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Fussball

Bayern lässt auch Hertha keine Chance

Es müllert wieder! Bayerns Nummer 25 traf zur 1:0-Führung
© Getty

Der FC Bayern München hat seine imposante Siegesserie in der Bundesliga fortgesetzt und einen großen Schritt Richtung Herbstmeisterschaft gemacht. Gegen Hertha BSC siegten die Münchner mit 2:0 (2:0).

Vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena sorgten Thomas Müller (34.) und Kingsley Coman (41.) für die Münchner in einer extrem einseitigen Partie bereits in der ersten Hälfte für die Entscheidung.

Der eingewechselte Sebastian Rode stand nach seiner Sehnenreizung im Oberschenkel erstmals seit dem 19. September wieder für den FC Bayern auf dem Platz.

Sollte Borussia Dortmund am Sonntag gegen Stuttgart nicht gewinnen, wären die Münchner bereits Herbstmeiter - mit Ausnahme der Münchner in der Saison 2012/13 hat es das am 14. Spieltag noch nie gegeben.

Die Reaktionen

Pep Guardiola (Trainer Bayern ): "Großes Kompliment an die Mannschaft für ihre Leistung. Wir hatten viele Verletzte und nur Coman für das Eins gegen Eins. Wir haben es in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht. In der zweiten Halbzeit wollten wir viel Kontrolle und keine Konter zulassen. Ich weiß wie schwer es ist, alle drei Tage bereit zu sein."

Pal Dardai (Trainer Hertha): "Wir brauchen uns für nichts zu schämen. Einstellung und Einsatz waren vorbildlich, aber die Bayern sind doppelt so schnell wie wir und zwei Klassen besser. Mit dem 0:2 kann man leben, wir haben das Maximum rausgeholt. Nur die beiden Tore kann man besser verteidigen, darüber bin ich ein bisschen sauer."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Pep Guardiola schickt in der Abwesenheit der angeschlagenen Robben, der nicht im Kader steht, und Costa eine nominell relativ defensive Formation aufs Feld. Im Gegensatz zum 4:0 unter der Woche gegen Piräus tauscht der Bayern-Coach insgesamt drei Mal, auch Badstuber muss raus. Dafür rücken Martinez, Benatia und Alonso ins Team. Insgesamt fehlen den Münchnern neben Robben und Costa auch noch Alaba, Thiago, Kimmich, Bernat, Götze und Ribery.

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Pal Dardai schickt die Gäste aus Berlin im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Hoffenheim auf nur einer Position verändert aufs Feld: Ibisevic ersetzt Cigerci und geht in den Sturm, Kalou rückt dafür eine Reihe nach hinten.

10.: Erstes dickes Ding der Münchner! Lahm steckt rechts im Strafraum schön auf Lewandowski durch, der den Ball aus spitzem Winkel an den Pfosten chippt. Coman rutscht direkt vor dem Tor am Abpraller vorbei!

34., 1:0, Müller: Ecke Vidal von rechts. Elf Meter vor den Kasten wirft sich Benatia in die Hereingabe, dessen Kopfball Richtung Toraus geht - doch Müller hält am langen Pfosten die Birne hin und trifft aus kurzer Distanz.

40.: Wahnsinnsangriff der Münchner! Über Coman, Martinez und Lewandwski kommt die Kugel in einem irren Tempo rechts raus zu Müller. Dessen Hereingabe wird abgefälscht, Vidal kommt mit dem langen Bein noch ran, scheitert aber am gut reagierenden Jarstein!

41.: Jetzt wird's wild: Die Hertha kriegt die Kugel nicht raus, Lewandowski versucht's im überfüllten Berliner Strafraum mit dem Schlenzer. Jarstein boxt ihn nach vorn, von Benatia prallt die Kugel wieder Richtung Gehäuse - aber Lustenberger rettet auf der Linie...

41., 2:0, Coman: Boateng bringt den Ball aus dem Mittelfeld an den Sechzehner, wo Martinez volley aus der Drehung in den Lauf von Coman legt. Der Franzose drückt den Ball im Springen über die Linie. Klasse Kombination!

54.: Wer bist du und was hast du mit Lewandowski gemacht? Der Pole nimmt eine Flanke fünf Meter vor dem Tor mit der Brust an, semmelt aber mutterseelenallein vor Jarstein halb an der Kugel vorbei...

55.: Lewandowski startet links im Strafraum durch, bleibt aber am herauseilenden Jarstein hängen. Den Nachschuss setzt Müller aus 13 Metern hauchzart neben den Kasten.

Fazit: Auch das Duell Erster gegen Vierter verkommt zur Einbahnstraßen-Partie, in der die hilflose Hertha dem Rekordmeister nichts entgegenzusetzen hat.

Der Star des Spiels: Javi Martinez durfte eindrucksvoll seine Polyvalenz unter Beweis stellen. Begann in der Innenverteidigung, rückte im Laufe des Spiels ins defensive Mittelfeld, schaltete sich von dort in viele Angriffe ein, rückte nach Boatengs Auswechslung wieder in letzter Reihe und beendete die Partie im Mittelfeld. Erledigte seine Aufgaben überall perfekt und bereitete das 2:0 wunderbar vor.

Der Flop des Spiels: Yanni Regäsel bekam es auf seiner Seite mit Coman zu tun und war zu keiner Zeit des Spiels in der Lage, das Tempo der Roten mitzugehen. Gewann nicht einmal ein Drittel seiner Zweikämpfe und war auch in der Offensive genauso harmlos wie seine Kollegen. Undankbares Spiel für den Youngster.

Der Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees hatte keine Probleme mit der Partie und lag bei den persönlichen Strafen und der Bewertung der taktischen Fouls stets richtig. Knifflige Entscheidung in der 28. Minute, als das Gespann Lewandowski bei einem aussichtsreichen Angriff wegen vermeintlicher Abseitsposition zurückpfiff - der Pole war aber wohl auf gleicher Höhe.

Das fiel auf:

  • Interessante Variante der Bayern: Guardiola beorderte überraschend Boateng rechts ins Mittelfeld zu Alonso und Vidal, die Abwehrreihe bildeten Lahm, Benatia, Martinez und Rafinha. Bei eigenem Ballbesitz schoben die Außenverteidiger so weit nach vorne, dass die Formation quasi zu einem 2-5-3 wurde.
  • Die Hertha hielt wie erwartet mit einer maximal defensiven Ausrichtung dagegen. Vor der Fünferkette in der Abwehr, die bei großem Druck sogar situativ zu einer Sechserkette wurde, formierte sich ein weiterer Vierer- respektive Dreier-Riegel. Lediglich Ibisevic als alleinige Spitze hielt etwas weiter vorne die Stellung und lauerte.
  • Nach einer knappen halben Stunde wechselte Bayern: Boateng, der im Mittelfeld wenig bis keinen Einfluss auf die Partie hatte, überließ Martinez seinen Platz und rückte nach hinten neben Benatia. Das machte sich prompt bezahlt: Boateng spielte einen langen Ball, der Spanier verlängerte sehenswert, Coman vollendete zum 2:0.
  • Dardai stellte die Alte Dame zu Beginn der zweiten Halbzeit mit dem Mute der Verzweiflung um und ließ mit einer Viererkette in der Defensive etwas offensiver agieren. Das machte sich auch gleich bemerkbar - jedoch auf Seiten des Rekordmeisters, der die Räume nutzte und schon in den erste zehn Minuten nach Wiederanpfiff zwei, drei hochkarätigste Chancen hatte.

Bayern - Hertha: Die Statistik zum Spiel

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