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Fussball

Schmeichelhaftes Remis für Schalke

Von Daniel Börlein / Tim Frische
Ex-Frankfurter Jermaine Jones (vorne) wurde bei jedem seiner Ballkontakte ausgepfiffen
© Getty

Der FC Schalke 04 steckt in der Bundesliga weiter im Tabellenkeller. Das Team von Trainer Felix Magath musste sich bei Eintracht Frankfurt mit einem 0:0 begnügen.

Vor 51.000 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Arena waren die Gastgeber in Durchgang zwei die deutlich bessere Mannschaft und hatten durch Halil Altintop (68.) und Theofanis Gekas (81.) zwei Großchancen zum Sieg.

Trotz der schwachen Leistung kletterte Schalke durch den Punktgewinn auf Tabellenplatz 15 und hat nun sechs Zähler. Frankfurt liegt mit 13 Punkten auf Rang neun.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Eine Änderung bei der Eintracht. Meier kehrt ins Team zurück, Tzavellas muss raus, Köhler rutscht auf die Linksverteidigerposition. Bei Schalke startet Rakitic für Moritz.

18.: Metzelder holt sich den Ball in der eigenen Hälfte, spielt weiter auf Raul, der auf Farfan. Der Peruaner steckt nach Doppelpass mit Jurado durch zu Raul, aber Nikolov kann den Versuch des Spaniers aus sieben Metern abwehren.

40.: Rakitic mit einer langen Flanke aus dem Halbfeld in den Strafraum, eigentlich harmlos, aber Köhler macht die Situation mit einer verunglückten Kopfballabwehr noch mal heiß! Huntelaar schnappt sich das Leder, lässt Köhler aussteigen und schießt dann aus spitzem Winkel aus sieben Metern Nikolov an!

47.: Köhler zieht einen Freistoß wieder lang und scharf auf den zweiten Pfosten. Russ kommt frei zum Kopfball, der Ball geht ganz knapp neben den Pfosten!

68.: Matip verliert den Ball gegen Ochs. Ochs läuft bis an die Grundlinie, schiebt wunderbar in die Mitte. Altintop schafft es dort das Leder aus zwei Metern über das leere Tor zu ballern!

81.: Altintop flankt in die Mitte. Dort kommt Chris unbedrängt zum Kopfball - daneben! Und die nächste Chance: Meier steckt am Sechzehner durch auf Gekas, aber der Grieche vergibt aus halbrechter Position.

Fazit: Schwaches Spiel von beiden Teams in Halbzeit eins, nach der Pause drehte Frankfurt mächtig auf und hätte mindestens ein Tor machen müssen. Für Schalke ein schmeichelhaftes Remis.

Der Star des Spiels: Chris. Frankfurts Kapitän war der Herrscher im Mittelfeld. Der Brasilianer gewann knapp dreiviertel seiner Zweikämpfe, stopfte viele Löcher und agierte am Ball unheimlich abgebrüht. Leistete sich zudem fast keinen Ballverlust.

Die Gurke des Spiels: Ivan Rakitic. In der Champions League sorgte der Kroate nach seiner Einwechslung für viel Schwung und bereitete einen Treffer vor. Zur Belohnung durfte Rakitic in Frankfurt von Beginn an ran. Harmonierte auf links allerdings überhaupt nicht mit Schmitz und trat in der Offensive bis auf eine Flanke überhaupt nicht in Erscheinung. Wurde zur Pause durch Moritz ersetzt.

Die Pfeife des Spiels: Knut Kircher wollte mit seiner unaufgeregten Art das Spiel beruhigen, was ihm aber nur teilweise gelang. Lag in der Bewertung der Zweikämpfe ab und an daneben, leistete sich allerdings auch keinen groben Schnitzer.

Die Lehren des Spiels: Schalke schaffte es nicht, den Schwung des guten Auftritts in der Champions League unter der Woche mitzunehmen. Von Beginn an waren die Gäste darum bemüht, defensiv kompakt und sicher zu stehen. Auf aggressives Pressing wurde deshalb verzichtet. Beim ersten Frankfurter Ball ins Mittelfeld attackierte Schalke dann allerdings. Vor allem Jones eroberte im Zentrum viele Bälle.

Das Problem: Nach Ballgewinn ging die Kugel wieder viel zu schnell verloren. Einzig Farfan und Raul konnten den Ball vorne mal behaupten, ohne allerdings für gefährliche Aktionen sorgen oder Dauerdruck erzeugen zu können. Die gegen Hapoel noch starke linke Seite rückte viel zu langsam nach.

Bei der Eintracht sah das ähnlich aus, wenngleich das Spiel über die Flügel besser klappte. Dennoch schafften es die Hessen vor der Pause zu selten, Geschwindigkeit aufzunehmen. Nach dem Wechsel änderte sich das allerdings. Immer wieder knackte Frankfurt die Gäste über außen und spielte sich teils hochkarätige Chancen heraus.

Schalke präsentierte sich in der zweiten Halbzeit im Spiel nach vorne erschreckend schwach und wackelte auch defensiv bedenklich. Nur weil Frankfurt im Abschluss patzte, reichte es für die Magath-Elf am Ende zu einem Punkt. Die Magath-Elf bleibt weiter viel zu unkonstant in ihren Leistungen.

Frankfurt - Schalke: Daten zum Spiel

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