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Fussball

Felix Magath: Manuel Neuer ist für den FC Bayern wichtiger als Robert Lewandowski

Von Marcus Blumberg
Felix Magath hält Manuel Neuer für wichtiger als Robert Lewandowski beim FC Bayern.

Felix Magath hat sich zu Wort gemeldet und den für sich wichtigsten Spieler beim FC Bayern benannt. Zudem hat er eine klare Meinung zum Abgang von Max Eberl bei Borussia Mönchengladbach.

Beim Thema FC Bayern imponierte dem früheren Meister-Trainer der Münchner - Magath gewann mit dem Rekordmeister zweimal nacheinander das Double (04/05, 05/06) - vor allem Torhüter Manuel Neuer.

"Der FC Bayern wie die Nationalelf leben stark von Manuel Neuer", sagte Magath in einem kicker-Interview und ergänzte: "Marc-Andre ter Stegen kann sehr gut sein, doch Neuers Ausstrahlung hat er nicht. Manuel ist ein Glücksfall für den deutschen Fußball."

Neuer selbst war einst Schützling von Magath bei dessen Amtszeit auf Schalke (2009-2011). Magath erinnerte sich, dass Neuer "der einzige Torhüter" war, der "bei Ausdauerläufen vorneweg lief. Als er zu Bayern ging, sagte ich: Nun werden sie zehn Jahre lang Meister."

Und auf die Frage, ob Neuer oder Torschützenkönig Robert Lewandowski wichtiger für den FCB sei, hatte Magath auch eine klare Antwort: "Für Bayern wird es ein größeres Problem, wenn Neuer weg ist."

Magath bestätigt Kontakt zu Kosovo-Verband

Magath, der vor kurzem sein Engagement bei Flyeralarm in Würzburg beendet hat, verriet zudem, dass er Kontakt zum Fußballverband des Kosovo hatte. "Ich habe mit den Vertretern aus dem Kosovo ja gesprochen. Da sind engagierte Leute am Werk. Auch nach China würde ich wieder gehen", sagte Magath und ergänzte: "Ich kenne auch als Trainer meine Grenzen, aber ich weiß, dass ich noch in der Lage bin, Mannschaften zu helfen."

Magath ist nach dem Ende seines Engagements in Würzburg bereit für einen neuen Trainerjob: "Ich hatte verschiedene Anfragen. Aber ich muss eine Aufgabe aus Überzeugung machen. Ich werde wieder eine Aufgabe als Trainer annehmen."

Magath sprach auch über den überraschenden Abgang von Max Eberl vor ein paar Wochen bei Borussia Mönchengladbach und zeigte vollstes Verständnis: "Eberl trug die Gesamtverantwortung. Ich kann mich komplett in ihn hineinversetzen. Schon vor Jahren habe ich mich an der P3 Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Tutzing beteiligt. Direkte Kontakte dort haben mich für psychologische Fragen stark sensibilisiert."

Felix Magath: Anzeichen von Burnout auf Schalke

Der 68-Jährige sprach dabei auch aus eigener Erfahrung: "Ich übernahm immer Verantwortung und hatte Druck. Dass Eberl ziemlich am Ende war, kann ich deshalb nachvollziehen. Alles ist öffentlich. Du wirst nicht geschützt, sondern als Freiwild missbraucht. Es gehört doch dazu, dass Trainer oder Spieler mit den übelsten Beleidigungen beschimpft werden - aber wehe, sie würden sich wehren! Wenn man es gerade mal will, sind Fußballer auch Menschen; sonst haut man auf sie drauf."

Speziell die Zeit auf Schalke sei für Magath in der Hinsicht problematisch gewesen: "Nach meiner Zeit auf Schalke 2011 hatte ich eindeutig Symptome und stand kurz vor einem Burnout. Ein Jahr lang hatte ich mich dort trotz großer Erfolge wie Bundesliga-Platz 2 ständig gegen Kritik wehren müssen. Das hat mich kaputt gemacht." Entsprechend sei er froh gewesen, dass es auf "Schalke zu Ende war".

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