Cookie-Einstellungen
Fussball

BVB - Michael Zorc über Kritik an Dortmund: "Das haben wir nicht verdient"

Von Marcus Blumberg
Michael Zorc sieht den BVB unverschuldet in einer Bayern-Falle.

Sportdirektor Michael Zorc hat die Bilanz des BVB in den vergangenen zehn Jahren, in denen ausschließlich der FC Bayern Meister wurde, verteidigt und den vermeintlichen Misserfolg relativiert.

Zorc sagte im Gespräch mit der SZ, dass die bald sechs zweiten Plätze hinter den Münchnern seit 2013 durchaus als Erfolg zu werten seien. Und: "Es mag komisch klingen, aber es ist ein Nachteil, wenn man ständig mit der Erwartungshaltung zu tun hat, dass wir als BVB doch gefälligst die Bayern zu stoppen hätten."

Vielmehr habe der BVB mit Rang zwei seinen "Job erledigt". Ein Scheitern will er darin keineswegs sehen: "Das ist eine Falle, in die wir uns haben manövrieren lassen. Ich finde, das haben wir nicht verdient."

Zudem sei die Bilanz unterm Strich ohnehin gar nicht mal so schlecht: "Wir waren mindestens zwei Mal nah dran. Einmal im ersten Jahr von Thomas Tuchel bei uns, dann im ersten Jahr von Lucien Favre. Das haben wir leider beide Male nicht zu Ende gebracht", erinnert sich Zorc.

Ein Weg zur Besserung seien die direkten Duelle, die seit Jahren durchweg an die Münchner gegangen waren. "Dieses Jahr haben wir zwölf Punkte Rückstand. Hätten wir beide direkten Spiele gegen die Bayern gewonnen, statt beide zu verlieren, stünden wir gleichauf."

Zorc: BVB muss es "in direkten Duellen wieder besser machen!"

Einen Grund für die Pleiten gegen Bayern in dieser Saison brachte Zorc auch gleich an: "In beiden Spielen fühlten wir uns durch die Schiedsrichter klar benachteiligt." Dennoch unterstrich der Sportdirektor, der im Sommer in den Ruhestand geht: "So oder so: Wir müssen es in den direkten Duellen wieder besser machen!"

Diese Aufgabe fällt nun jedoch Sebastian Kehl zu, der in der kommenden Saison die Nachfolge von Zorc antreten wird.

Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung