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Fussball

Bundesliga - 5 Thesen zum 19. Spieltag: Thomas Müller muss mit zur EM - Silva ist der bessere Haaland

Von Stefan Rommel
Bayerischer Urschrei als Weckruf für den Bundestrainer? Thomas Müller spielt eine herausragende Saison und wirbt für eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft.

Eintracht Frankfurt: Andre Silva ist der bessere Haaland

Eintracht Frankfurt bleibt das Team der Stunde in der Bundesliga, das 3:1 gegen Hertha BSC war der fünfte Sieg im sechsten Spiel im neuen Kalenderjahr, die Eintracht springt damit auf Rang vier. Das Ziel "Europa" könnte man schon bald vielleicht etwas konkreter fassen und auch mal an die Champions League denken. Jedenfalls stellt Frankfurt aktuell die heißeste Offensive der Liga.

Seit der Rückkehr von Luka Jovic scheppert es im Schnitt alle knapp 28 Minuten im gegnerischen Tor, Frankfurts Angriff ist sowohl in der Spitze als auch in der Breite überragend aufgestellt. Filip Kostic, Daichi Kamada, Aymen Barkok, Amin Younes, Jovic und natürlich Andre Silva sind durch die Bank Spieler, die eine Partie im Alleingang entscheiden können. Wobei Silva mittlerweile absolut herausragt.

Der Portugiese ist ein Killer vor dem Tor, steht jetzt bei 16 Saisontoren und damit hinter Robert Lewandowski auf Rang zwei. Ausgelassene Torchancen von Silva sind eine Rarität, weshalb er Erling Haaland im Rennen um den "Best of the Rest"-Award hinter dem meilenweit enteilten Lewandowski gefährlich werden könnte. Derzeit jedenfalls ist Silva vor dem gegnerischen Tor noch eine Spur kälter als Haaland.

Sinnbildlich dafür: Während der Norweger seinen Elfmeter am Wochenende ans Augsburger Gebälk beförderte, schoss Silva seinen Strafstoß in der 95. Minute so, wie es im Lehrbuch steht. Hart und platziert in ein Eck. Jarstein hatte sogar die richtige Ahnung, aber der Schuss war einfach zu gut.

Bundesliga-Torschützenliste: Lewandowski vor Silva vor Haaland

PlatzSpielerVereinElfmeterSpieleToreTore/Spiel
1Robert LewandowskiBayern München518241,33
2Andre SilvaEintracht Frankfurt618160,89
3Erling HaalandBorussia Dortmund114141,00
4Andrej Kramaric1899 Hoffenheim515130,87
4Wout WeghorstVfL Wolfsburg219130,68

BVB: Thomas Delaney ist mehr als ein heimlicher Anführer

Mal ein paar Zahlenspiele: Borussia Dortmund hat in Spielen mit Thomas Delaney auf dem Platz im Schnitt 2,4 Punkte geholt, hochgerechnet auf 19 Spieltage wären dies knapp 46 Punkte und damit Platz eins in der Tabelle. Ohne Delaney, der ein paar Spiele verletzt verpasste, bei ein paar nicht aufgestellt wurde und einmal wegen einer Gelbsperre verhindert war, liegt Dortmunds Punkteschnitt bei 0,4 pro Spiel. Also zwei Punkte weniger als mit dem Dänen auf dem Platz.

Vielleicht ist das alles ja nur ein großer Zufall. Wahrscheinlicher ist aber dann doch ein direkter Zusammenhang zwischen Delaneys Arbeit und der Punktausbeute der Mannschaft. In einer einmal mehr wackeligen Saison mit Höhen und Tiefen ist Delaney die große Konstante und in der schwierigen Phase derzeit der Spieler, an dem sich die Mannschaft orientieren kann. Einer, der durch seine Leistungen unantastbar ist.

Während Marco Reus offenbar zu viel mit sich selbst zu tun hat, Axel Witsel verletzt ist, Lukasz Piszczek nur noch auf der Bank sitzt und Roman Bürki umstrittener denn je scheint, nimmt Delaney den Platz neben Mats Hummels ein und versucht die Mannschaft zu lenken.

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