Fussball

FC Bayern München, News und Gerüchte: Jupp Heynckes fordert Profis zu Solidarität auf

Von SPOX
Jupp Heynckes sieht die Profis aufgrund des Coronavirus in der Pflicht.

Ex-Bayern-Trainer Jupp Heynckes fordert die Profis in Zeiten der Corona-Krise zu Solidarität auf. Jerome Boateng nennt seine lustigsten Mitspieler und die angeschlagenen Spieler sind auch zurzeit an der Säbener Straße.

Alle News und Gerüchte zum FC Bayern gibt es hier.

FC Bayern: Heynckes fordert Profis zu Solidarität auf

Ex-Bayern-Trainer Jupp Heynckes fordert die Profis in Zeiten der Corona-Krise zu Solidarität und partnerschaftlichem Verhalten auf. "Sie müssen wissen, dass sie und ihre Berater nicht mehr bestimmen, wie viel Geld sie verdienen, wenn das jetzige System zerbricht. Verträge in diesen Größenordnungen gibt es dann nicht mehr", erklärte der Triple-Trainer von 2013 im kicker.

Dabei denkt Heynckes nicht nur an die Top-Vereine und erinnert an Worte von Ehrenpräsident Uli Hoeneß. Dieser habe ihm gesagt, "wie extrem wichtig es ist, dass auch die kleinen Vereine in der Liga überlebten. Dieser Beistand muss allen, die über den Fußball ihre Existenz bestreiten - gerade die Mitarbeiter in den Klubs, die Geringverdiener -, zuteil werden."

Um Chancengleichheit zu ermöglichen, empfiehlt Heynckes einen zweieinhalbwöchigen Urlaub für alle Vereine vor der möglichen Aufnahme des Spielbetriebs am 10. Mai. "Die Saison könnte dann mit allen Wettbewerben, inklusive Champions und Europa League, im Mai, Juni, den halben oder ganzen Juli durchgezogen werden. Bis 30. Juni gültige Verträge müssten dann verlängert werden".

Jerome Boateng nennt seinen lustigsten Mitspieler

In einer Q&A-Session auf Twitter hat Jerome Boateng Follower-Fragen beantwortet und Franck Ribery als seinen lustigsten Mitspieler bezeichnet: "Ich habe mit so vielen lustigen Kerlen zusammengespielt. Aber wenn ich mir den Lustigsten aussuchen müsste, kann es nur Franck sein."

Zudem hat er einen Tipp von seinem ehemaligen Trainer Pep Guardiola verraten: "Sei tapfer, ruhig und selbstbewusst. Kreiere immer eine Überzahl." Boateng gab zu, dass er wie alle anderen Fußballer auch momentan den Ball vermisse. Um wieder auf dem Platz stehen zu können, würde er auch Geisterspiele in Kauf nehmen.

Boateng erklärte außerdem, dass ein Comeback in der Nationalmannschaft für ihn denkbar wäre und er auch mit Bundestrainer Joachim Löw gesprochen habe: "Ich verstehe und respektiere den Weg, den er mit dem DFB-Team gehen will. Aber wenn ich gebraucht werde, wäre ich bereit, dem Team zu helfen."

FC Bayern: Süle und Perisic arbeiten an der Säbener Straße

Die Profis des FC Bayern halten sich derzeit zuhause fit, lediglich 20 Mitarbeiter arbeiten in den Büros an der Säbener Straße. Außerdem schuften Ivan Perisic und Niklas Süle für ihr Comeback, auch Robert Lewandowski ist nach Informationen des kicker sporadisch vor Ort.

Süle zog sich am 18. Oktober einen Kreuzbandriss zu und hoffte zuletzt, rechtzeitig für die EM fit zu werden. Durch die Verschiebung der EM und die Pause in der Bundesliga besteht nun sogar die Hoffnung, dass der Innenverteidiger im Endspurt der Liga wieder auf dem Platz stehen kann.

Perisic absolviert nach einem Bruch des rechten Außenknöchels ebenfalls sein Reha-Programm.

David Alaba: "Es gibt eben Wichtigeres im Leben"

David Alaba hat die Gesellschaft dazu aufgefordert, gemeinsam gegen die Ausbreitung des Coronavirus' zu kämpfen. "Jeder Einzelne kann und muss dazu beitragen", sagte der Österreich in einem Interview mit der GQ. Es gehe momentan "nicht darum, ob wir unser nächstes Spiel gewinnen, sondern ob unsere Gesellschaft den Kampf gegen das Coronavirus gewinnt."

Alaba wurde Ende des vergangenen Jahres Vater - eine Rolle, über die er sehr dankbar ist. "Ich möchte natürlich meine Werte weitergeben und meine Erfahrungen: Dankbarkeit, Ehrgeiz, Wille - und die Fähigkeit, groß zu denken, niemals aufzugeben, das will ich weitergeben."

Bei rassistischen Vorfällen - auch er machte in seiner Jugend entsprechende Erfahrungen - sieht er auch die Spieler in der Pflicht, aktiv zu werden: "Speziell wir, die Spieler und Personen in der Öffentlichkeit - ob wir selbst betroffen sind oder nicht -, müssen unsere Stimmen erheben. Aber auch die Fußball-Organisationen müssen mithelfen. Man sieht, dass einige Dinge im Gange sind, aber vielleicht ist das noch zu wenig", sagte Alaba, der sich vorstellen kann, zum Karriereende "mal für ein, zwei Jahre weiter weg zu gehen".

Rummenigge: FC Bayern unterstützt Regierungskurs

Der Bayern München sieht zu dem von der bayerischen Staatsregierung ausgerufenen Katastrophenfall keine Alternative. Man werde "jede Maßnahme unterstützen, weil es gegenwärtig für uns alle nur ein Ziel geben kann: Die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge auf der Vereinsseite fcb.de.

Die Stars des FC Bayern trainieren derzeit im "Home Office". Der Verein versuche "auch hier Vorbild zu sein, weil ich das Gefühl habe, dass es immer noch Menschen gibt, die vielleicht nicht umfänglich verstanden haben, wie ernst die Lage ist", betonte Rummenigge.

"Theoretisch könnten unsere Profis in kleinen Gruppen von vier, fünf Spielern über den Tag verteilt auch auf unserem Trainingsgelände an der Säbener Straße trainieren, denn das ist ihr Arbeitsplatz. Aber wir haben gemeinsam mit dem Trainerteam entschieden, darauf zu verzichten", führte der Bayern-Boss weiter aus. Es müssten alle "mit Disziplin und Kreativität handeln. Da sich die Situation täglich ändert, werden wir täglich neu bewerten und entscheiden müssen".

In finanzieller Hinsicht sehen sich die Münchner gewappnet. "Der FC Bayern hat sicher gut gewirtschaftet in den vergangenen Jahren, was ihn in die Lage versetzt, auch Krisen zu meistern", sagte Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen. Er fügte aber auch an: "Auch der FC Bayern - wie jedes andere Unternehmen in Deutschland auch - muss bei einer länger andauernden Krise eine noch schwierigere Situation bewältigen."

FC Bayern: Die kommenden Spiele in der Bundesliga

Ursprünglicher SpielterminGegner
14. März, 18.30 UhrUnion Berlin (A)
22. März, 15.30 UhrEintracht Frankfurt (H)
4. April, 18.30 UhrBorussia Dortmund (A)
11.-13. AprilFortuna Düsseldorf (H)
17.-20. AprilBayer Leverkusen (A)
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung