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Fussball

"Wir sind hier in der Realität"

Von Für SPOX in der Allianz Arena: Christoph Köckeis
Einmal kräftig durchpusten: Thomas Müller nach dem Sieg über Wolfsburg
© Getty

Ein offensives Feuerwerk brannte der FC Bayern München am 7. Spieltag keineswegs ab. Allein dem Oktoberfest war es zu verdanken, dass in der Allianz Arena etwas Festtagsstimmung aufkam. Nach dem mühevollen 1:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg sprach Thomas Müller über utopische Ansprüche, problematische Mann-Deckungen und sein Siegtor.

Frage: Herr Müller, Sie durften erstmals in dieser Bundesliga-Saison jubeln. Ihre ganz persönliche Erlösung?

Thomas Müller: Ich freue mich, über das Tor. Erlösung ist allerdings etwas übertrieben (lacht). In erster Linie bin ich froh, gewonnen zu haben. Dass ich endlich in der Liga traf, stellt einen schönen Beigeschmack dar.

Frage: Ein fahler Beigeschmack bleibt indes ob der Aktion von Bastian Schweinsteiger: Wie haben Sie den Schubser gegen VfL-Spielmacher Diego erlebt?

Müller: Ich muss gestehen, das konnte ich nicht wirklich sehen. Möglicherweise werde ich es mir nochmals ansehen, direkt nach dem Spiel kann ich dazu aber nichts sagen.

Frage: Welche Erkenntnisse ziehen Sie aus diesem 1:0-Arbeitssieg? Jene, dass man selbst mit einer schlechteren Leistung gewinnen kann?

Müller: Weniger schlecht, es war ein hart umkämpftes Duell. Wir versuchen immer zu erklären, dass es keinen Spaziergang gibt, deshalb führten wir vor zwei Wochen diese Diskussion. Man kann nicht immer glänzen, neue Rekorde aufstellen, über 100 Tore schießen oder andere Mannschaften einholen. Wir müssen einfach gewinnen - auch mal 1:0. Und ich denke, das haben wir völlig verdient getan. Läuferisch war es eine sehr gute Vorstellung.

Frage: Warum hatte Bayern in der Offensive derart Mühe, zwingende Chancen zu kreieren?

Müller: Sie haben uns nichts geschenkt, fast über den ganzen Platz Mann gegen Mann verteidigt. Nicht der modernste Verteidigungsstil, aber sie haben Spieler, die diese Laufarbeit leisten können. Insgesamt hatten sie allerdings keine herausgespielte Möglichkeit, wurden nur bei zwei Standards gefährlich. Da können wir mit einer Vielzahl an Chancen dagegenhalten. Obwohl wir nicht in der Art und Weise spielten, um Wolfsburg aus dem Stadion zu schießen.

Frage: Xherdan Shaqiri erklärte zuletzt, ein 1:0 würde nicht mehr reichen. Der Glanz der Triple-Saison ließ die Erwartungshaltung in die Höhe schnellen. Inwiefern sind Sie mitunter selbst daran Schuld?

Müller: Selbst Schuld ist womöglich die falsche Formulierung (lacht). Wir haben schon sehr gute Leistungen gezeigt und auch Gegner richtig auseinander genommen. Das darf jedoch nicht zur Norm werden. Natürlich ist es die Wunschvorstellung, aber wir sind hier in der Realität. Wir sollten nicht vergessen, dass in Deutschland viele gute Mannschaften spielen. Wir haben in der Bundesliga ein sehr breites Mittelfeld, mit vielen Klubs, die alles andere als ein Geschenk sind. Das haben wir gegen Wolfsburg wieder gesehen.

Bayern - Wolfsburg: Daten zum Spiel

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