FC Bayern München: Fragen und Antworten zum Umbruch in der Chefetage des FCB

 
Hoeneß ist weg, Rummenigge auch irgendwann, dafür kehrt Kahn zurück. Und Präsident wird wohl Hainer. Dem FC Bayern steht ein gewaltiger Umbruch bevor. Aber warum eigentlich? Und was heißt das für alle Beteiligten?
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Hoeneß ist weg, Rummenigge auch irgendwann, dafür kehrt Kahn zurück. Und Präsident wird wohl Hainer. Dem FC Bayern steht ein gewaltiger Umbruch bevor. Aber warum eigentlich? Und was heißt das für alle Beteiligten?
Uli Hoeneß macht Schluss an vorderster Front: Er wird bei der Jahreshauptversammlung am 15. November nicht mehr als Vereinspräsident kandidieren, auch seine Position als Aufsichtsratschef wird er unmittelbar danach abgeben.
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Uli Hoeneß macht Schluss an vorderster Front: Er wird bei der Jahreshauptversammlung am 15. November nicht mehr als Vereinspräsident kandidieren, auch seine Position als Aufsichtsratschef wird er unmittelbar danach abgeben.
Zuvor hatte das Gremium laut dem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber "viermal" versucht, Hoeneß umzustimmen.
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Zuvor hatte das Gremium laut dem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber "viermal" versucht, Hoeneß umzustimmen.
Nein. Auf der gleichen Sitzung beschloss der Aufsichtsrat einstimmig, den früheren Kapitän Oliver Kahn wie erwartet zum 1. Januar 2020 in den Vorstand der FC Bayern München AG zu berufen.
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Nein. Auf der gleichen Sitzung beschloss der Aufsichtsrat einstimmig, den früheren Kapitän Oliver Kahn wie erwartet zum 1. Januar 2020 in den Vorstand der FC Bayern München AG zu berufen.
Der 50-Jährige erhält einen Fünfjahresvertrag und wird zunächst einfaches Mitglied des Gremiums, in dem er ab 2022 als Nachfolger von Karl-Heinz Rummenigge den Vorsitz übernehmen wird. Damit wird der personelle Umbruch in der Chefetage vollzogen sein.
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Der 50-Jährige erhält einen Fünfjahresvertrag und wird zunächst einfaches Mitglied des Gremiums, in dem er ab 2022 als Nachfolger von Karl-Heinz Rummenigge den Vorsitz übernehmen wird. Damit wird der personelle Umbruch in der Chefetage vollzogen sein.
Rummenigge soll Kahn ab Januar anlernen, er verabschiedet sich mit dem Ende seines Vertrages am 31. Dezember 2021. "Ich habe kein Problem damit", sagte er. Außerdem traue er Kahn die Aufgabe zu; Hoeneß nannte den früheren Torhüter die "perfekte Lösung".
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Rummenigge soll Kahn ab Januar anlernen, er verabschiedet sich mit dem Ende seines Vertrages am 31. Dezember 2021. "Ich habe kein Problem damit", sagte er. Außerdem traue er Kahn die Aufgabe zu; Hoeneß nannte den früheren Torhüter die "perfekte Lösung".
Der langjährige Patron bleibt bis November 2023 einfaches Mitglied im Aufsichtsrat. Als Nachfolger für das Amt des Präsidenten hat er dem Verwaltungsbeirat seinen Stellvertreter im Aufsichtsrat und Freund Herbert Hainer empfohlen.
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Der langjährige Patron bleibt bis November 2023 einfaches Mitglied im Aufsichtsrat. Als Nachfolger für das Amt des Präsidenten hat er dem Verwaltungsbeirat seinen Stellvertreter im Aufsichtsrat und Freund Herbert Hainer empfohlen.
Der ehemalige adidas-Chef dürfte im November gewählt werden und dann auch den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen. "Einer der adidas führen kann, kann auch den FC Bayern führen", sagte Hoeneß dazu.
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Der ehemalige adidas-Chef dürfte im November gewählt werden und dann auch den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen. "Einer der adidas führen kann, kann auch den FC Bayern führen", sagte Hoeneß dazu.
Bei seiner Pressekonferenz am Freitag widersprach Hoeneß Stoibers Aussage, wonach "Zwistigkeiten" mit Rummenigge in der Trainerfrage ein Grund seien. "Nein, das hat nicht dazu beigetragen", sagte er.
