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Fussball

FC rettet Soldo und bringt Oenning in Not

SID
Michael Oenning wird kein ruhiges Weihnachten mit dem 1. FC Nürnberg feiern

Mit dem höchsten Saisonsieg hat der 1. FC Köln für Ruhe unterm Tannenbaum gesorgt, aber die Ära Michael Oenning beim 1. FC Nürnberg möglicherweise beendet. Nach Medienberichten steht Dieter Hecking bereits als Nachfolger fest.

Update Die Mannschaft des ebenfalls zuletzt in die Kritik geratenen FC-Trainers Zvonimir Soldo kam am Sonntag im letzten Bundesliga-Spiel des Jahres zu einem 3:0 (1:0) gegen den Club und rückte mit nunmehr 18 Punkten nach dem ersten Sieg gegen die Franken seit 16 Jahren auf den zwölften Tabellenplatz vor.

Nach der vierten Pleite in Folge überwintert Nürnberg (12 Punkte), das zuvor sechsmal in Folge gegen Köln gewonnen hatte, auf dem vorletzten Platz. Trotz aller Treuebekundungen im Vorfeld dürfte die Luft für Oenning dünn werden.

Klub-Boss: "Position des Trainers ist zu diskutieren"

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff wollte Nürnbergs Präsident Franz Schäfer die Frage nach der Zukunft des Trainers jedenfalls nicht beantworten: "Das kann ich heute noch nicht sagen. Natürlich ist auch die Position des Trainers zu diskutieren - aber wir werden sie erst am Montag auf unserer turnusmäßigen Vorstandssitzung diskutieren. Wir sind in einer katastrophalen Situation, und zwölf Punkte sind auch für einen Neuling zu wenig. Wie die Entscheidung ausfällt? Ich weiß es nicht."

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll Dieter Hecking den 1. FC Nürnberg übernehmen.

Und auch Oenning selbst wusste um seine geschwächte Position: "Was der Verein nun macht? Dafür bin ich der falsche Ansprechpartner. Ich habe das Vertrauen während der Saison immer gespürt, weil wir alle wussten, dass es schwierig wird. Aber Fakt ist jetzt, dass wir vier Spiele hintereinander verloren haben."

Sowohl er als auch sein Präsident waren sich jedenfalls einig, dass Nürnberg im Winter personell nachrüsten muss. Recht drastisch formulierte Schäfer: "Eigentlich müssten wie zehn oder zwölf Spieler abgeben, weil diese Spieler immer wieder gezeigt haben, dass sie nicht bundesligatauglich sind. Und auf zwei, drei Positionen werden wir im Winter auch reagieren."

Podolski wieder ohne Tor

Kölns Innenverteidiger Pedro Geromel erzielte in der 37. Minute per Kopf das 1:0, für die Entscheidung sorgte Stürmerstar Milivoje Novakovic mit einem Doppelpack (70. und 77.). Für die Kölner war durch die Saisontore 8 bis 10 der Minusrekord von Pleiten-Klub Tasmania Berlin, der 1965/66 in der Hinserie nur 8 Treffer geschossen hatte, kein Thema mehr.

Stürmerstar Lukas Podolski, Vorlagengeber zum 2:0 und seit seiner Rückkehr im Sommer nur einmal in der Liga erfolgreich, musste aber einen weiteren persönlichen Wermutstropfen nehmen. Kölns Publikumsliebling rückte in den Klub der Bundesliga-Angreifer auf, die 1000 oder mehr Minuten am Stück ohne Torerfolg waren. Seine Marke steht nun bei 1061 Minuten.

Der Club verlor Juri Judt in der 84. Minute nach wiederholtem Foulspiel zudem durch eine Gelb-Rote Karte. Trotz der durch den stundenlangen Schneefall am Sonntag schwierigen Platzverhältnisse im WM-Stadion waren beide Teams von Beginn an einsatzfreudig.

Yalcin mit erster Chance

Köln hatte die erste Chance: Nach einer Flanke von Brecko zog Yalcin aus elf Metern ab, der Rücken von Javier Pinola verhinderte aber den Torerfolg (7.). Drei Minuten später rettete Kölns Keeper Faryd Mondragon zur Ecke (9.). Im Gegenzug strich ein Kopfball von Kölns Innenverteidiger Youssef Mohamad nur knapp am Nürnberger Tor vorbei (10.) und Pinola lenkte einen 16-Meter-Schuss von Adil Chihi gerade noch zur Ecke (16.).

Nach einer guten halben Stunde klärte Judt vor dem einschussbereiten Stürmerstar Milivoje Novakovic. Köln hatte über weite Strecken mehr Spielanteile, Nürnberg war nur selten gefährlich, in der 35. Minute aber rettete Mondragon außerhalb des Strafraums vor Marek Mintal.

Geromel erzielt die Führung

Wenig später gelang dann den Gastgebern doch die Führung: Innenverteidiger Pedro Geromel verwertete eine Ecke von Chihi zum 1:0. Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine, doch die Gastgeber blieben am Drücker. Ein Freistoß von Petit aus 22 Metern strich knapp am Tor vorbei (56.).

Eine Minute später kam Novakovic nach einer Petit-Flanke frei zum Kopfball, den Nürnbergs Keeper Stephan in überragender Manier parierte. Und Podolski: Der 24-jährige umspielte wenig später nach einem langen Ball den herausgeeilten Nürnberg-Keeper, zog in den Strafraum und schoss neben das verwaiste Tor.

Von den Gästen kam erschreckend wenig. In der 62. Minute hatte Oenning genug und nahm Boakye und Mintal vom Feld. Allerdings war dies auch ein Ergebnis des Kölner Defensivverhalten, der FC gehört in Bezug auf die Abwehr zur Bundesliga-Spitze. So verdienten sich neben Torschütze Geromel Abräumer Petit und Novakovic ein Sonderlob. Bei Nürnberg ragte lediglich Torhüter Stephan heraus.

Köln - Nürnberg: Daten zum Spiel

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