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Fussball

Die letzte Quarantäne? Erste Klubs hoffen auf Fan-Rückkehr noch im Mai

SID
Einige Bundesliga-Klubs hoffen darauf, noch vor Saisonende wieder Zuschauer im Stadion begrüßen zu können.

Die Hoffnung auf eine Fan-Rückkehr schon am letzten Spieltag steigt. Doch zunächst gehen alle Bundesliga-Klubs in Quarantäne.

Essen an Zweiertischen, die Familie weit weg - doch als Belohnung winkt eine Fan-Rückkehr noch in dieser Saison: Wenn die Bundesliga-Klubs in dieser Woche geschlossen in Quarantäne gehen, beginnt der vielleicht letzte große Kampf der Bundesliga gegen die Corona-Beschränkungen. Im Idealfall kehren die ersten Zuschauer sogar schon am letzten Spieltag zurück, ehe ab Sommer dann endlich alles besser werden soll.

Karl-Heinz Rummenigge hat sogar schon den 22. Mai im Auge. "Ich hoffe und wünsche mir, dass wir beim letzten Spiel vor einigen Zuschauern spielen dürfen", sagte Bayern Münchens Klubchef im Aktuellen Sportstudio des ZDF. Die Bayern haben diese Saison nur Geisterspiele absolviert, doch angesichts steigender Impfzahlen und einer sinkenden Inzidenz ist das Ende in Sicht.

Da in Bayern ab Montag bei einer stabilen Inzidenz unter 100 die Außengastronomie, Theater und Kinos wieder öffnen dürfen, scheint gegen den FC Augsburg eine teilweise Rückkehr tatsächlich möglich. Weil dann unter anderem Trainer Hansi Flick verabschiedet wird, wäre der Zeitpunkt ideal. "Es wäre toll, wenn ein paar Zuschauer dabei sein dürften, um diesen großartigen Menschen Beifall zu geben", sagte Rummenigge.

Intern arbeiten die Münchner bereits an einem Konzept, um bei grünem Licht durch das Gesundheitsamt schnell reagieren zu können. Auch andere Klubs haben die Hoffnung auf ein Saisonfinale mit Fans noch nicht aufgegeben. In der englischen Premier League, wo die Zahlen allerdings deutlich besser sind als in Deutschland, sind bis zu 10.000 Fans an den letzten beiden Spieltagen sogar schon beschlossene Sache.

Fan-Rückkehr: DFB-Arzt ist zuversichtlich

Spätestens zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison am 13. August sollen Fans dann wieder die Regel statt der Ausnahme sein. Auch DFB-Teamarzt Tim Meyer hält das für realistisch. "Sicher nicht gleich wieder 100 Prozent, aber Geisterspiele werden hoffentlich nicht mehr notwendig sein, wenn wir davon ausgehen, dass die infektiologischen Prognosen zutreffen", sagte der Leiter der Taskforce "Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" der Welt am Sonntag.

Auch rund um die Spiele würde dann ein Hauch von Normalität zurückkehren. "Ich hoffe und glaube, dass die Schutzmaßnahmen in der nächsten Saison deutlich abgerüstet werden können", sagte Meyer. Grundlage sei neben einer sinkenden Inzidenz eine hohe Impfquote. "Denn ich hoffe - natürlich und ausdrücklich: erst sobald Fußballspieler an der Reihe sind - auf eine hohe Impfquote unter ihnen, die noch deutlich über der Impfquote der Allgemeinbevölkerung liegt. Aber das ist meine persönliche Einschätzung", sagte der Mediziner.

Die am Mittwoch beginnende Quarantäne für alle Bundesligaklubs sei aber noch sinnvoll, um weitere Spielabsagen zu verhindern. Die Begeisterung ist gerade bei den jungen Familienvätern in den Klubs zwar überschaubar, doch an der Notwendigkeit der Maßnahmen hat niemand Zweifel.

"Wir sitzen genau einmal an Zweiertischen zusammen beim Essen - Zweiertische. Ansonsten gehen alle wieder auf ihr Zimmer, da passiert gar nichts. Das ist ja kein Trainingslager, wo wir abends mal Karten spielen oder so", sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt.

Immerhin: Die letzten Tage in Freiheit durften die meisten Bundesliga-Stars bei sommerlichem Wetter noch einmal genießen. Am Mittwoch geht es dann in Quarantäne - vielleicht zum letzten Mal.

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