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Bei seiner Pressekonferenz am Freitag widersprach Hoeneß Stoibers Aussage, wonach "Zwistigkeiten" mit Rummenigge in der Trainerfrage ein Grund seien. "Nein, das hat nicht dazu beigetragen", sagte er.
Es habe in Sachen Niko Kovac wie bei anderen Themen unterschiedliche Meinungen gegeben, ja, es sei auch mal lauter geworden. Aber diese Streitkultur sei unabdingbar für Erfolg.
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Es habe in Sachen Niko Kovac wie bei anderen Themen unterschiedliche Meinungen gegeben, ja, es sei auch mal lauter geworden. Aber diese Streitkultur sei unabdingbar für Erfolg.
Auch der massive Gegenwind, der Hoeneß bei der jüngsten Mitgliederversammlung im vergangenen November nach der scharfen Kritik eines Fans vom Bayern-Anhang entgegenschlug, sei nur "ein kleiner Anstoß" gewesen, betonte Hoeneß.
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Auch der massive Gegenwind, der Hoeneß bei der jüngsten Mitgliederversammlung im vergangenen November nach der scharfen Kritik eines Fans vom Bayern-Anhang entgegenschlug, sei nur "ein kleiner Anstoß" gewesen, betonte Hoeneß.
Hauptgrund für seinen Rückzug ist die Familie um Ehefrau Susi. Außerdem sieht er "seinen" FC Bayern wirtschaftlich wie sportlich so stark aufgestellt, dass er es ohne Hoeneß an vorderster Front "verkraftet".
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Hauptgrund für seinen Rückzug ist die Familie um Ehefrau Susi. Außerdem sieht er "seinen" FC Bayern wirtschaftlich wie sportlich so stark aufgestellt, dass er es ohne Hoeneß an vorderster Front "verkraftet".
Mit Hoeneß verliert der deutsche Branchenprimus sein - oft wallendes - Herz, mit Rummenigge einen klugen, bisweilen (zu) kühlen Kopf. Das Duo hat den Klub über Jahrzehnte geprägt - und wird ihm sicher fehlen.
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Mit Hoeneß verliert der deutsche Branchenprimus sein - oft wallendes - Herz, mit Rummenigge einen klugen, bisweilen (zu) kühlen Kopf. Das Duo hat den Klub über Jahrzehnte geprägt - und wird ihm sicher fehlen.
Hainer und Kahn aber haben das Zeug, es zu ersetzen. Und: Zumindest Hoeneß bleibt, nicht nur im Aufsichtsrat. Ob Hainer, Kahn oder Kovac: Die Schlüsselpositionen werden mit "seinen" Leuten besetzt sein.
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Hainer und Kahn aber haben das Zeug, es zu ersetzen. Und: Zumindest Hoeneß bleibt, nicht nur im Aufsichtsrat. Ob Hainer, Kahn oder Kovac: Die Schlüsselpositionen werden mit "seinen" Leuten besetzt sein.
Am 16. November werde er erstmals ohne Plan aufwachen, sagte Hoeneß. Seinen Erben werde er sich nicht aufdrängen, aber: "Ich werde kein Golf spielender älterer Rentner sein. Sie brauchen sich keine Sorgen machen, von mir wird noch zu hören sein."
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Am 16. November werde er erstmals ohne Plan aufwachen, sagte Hoeneß. Seinen Erben werde er sich nicht aufdrängen, aber: "Ich werde kein Golf spielender älterer Rentner sein. Sie brauchen sich keine Sorgen machen, von mir wird noch zu hören sein."
Kovac verliert in Hoeneß seinen mächtigsten Fürsprecher. Zu Hainer und Kahn muss er eine solche Beziehung erst entwickeln. Kahn muss zudem in Zusammenarbeit mit Salihamidzic die anhaltend hohe sportliche Qualität des Teams garantieren.
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Kovac verliert in Hoeneß seinen mächtigsten Fürsprecher. Zu Hainer und Kahn muss er eine solche Beziehung erst entwickeln. Kahn muss zudem in Zusammenarbeit mit Salihamidzic die anhaltend hohe sportliche Qualität des Teams garantieren.
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