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Fussball

Stuttgart: "Daran müssen wir anknüpfen"

Von SPOX
Schalke und Stuttgart lieferten sich einen packenden Kampf

Der VfB Stuttgart hat im ersten Spiel unter dem neuen Cheftrainer Jens Keller ein 2:2 auf Schalke geholt. Die Schwaben zeigten die erhoffte Reaktion und haderten erneut mit dem Schiedsrichter. Schalke bewies Moral, hat aber weiter ein Defensivproblem.

Nachbetrachtung:

Prämisse: Der Punkt hilft beiden Teams nicht wirklich weiter. Sowohl Stuttgart als auch Schalke zieren weiter das Tabellenende. Dass das nicht ihren Ansprüchen genügt, ist müßig zu erwähnen.

Und trotzdem gibt es Positives vom VfB zu berichten: Coach Jens Keller hatte vor seinem Debüt als Cheftrainer Leidenschaft und Kampfwille gefordert und bekam beides. Aber nicht nur das: Seine Mannschaft präsentierte sich sehr kompakt, lauffreudig und vor allen Dingen taktisch diszipliniert. Die erwartete Reaktion trat in jedem Fall ein.

Weniger zufrieden konnten die Stuttgarter mit der Schiedsrichterleistung sein. Florian Meyer erkannte den Schwaben zu Unrecht Cacaus Treffer ab - es wäre das 2:0 für den VfB gewesen. "Das sind Dinge, die zurzeit einfach gegen uns laufen", sagte Cacau auf die Szene angesprochen.

Schalke steckte nach den zwei Rückständen nicht auf und schlug zweimal zurück. Ein statistischer Wert ist aber weiter besorgniserregend: Wieder gab es zwei Gegentore, 16 sind es nun insgesamt - in acht Spielen wohlgemerkt. Dabei spielten Christoph Metzelder und Benedikt Höwedes in der Innenverteidigung ordentlich.

Blog: Als Stuttgarter mit dem Schalke-Fanclub im Stadion

Das Problem liegt weiter auf den Außen: Lukas Schmitz hat seine Stärken in der Vorwärtsbewegung, defensiv ist er immer wieder für einen Aussetzer gut. Rechtsverteidiger Atsuto Uchida war gegen den VfB der schwächste Mann auf dem Feld. Das komplette Defensivverhalten des Teams ist immer noch ungenügend und so konstatierte Felix Magath völlig richtig: "Die Situation ist nach wie vor schwierig".

Die S04-Offensive strahlte eine große Spiellaune aus. Raul, Klaas-Jan Huntelaar und Jose Manuel Jurado suchten sich immer wieder, am liebsten mit Doppelpässen. Alle drei waren viel unterwegs. Darin liegt aber auch ein Problem, denn Raul, der eine ordentliche Vorstellung ablieferte, lässt sich immer noch oft ins Mittelfeld fallen, obwohl er jetzt mit Jurado einen klassischen Spielmacher hat, der die Offensivaktionen einläuten kann und soll. Dadurch fehlt der Real-Legende im Strafraum oft die nötige Spritzigkeit beim Abschluss.

Schalke - Stuttgart in der Analyse: Träsch mit starker Vorstellung

Reaktionen:

Jens Keller (Stuttgart-Coach): "Wir haben heute über 90 Minuten Kampf, Einsatzwillen und Leidenschaft gezeigt, so wie ich mir das auch vor dem Spiel vorgestellt hatte. Leider sind wir am Ende aber nicht mit drei Punkten für unser gutes Auftreten belohnt worden. Aber ich bin zufrieden. Aus meiner Sicht haben wir eine gute Partie abgeliefert und vor der Halbzeit kaum Chancen zugelassen. Nach dem Seitenwechsel haben bei uns allerdings etwas die Kraft und vor allem die Ordnung gefehlt. Deshalb boten sich den Schalkern diverse Möglichkeiten. Der Punktgewinn tut uns gut."

Felix Magath (Schalke-Trainer): "Leider müssen wir uns mit dem Unentschieden begnügen. Wir hätten den Sieg verdient gehabt. Insgesamt war es ein gutes Spiel, indem man gesehen hat, dass beide Mannschaften nicht da unten hingehören. Wir hatten in der zweiten Hälfte gute Chancen, die wir leider nicht verwertet haben. Mein Team ist intakt und die Moral stimmt. Zweimal haben wir einen Rückstand aufgeholt. Auf den Außenpositionen sind wir noch zu anfällig. Die Situation ist nach wie vor schwierig. Wir wollen schnell unten raus."

Fredi Bobic (VfB-Sportdirektor): "Das war eine sehr gute Leistung. Wir sind kompakt gestanden und hatten viele gute Möglichkeiten. Sicherlich war auch der Sieg drin. Die Art und Weise wie wir aufgetreten sind war gut. Daran müssen wir anknüpfen und das Glück auch mal erzwingen."

Schalke - Stuttgart: Daten zum Spiel

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