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Fussball

Karim Adeyemi: Bayern, BVB, Liverpool - Welcher Klub darf's denn sein?

Von Stefan Rommel
Adeyemi ist europaweit umworben.

Adeyemi und Borussia Dortmund

Bei den Bayern läge die Rückkehr nach Hause für Adeyemi auf der Hand - ein Ausschlusskriterium ist der neue Lebensmittelpunkt aber nicht mehr. "Die Nähe zur Familie war beim Wechsel nach Salzburg ein absolut entscheidendes Kriterium. Karim war damals 16 Jahre jung, er wollte in der Nähe seiner Familie und seiner Freunde bleiben", sagt Unterberger. "Nun sind aber drei Jahre vergangen, in denen er sich enorm weiterentwickelt hat. Er ist bereit für den nächsten Schritt und ist da im Wesentlichen ortsunabhängig."

In Dortmund variiert Trainer Marco Rose ziemlich oft, lässt seine Mannschaft in verschiedenen Formationen und Anordnungen auflaufen und will sich auch in der nominellen Besetzung im Angriff nicht festlegen. Mal spielt der BVB im 4-3-3 mit nur einer, dann im 4-Raute-2 oder 4-3-1-2 wieder mit zwei klaren Angreifern. Und dann in einer ähnlichen Aufteilung, wie sie Salzburg pflegt: Mit einem Keilstürmer Erling Haaland und dem wuseligen, wendigen Donyell Malen um Haaland herum.

Nochmal Schwabl: "Karim würde mit seiner Spielweise auch super nach Dortmund passen, zu Leipzig aufgrund des Konzerns. In dem Alter darf es nicht ums Geld gehen, die sportliche Perspektive ist wichtiger. Er könnte sich mit seinem Tempo überall durchsetzen. Aber er muss regelmäßig zum Einsatz kommen." Und das wäre in Dortmund auf sehr hohem Niveau auf alle Fälle gegeben. Das hat die Vergangenheit gezeigt.

Und vielleicht käme in Dortmund noch ein Punkt zum Tragen, der notorisch unterschätzt wird: Adeyemi ist ein Fan-Spieler. Einer, der mit den Zuschauern interagiert - während und nach dem Spiel. Der ein Stadion mit ein, zwei Aktionen mitreißen kann und wiederum angestachelt wird von einer dichten Atmosphäre. Und der dann auch wieder etwas zurück gibt: Auf oder neben dem Platz. In Salzburg ist Karim der Liebling der Fans, besonders der Kinder und Teenager. Weil er sich immer und überall Zeit nimmt, auch mal 45 Minuten nach einem Spiel noch im Stadion Fotos macht oder Autogramme schreibt. Für einen 19-Jährigen ist das doch recht außergewöhnlich.

Adeyemi und der FC Liverpool

Eine neue Liga, ein neues Land, eine neue Kultur, eine neue Sprache? Auf den ersten Blick mag der FC Liverpool (noch) eine Nummer zu groß erscheinen für Adeyemi. Auf der anderen Seite gibt es aber auch valide Gründe, die einen Wechsel in die Premier League gar nicht so unwahrscheinlich machen. Kommunikationsprobleme dürfte Adeyemi zumindest eher nicht haben.

"Die einzig wichtige Sprache ist der Fußball. Und damit kennt Karim sich aus", sagt Unterberger und schiebt eine wichtige Information nach: "Natürlich ist es immer schöner und vielleicht auch einfacher, sich mit seinem Trainer oder dem Staff in seiner Muttersprache zu unterhalten. Aber auch Englisch wäre für Karim überhaupt kein Problem: Sein Vater stammt aus Nigeria, die Mutter ist Rumänin, beide sprechen perfekt Englisch."

In Liverpool reagiert im Sturm seit mehreren Jahren der Dreizack Mo Salah, Roberto Firmino und Sadio Mane - übrigens auch ein ehemaliger Salzburg-Spieler. Jürgen Klopp zieht sein 4-3-3 in der Regel voll durch, wechselt an neuralgischen Punkten eher ungern sein Personal. Wie lange Salah, Firmino und Mane aber noch zusammenspielen können oder wollen, ist noch nicht so recht entschieden. Jedenfalls steht der Vertragspoker mit Toptorjäger Salah ins Haus, der sich auch noch ein paar Wochen oder Monate ziehen könnte.

Mit seiner sehr direkten, sehr physischen, sehr schnellen Art und dem ersten Kontakt, der immer nach vorne ausgerichtet ist, dürfte Adeyemi sehr gut in den englischen Spitzenfußball und nach Liverpool passen. Aber schon jetzt? "Auf Sicht ist Karim absolut prädestiniert für die Premier League", sagt Schwabl. "Ob die Zeit jetzt schon reif ist, weiß ich nicht. Deswegen wird es von meinem Gefühl her ein Top-Verein in Deutschland werden. Eine kleine Tendenz in diese Richtung ist absehbar."

Was sich wiederum mit Informationen von SPOX und Goal deckt: Karim Adeyemi würde bei seinem nächsten Karriereschritt am liebsten in die Bundesliga wechseln.

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