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Fussball

Toni Kroos: Bayern-Trainer Hansi Flick hatte "von dem Rumgeeiere die Schnauze voll"

Von SPOX
Hansi Flick (2.v.r.) und Toni Kroos (2.v.l.) bei der WM 2014 in Brasilien.

Real Madrids Mittelfeldstar Toni Kroos (31) hat Verständnis für den öffentlich geäußerten Wechselwunsch von Bayern Münchens Trainer Hansi Flick gezeigt. Der Weltmeister von 2014 - Flick war damals Co-Trainer von Joachim Löw - sprach zudem über die Ablösesummen für Trainer.

"Ich glaube, dass Hansi - so wie ich ihn kenne - von dem Rumgeeiere die Schnauze voll hatte. Er hat das gesagt, was er möchte", sagte Kroos in seinem Podcast Einfach mal Luppen: "Was im Hintergrund passiert ist, um Gottes Willen, das weiß ich nicht und will ich auch gar nicht wissen. Ich weiß nur, dass Hansi ein feiner Mensch ist."

Flick hatte nach dem 3:2 gegen den VfL Wolfsburg erstmals bestätigt, die Bayern im Sommer 2021 verlassen zu wollen. Sein Klub "missbilligte" Flicks Vorpreschen später in einer Pressemitteilung. Bayern-Vorstand Oliver Kahn kündigte zuletzt an, "dass wir nach dem Spiel in Mainz das Gespräch mit Hansi Flick suchen werden".

Die Tatsache, dass mittlerweile millionenschwere Ablösesummen für Trainer gezahlt werden, war für Kroos "nicht mehr aufzuhalten. Trainer wollen auch selbstbestimmt sein. Es war eine Frage der Entwicklung und der Zeit. Einer fängt damit an und die anderen finden das gut. Da habe ich aber auch nichts dagegen."

Marco Rose wird für fünf Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach zu Borussia Dortmund wechseln, Adi Hütter wiederum für 7,5 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt zu den Fohlen. Roses Wechsel sei "okay und nachvollziehbar" gewesen, Hütters Wechsel erstaunte Kroos schon mehr: "Da wird Max Eberl sehr gut gebaggert haben. Wenn er aber sagt, er sieht Gladbach einen Tick höher an als Frankfurt, dann ist es okay. Mit Frankfurt hätte er aber Champions League gespielt."

Die Enttäuschung der Fans sei verständlich, "aber wenn es eine Klausel gibt, dann ist das okay. Sie werden die Klausel ja nicht ausgehandelt haben, während sie besoffen waren. Jedem ist bewusst, dass es so kommen kann. Vielleicht wäre der Trainer ohne Klausel ja auch gar nicht gekommen."

Er rechne damit, "dass auch Summen wie 25 Millionen Euro für Trainer gezahlt werden. Das Problem ist: Wenn der Trainer fünf Spiele verliert, dann ist er vielleicht nicht schuld, der öffentliche Druck ist dann aber riesig."

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