Phase das 0:1 bekommen. So lange wir die Kraft hatten, haben wir es einigermaßen geschafft, den Gegner vom Tor wegzuhalten. Dann mussten wir uns der Qualität beugen. Das Spiel war eine wichtige Erfahrung für meine Mannschaft. Wir haben versucht, mutig zu bleiben und wurden dafür abgestraft. Am Ende war es ziemlich happig. Das hat nicht viel Spaß gemacht."

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Ja, ich wusste, dass wir nach dem 3:0 Tabellenführer sind. Gefreut hat mich jedoch besonders unsere Leistung. Wir waren sehr präsent, haben uns viele Chancen erspielt. Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie ihre Leistung 90 Minuten durchgezogen und nie nachgelassen hat. In der Halbzeit habe ich mir gewünscht, dass sich die Mannschaft für ihr gutes Spiel belohnt."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Der FCI nach dem 1:0 in Mainz mit zwei Änderungen in der Startelf. Nyland und Bregerie beginnen für Özcan und Matip (beide Bank). Keeper Nyland kommt zu seinem Bundesligadebüt, Bregerie steht erstmals in einem Pflichtspiel in der Startelf.

Der BVB ebenfalls mit zwei Neuen gegenüber dem 4:0-Sieg gegen Gladbach: Ginter und Subotic (Pflichtspieldebüt in dieser Saison) beginnen für Piszczek und Sokratis. Der Grieche ist aufgrund von Problemen mit dem Sprunggelenk in Dortmund geblieben. Ginter spielt erstmals in der Bundesliga Rechtsverteidiger. Youngster Stenzel steht zum 1. Mal im Kader eines Bundesligaspiels.

6.: Ein langer Ball von Hummels auf die linke Seite wird von Schmelzer im Strafraum erlaufen. Der Außenverteidiger legt den Ball volley an den Fünfmeterraum, wo Reus die Kugel per Vollspann am rechten Pfosten vorbeidonnert.

15.: Schmelzer läuft auf links bis zur Grundlinie durch und legt zurück an den Elfmeterpunkt. Dort kommt Aubameyang zwischen drei Schanzern frei zum Ball, doch der Gabuner trifft das Leder mit dem Innenrist nicht richtig - weit rechts vorbei.

17.: Gündogan entwischt auf links Levels und dringt nach einem Solo in den Strafraum ein. Bei seinem Pass in die Mitte greift Nyland ins Leere, Aubameyang kommt vor dem leeren Tor aber einen Schritt zu spät.

19.: Kagawa nimmt den Ball im Mittelfeld stark mit und legt auf rechts zu Mkhitaryan. Der Armenier dringt in die rechte Strafraumhälfte ein und hat nur noch Nyland vor sich. Sein Außenristschuss geht am langen Eck vorbei.

28.: Reus spielt einen tollen Doppelpass mit Aubameyang, der Reus rechts steil in den Strafraum schickt. Reus schüttelt Engel ab und knallt den Ball aus spitzem Winkel per Aufsetzer um Zentimeter am langen Pfosten vorbei.

34.: Mkhitaryan spielt einen lässigen Ball aus dem Fußgelenk auf den durchstartenden Kagawa. Der hat kleinere Probleme, den hohen Ball zu verarbeiten und bugsiert die Kugel über Nyland hinweg neben das Tor.

49.: Morales hat etwas Platz vor dem Sechzehner und zieht nach rechts. Im Strafraum angekommen legt der Amerikaner zurück auf Hartmann, der die Kugel direkt nimmt und Bürki zu einer Hechteinlage ins lange Eck zwingt.

55., 0:1, Ginter: Mkhitaryan behauptet sich stark im Zweikampf vor dem Strafraum und legt quer auf rechts zu Ginter. Der wackelt bei seinem ersten Vorstoß des Tages Engel aus und vollstreckt aus 15 Metern mit links ins lange Eck.

Ginter: "Fühle mich wohl auf der Position"

60., 0:2, Reus (Foulelfmeter): Schmelzer zieht nach innen und wird im Strafraum von Hartmann gelegt. Den fälligen Strafstoß haut Reus ins linke Eck, Nyland war noch leicht dran.

62.: Nach einer Kopfballablage von Leckie kommt Lex im Strafraum zum Schuss, sein Versuch ist aber nicht platziert genug für den stark reagierenden Bürki.

72.: Dortmund kommt über Reus. Der steckt am Strafraum stark auf Aubameyang durch, doch der scheitert aus fünf Metern am herausgelaufenen Nyland.

74.: Nach einem Eckball von der linken Seite kommt Hummels aus sechs Metern an den Ball. Den Kopfstoß des BVB-Kapitäns lenkt Nyland jedoch mit einem tollen Reflex über die Latte.

84., 0:3, Kagawa: Aubameyang spielt zu Hofmann, der auf Kagawa weiterleitet. Der Japaner dreht sich um die eigene Achse und verlädt Nyland mit einem Flachschuss ins rechte Eck.

90.+1, 0:4, Aubameyang: Ginter schlägt den Ball von rechts nach innen zu Aubameyang, der das Leder erst nicht kontrollieren kann, dann aber doch einnetzt.

Fazit: Dortmund hätte bereits zur Pause deutlich führen müssen und gewinnt am Ende hochverdient gegen physisch starke Ingolstädter, die offensiv aber vieles schuldig blieben.

Der Star des Spiels: Henrikh Mkhitaryan. Bestätigte erneut seine glänzende Form und war nun an elf der 20 Pflichtspieltore des BVB in der noch jungen Saison direkt beteiligt (sieben Tore, vier Assists). Bereitete mal wieder das wichtige 1:0 vor, auch der zweite Treffer geht zu weiten Teilen auf seine Kappe.

Der Flop des Spiels: Tobias Levels. Hatte besonders in Halbzeit eins alle Hände zu tun, da der BVB verstärkt über seine Seite angriff. Hatte dort dann kaum Zugriff und stand auf verlorenem Posten. Die guten Bewegungen von Schmelzer in die Offensive hielten Levels zudem davon ab, sich selbst einmal nach vorne zu schieben.

Der Schiedsrichter: Christian Dingert. Ließ die Gelbe Karte gegen Levels nach Foul an Mkhitaryan in Spielminute zwei noch stecken, musste dem Armenier dann aber 60 Sekunden später die persönliche Strafe aussprechen. Mkhitaryan hatte Glück, die erste Hälfte überhaupt überlebt zu haben, spätestens nach dem Foul an Hinterseer hätte er eine zweite Gelbe Karte sehen müssen. Blieb trotz des sehr physischen Spiels ohne gravierende Fehlentscheidung - der Elfmeter für Dortmund war regelkonform- und lag auch mit den zahlreichen anderen Karten richtig.

Das fiel auf:

  • Ingolstadt agierte gegen den Ball in einem 4-1-4-1 und presste früh. Besonders Groß rückte zeitig heraus und attackierte Dortmunds Aufbauspieler Weigl. Damit schafften es die Schanzer vor allem zu Beginn, Dortmund keine Ruhe im Spielvortrag zu geben. Die Partie geriet sehr hektisch, mit vielen Fouls und zahlreichen hohen Bällen.
  • Sobald der BVB die erste Pressinglinie des FCI jedoch überspielen konnte, wurde es stets gefährlich - besonders, wenn schnell in Richtung der linken Spielfeldhälfte verlagert wurde. Mkhitaryan, Kagawa und Reus schafften es dort immer wieder, sich der mannorientierten Verteidigung der Hausherren zu entziehen.
  • Die Borussia wurde zunehmend dominanter, scheiterte aber viel zu lange am eigenen Unvermögen vor dem Kasten. Von Ingolstadt dagegen war in der Offensive nichts zu sehen, auch an die zweiten Bälle kamen die Schanzer im letzten Drittel nur selten. Die Passquote von 45 Prozent angekommener Zuspiele im Halbzeit eins ist erschreckend schwach.
  • Immerhin: Ingolstadt kam mit viel Dampf aus der Kabine und gewann besonders im Zentrum ein paar schlecht vom BVB abgesicherte Zweikämpfe. Daraufhin konnten die Hausherren mit Tempo auf Dortmunds Abwehrformation zugehen und kamen zu guten Chancen.
  • Bemerkenswert, mit welcher Ruhe der BVB auch diese Partie zu Ende spielte. Dortmund ließ sich nicht von der Hektik anstecken oder verzagte nicht aufgrund der schwachen Chancenverwertung, sondern erarbeitete sich nach guten zehn Minuten die Spielkontrolle und gab diese den Rest des Spiels nicht mehr ab. Das hatte unter solchen Umständen in den Vorjahren noch anders ausgesehen.

Ingolstadt - Dortmund: Die Statistik zum Spiel

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