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Fussball

Bricht Schalkes große Stütze weg?

Zuletzt gab es einige Gerüchte um Schalkes Leon Goretzka

Leon Goretzka war einer der wenigen Lichtblicke in einer desaströsen Saison von Schalke 04. Zuletzt verdichteten sich die Indizien, dass der Nationalspieler die Knappen bereits im Sommer verlassen könnte. Doch Christian Heidel will den Spieler unbedingt halten.

Sichtlich niedergeschlagen stellt sich Leon Goretzka vor die Kameras. Der enttäuschte Schalker weiß, dass er und sein Team in den letzten 90 Minuten die komplette Saison in den Sand gesetzt haben. "Wir hätten heute sicher gewinnen müssen, um noch eine reelle Chance zu haben. Es war ein entscheidendes Spiel für die gesamte Saison, die wir damit hätten retten können", analysiert Goretzka, nachdem Freiburgs Florian Niederlechner mit einem Doppelpack im direkten Duell alle königsblauen Europaträume zerstört hatte. Die Saison war gelaufen.

Denn Schalke erholte sich von diesem Nackenschlag nicht mehr und taumelte mit zwei Remis gegen Fast-Absteiger HSV und den fixen Absteiger FCI Richtung Sommerpause. Der passende Schlusspunkt einer katastrophalen Spielzeit. Erstmals seit fünf Jahren verpasst Schalke das internationale Geschäft. Mit mageren 43 Zählern ergatterte Königsblau die drittschlechteste Ausbeute der letzten 18 Jahre - Platz 10 ist die Quittung. Eine Saison zum Vergessen.

Wer trotzdem nach einem Schalker Lichtblick fahndet, stolpert zwangsweise schnell über einen Namen: Leon Goretzka. Der 22-Jährige entwickelte sich zum Führungsspieler auf und neben dem Platz. So ist Goretzka einer der wenigen Profis im Kader, dem eine positive Entwicklung bescheinigt werden kann.

Goretzka: Gerüchte um FCB-Wechsel

Der Mittelfeldspieler blieb weitgehend verletzungsfrei und stand bei jedem seiner 30 Einsätze in der Startelf. Auf dem Platz überzeugt Goretzka in der Defensive mit Laufbereitschaft, Kampf und Zweikampfstärke. Nach Balleroberungen treibt er den Ball zielgerichtet durch das Mittelfeld und kurbelt den Spielaufbau an.

Zusätzlich verbesserte er seine Offensivqualitäten und verdoppelte seine Torbeteiligungen auf acht. Mit diesen Leistungen drängte er sich auch für Joachim Löw auf, der ihn für den Confed Cup nominierte.

Schalke verpasst Europa und ein deutscher Nationalspieler macht den nächsten Schritt - kein Wunder, dass die Interessenten an die Tür klopfen. Besonders der FC Bayern gilt als möglicher neuer Arbeitgeber. Erst vermeldete Sky den Wechsel zu Bayern als beschlossene Sache, wenige Tage später war Goretzkas Berater Jörg Neubauer an der Säbener Straße. Als Carlo Ancelotti auf der nächsten Pressekonferenz dann auch noch offen über Goretzka als "interessanten Spieler" sprach, schienen alle Zweifel beseitigt. Eigentlich.

Schalke will Goretzka halten

Denn wiederum nur wenige Tage später stellte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge am Rande der Meisterfeier auf dem Marienplatz klar: "Er ist ein Spieler von Schalke 04 bis 2018 und das werden wir immer respektieren." Überhaupt sei das Ganze viel mehr Mediengerede und mit Herrn Heidel "alles wunderbar".

Heidel, der mit Sky nach den ersten Spekulationen scharf abrechnete, will Goretzka natürlich mit aller Macht im Team halten: "Wir gehen felsenfest davon aus, dass Leon in der nächsten Saison für Schalke spielt. Ich kann mir ganz wenige Szenarien vorstellen, dass es nicht so ist. Leon ist mit der wichtigste Spieler für Schalke."

Der BamS zufolge untermauerten die Schalker ihr Vorhaben, Goretzka in den eigenen Reihen zu halten, mit einem Angebot zur Vertragsverlängerung. Demnach hätte Goretzka bei einer Unterzeichnung eine Ausstiegsklausel im Arbeitspapier verankert und würde zum Top-Verdiener aufsteigen. Klingt verlockend.

Goretzka erst 2018 ein Thema bei Bayern?

Lehnt der dreifache Nationalspieler die Offerte aber ab, muss Schalke ihn verkaufen, wenn der Verein noch eine Ablöse kassieren will. Dem Vernehmen nach würde S04 im Sommer zwischen 20 und 25 Millionen Euro einstreichen, nach der Saison 2017/18 wäre Goretzka hingegen ablösefrei.

Wahrscheinlicher ist trotzdem, dass Heidel auf den großen Geldtopf verzichtet und den Angriff auf die europäischen Plätze mit Goretzka plant. Der kicker teilt dieses Gedankenspiel. Demnach sei Goretzka auch aus Bayern-Sicht für die kommende Transferperiode kein heißes Thema, da der FCB Alonsos Abgang ohnehin anderweitig kompensieren wolle.

Anders als nach sportlichen Rückschlägen wie der Niederlage in Freiburg hielt sich der Spieler in den letzten Tagen zurück und befeuerte die Gerüchte um seine Person nicht weiter. Für Goretzka gibt es auch keinen Grund, sich medial in Szene zu setzen. Das können andere ohnehin besser.

Leon Goretzka im Steckbrief

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