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Fussball

Nächste Bayern-Gala, nächstes Schützenfest

Von Für SPOX in der Allianz Arena: Thomas Gaber
Spielfreude pur! Franck Ribery bekamen die Freiburger nie in den Griff
© Getty

Der FC Bayern München hat die Tabellenführung in der Bundesliga durch einen 7:0 (3:0)-Sieg gegen den SC Freiburg am 5. Spieltag verteidigt. Mario Gomez (8., 52., 55., 71./Elfm.) mit seinem zweiten Viererpack in der Bundesliga, Franck Ribery (26., 41.) und Nils Petersen (90.) mit seinem ersten Treffer für den Rekordmeister erzielten die Tore für die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes, die Freiburg in allen Belangen haushoch überlegen war.

Vor 69.000 Zuschauer übernahmen die Bayern vom Anpfiff weg das Kommando und spielten die Freiburger 90 Minuten lang an die Wand.

Die Münchner gewannen das sechste Pflichtspiel in Folge ohne Gegentreffer, Torhüter Manuel Neuer ist in der Bundesliga seit 388 Minuten ohne Gegentor.

Die Reaktionen

Mario Gomez (FC Bayern) über seine Treffsicherheit: "Es werden Spiele kommen, wo es enger wird. Dann bin ich froh, wenn wir ein Tor schießen. Es ist nun mal so, dass wir als Stürmer gerne Tore schießen. Ich nehme alles mit und wehre mich nicht gegen Tore."

Marcus Sorg (SC Freiburg): "Die Enttäuschung ist riesig. Wenn man so spielt und dementsprechend sieben Gegentore bekommt, muss man das erst mal verdauen. Fakt ist, dass wir heute keine Leistung als Mannschaft an den Tag gelegt haben, die für die Bundesliga reicht, um Punkte oder Siege zu holen. Und in München schon gleich zwei Mal nicht."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Die Bayern ohne den am Rücken verletzten Robben, sonst aber mit der etatmäßigen Stammelf. Boateng rückt wieder in die Innenverteidigung für van Buyten, Rafinha verteidigt rechts. Tymoschtschuk muss für Gustavo auf die Bank.

Die Freiburger beginnen im 4-2-3-1 mit der gleichen Mannschaft, die Wolfsburg am 4. Spieltag 3:0 bezwungen hatte.

4.: Ribery tanzt auf links zwei Freiburger aus und spielt in die Mitte. Kroos zieht aus 15 Metern ab - genau auf Baumann.

8., 1:0, Gomez: Schweinsteiger mit einem Zuckerpass an den 16er auf Kroos. Der steht frei vor Baumann, spielt aber links rüber zu Gomez, der den Ball ins leere Tor schiebt. Die Freiburger schauen brav zu.

26., 2:0, Ribery: Ein Kroos-Pass teilt die SC-Abwehr in zwei Hälften. Gomez ist durch und legt ab für Ribery. Der steht mit dem Rücken zum Tor und drückt den Ball mit der rechten Hacke aus vier Metern über die Linie.

40.: Kroos hat vor dem Freiburger Strafraum wieder jede Menge Platz und Zeit. Rafinha stürmt auf rechts in den 16er, bekommt den Pass und schießt aus zehn Metern an den linken Außenpfosten.

41., 3:0, Ribery: Ribery holt eine Müller-Flanke links im Strafraum butterweich runter, zieht an Nicu vorbei, als wäre der Luft und schießt den Ball mit links aus acht Metern flach ins lange Eck.

52., 4:0, Gomez: Erneut viel Platz im Zentrum für Schweinsteiger, Pass auf Ribery. Der hat wieder die Wahl: selber einschießen oder rüberlegen zu Gomez. Gomez bekommt den Ball und schießt wieder mal aus sechs Metern ins leere Tor.

55., 5:0, Gomez: Ribery an der 16er-Linie zu Gomez auf den Elferpunkt. Barth ist eher am Ball, schießt Gomez an und von dessen Schienbein fliegt der Ball über Baumann hinweg ins Tor. 10. Dreierpack für Gomez in der Bundesliga.

71., 6:0, Gomez (Elfmeter): Dembele senst Müller klar im Strafraum um, Welz zeigt auf den Punkt. Gomez trifft erst unten links, weil Schweinsteiger zu früh eingelaufen ist, lässt Welz wiederholen. Diesmal unten rechts und es zählt. Zweiter Viererpack für Gomez in der Bundesliga.

90., 7:0, Petersen: Das erste Tor für den Neuzugang: Schweinsteiger mit einer scharfen Flanke an den Fünfer. Petersen sprintet in den Ball und muss nur noch den Fuß hinhalten.

Fazit: Auch in der Höhe verdienter Sieg für entfesselte Bayern gegen katastrophale, bemitleidenswerte Freiburger.

Der Star des Spiels: Franck Ribery. Spielfreudig, trickreich, uneigennützig, torgefährlich. So stark hat man den Franzosen lange nicht im Trikot des FC Bayern gesehen. Egal, wo sich Ribery aufhielt und welche Idee er wählte - es klappte quasi alles. Er war an neun Torschüssen beteiligt und hatte bis zu seiner Auswechslung in der 72. Minute unglaubliche 106 Ballkontakte. Gegenspieler Nicu wurde zur Halbzeit von SCF-Trainer Sorg erlöst. Ebenfalls erneut nicht zu stoppen: Mario Gomez mit seinen vier Treffern.

Der Flop des Spiels: Stellvertretend für eine unterirdisch schlechte Freiburger Mannschaft die Doppelsechs Johannes Flum und Julian Schuster. Beide waren komplett überfordert mit dem schnellen Passspiel der Bayern und kamen überhaupt nicht in die Zweikämpfe. Erschreckend, wie Freiburg den Münchnern das gesamte Mittelfeld wehrlos überließ.

Der Schiedsrichter: Tobias Welz lag bei der Zweikampfbewertung ab und zu daneben, hatte mit der fairen Partie aber keine erwähnenswerten Probleme.

Analyse: Wie bei den souveränen Siegen gegen den HSV (5:0) und Kaiserslautern (3:0) legten die Bayern ein hohes Anfangstempo hin. Alle Spieler waren permanent in Bewegung; die Bayern spielten aggressives Pressing und erzwangen so jede Menge Fehler der Freiburger.

Die Gäste waren schnell überfordert und bekamen keinerlei Zugriff. Einfacher als im Training konnten die Bayern kombinieren und sich Chancen im Minutentakt herausarbeiten. Die Freiburger zitterten am ganzen Körper, gingen - wenn überhaupt - höchst naiv in die Zweikämpfe und luden die Bayern zum Toreschießen ein.

Die Münchner waren derart überlegen, dass Ribery, Kroos, Müller und Gomez es bisweilen mit der Spielfreude übertrieben, statt zielstrebig aufs nächste Tor zu gehen.

Während die Bayern auch nach der Pause das Tempo hochhielten, blieb Freiburg jegliche Bundesligatauglichkeit schuldig. Der HSV stellte sich beim 0:5 in der Arena schon hilflos an, die Breisgauer setzten noch eins drauf.

Die Bayern dagegen sind in einer Top-Verfassung und bestens gerüstet für den Champions-League-Auftakt beim FC Villarreal am kommenden Mittwoch.

Bayern - Freiburg: Daten zum Spiel

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