Bundesliga: Stefan Kießling bezeichnet Dominanz des FC Bayern als "grausam"

Von Gianluca Fraccalvieri
Stefan Kießling lief für Bayer Leverkusen auf.
© getty

Ex-Leverkusen- und National-Stürmer Stefan Kießling hat die Dominanz des FC Bayern München in der Bundesliga als "grausam" bezeichnet.

Anzeige
Cookie-Einstellungen

"Es stimmt, dass meine Tochter bisher keinen anderen Meister als die Bayern erlebt hat. Die sind einfach weiter als wir, aber das ist nicht nur unser Problem. An die Bayern kommt im Moment niemand ran. Das ist grausam für die Liga, aber ich befürchte, dass das erstmal auch so bleiben wird", sagte Kießling im Interview mit dem Sportbuzzer.

Hinzu komme, dass in Schwächephasen des FCB in den vergangenen Jahren die Konkurrenz nicht zur Stelle war. "Selbst wenn die Bayern wirklich einmal schwächeln, wurde die Chance zumindest in den vergangenen Jahren nicht genutzt, sondern die anderen sind dann eher sogar selbst gestrauchelt", führte Kießling aus.

Dass der FC Bayern so dominant ist, ist auch ein Verdienst von Robert Lewandowski, dem Kießling damals schon zu BVB-Zeiten gegenüber stand. "Ich erinnere mich noch gut: Als ich 2013 mit 25 Treffern Torschützenkönig wurde, war Robert Lewandowski mit 24 Toren Zweiter. Da war er gerade in seiner dritten Saison bei Borussia Dortmund. Sehr gut war er also schon immer, aber der Lewandowski von heute ist noch mal eine andere Hausnummer", sagte Kießling.

Die 41 Tore aus der vergangenen Saison könne Lewandowski erneut erreichen. "Das ist sensationell, und ich traue ihm eine solche Quote wieder zu", führte er aus. Kießling lief zwölf Jahre lang für Bayer Leverkusen in der Bundesliga auf, ehe er 2018 seine Karriere beendete. In insgesamt 444 Spielen für die Werkself knipste er 162-mal und bereitete 75 weitere Treffer vor.