FC Bayern: So wurde Serge Gnabry für den FCB zum Schnäppchen

Von SPOX
Kam über Umwege zum FC Bayern München und wurde dort zum Leistungsträger: Serge Gnabry.
© getty

Serge Gnabry hat sich in der Sport Bild zufrieden mit seiner bisherigen Karriere gezeigt, die nach seinem Wechsel vom FC Arsenal in die Bundesliga zu Werder Bremen Fahrt aufnahm. Ex-Gunner-Trainer Arsene Wenger warf dem Rekordmeister zuletzt vor, damals "die Situation manipuliert" zu haben. Tatsächlich waren die Bayern wohl schon im Sommer 2016 am heutigen Nationalspieler interessiert.

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"Es werden heute sehr hohe Ablösesummen gezahlt, klar. Für mich hat mein Weg super funktioniert", sagte Gnabry gegenüber der Sport Bild . Er habe sich auf diesem Weg "Schritt für Schritt verbessern" wollen, "um am Ende bei einem Verein wie dem FC Bayern Leistungsträger zu werden."

Gnabry war Ende der Sommertransferperiode 2016 für nur sechs Millionen Euro zu Werder Bremen in die Bundesliga gewechselt und zog nur ein Jahr später zum deutschen Rekordmeister weiter. Auch deshalb warf der ehemalige Arsenal-Trainer Arsene Wenger den Münchnern zuletzt vor, beim Transfer des heutigen Leistungsträgers getrickst zu haben.

Arsene Wenger wirft FC Bayern Manipulation vor

"Ich denke, dass der FC Bayern hinter den Kulissen die Situation manipuliert und dafür gesorgt hat, dass Serge Gnabry zu Werder Bremen wechselt", sagte Wenger. Wie die Sport Bild berichtet, soll der Rekordmeister tatsächlich bereits 2016 auf Gnabry aufmerksam geworden sein, als dieser bei den Olympischen Spielen für Deutschland gegen Fidschi (10:0) einen Doppelpack schnürte.

Karl-Heinz Rummenigge soll daraufhin den damaligen Kaderplaner Michael Reschke damit beauftragt haben, Gnabry zu verpflichten. Daraufhin sei der Plan entstanden, den damals 21-Jährigen über eine Zwischenstation an die Isar zu locken. Zum Zeitpunkt des Gnabry-Wechsels nach Bremen soll es bereits eine Vereinbarung über einen Weiterverkauf in Höhe von sieben Millionen Euro gegeben haben.

Serge Gnabry: "Wusste, dass Bayern auch Interesse hatte"

"Die Entscheidung Bremen war damals goldrichtig für mich", erklärte Gnabry den Schritt an die Weser und bestätigte das frühe Werben des Rekordmeisters: "Ich wusste, dass Bayern auch Interesse hatte. Aber der Schritt nach München wäre zu groß gewesen. Mein Ziel war es dennoch immer, das einmal zu schaffen."

Die Differenz in Höhe von einer Million Euro zwischen der von Bremen und der von Bayern gezahlten Ablöse holten sich die Münchner nach Sport Bild-Angaben anschließend von der TSG 1899 Hoffenheim in Form einer Leihgebühr zurück. Im Kraichgau spielte Gnabry in der Saison 2017/18 und erzielte zehn Tore in 22 Ligaspielen. Im Sommer 2018 folgte für Gnabry dann der gewünschte Schritt zum FC Bayern.

Dort ist Gnabry mittlerweile Leistungsträger und vertraglich noch bis 2023 gebunden. In der aktuellen Spielzeit war er in neun Spielen an neun Treffern direkt beteiligt (5 Tore, 4 Vorlagen).

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